MINT-EC

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 295 zertifizierten Schulen - darunter das dbg - mit rund 315.000 Schülerinnen und Schülern sowie 25.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.


Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium für kreative Schulentwicklung ausgezeichnet

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gewinnt Projektförderung von 7.000 Euro im MINT-EC-Schulwettbewerb der Dr. Hans Riegel-Stiftung „Schule schafft Zukunft“

Vor ziemlich genau einem Jahr, im November 2016, waren 266 zertifizierte Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC auf der Schulleitertagung in Göttingen aufgefordert, sich am Schulwettbewerb „Schule schafft Zukunft“ der Dr. Hans Riegel-Stiftung zu beteiligen. Mit dem Wettbewerbsthema „MINT-kreativ“ erhielten sie den Anstoß, Ideen zur Gestaltung eines MINT-Unterrichts zu entwickeln, der begeistert. Die Ideen sollten in Konzepte zusammengefasst werden, die außerdem die Schulentwicklung im Ganzen fördern und die gesamte Schulgemeinschaft sowie außerschulische Partner einbeziehen.

Geburtsstunde unserer Idee „mint night – Wissenschaft bis Mitternacht“ war dann bereits die Rückfahrt vom niedersächsischen Göttingen ins heimische Filderstadt. Der rund fünfstündigen Zugfahrt geschuldet und getreu dem Motto „Make no little plans. They have no magic to stir men’s blood and probably themselves will not be realized. Think big!“ (Daniel Burnham, Architekt aus Chicago 1864-1912) wuchs das Event schnell und erhielt vielseitige Facetten und Perspektiven. Die Idee der Tagungsteilnehmer Frau Probst und Herr Lehmann fand in Person von Herrn Albers und weiteren Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft NwT schnell Unterstützung, ein Seminarkurs unter der Leitung von Herrn Rau und Herrn Lehmann übernimmt seit diesem Schuljahr das Eventmanagement und erhält seinerseits von Herrn Springer professionelle Unterstützung aus der Elternschaft. Aus der Feder von Frau Richter stammt das vielsagende Logo und last but not least stieß das Vorhaben auch in der GLK auf viel Gegenliebe und beim Förderverein auf breite Unterstützung.

Hinter dem Titel „mint night - Wissenschaft bis Mitternacht“ verbirgt sich dabei die Idee, Schule nicht als „Ort, der Wissen schafft“, sondern viel mehr als „Ort der Wissenschaft“ zu präsentieren. Wie wäre es also, Schule einmal nicht am Vormittag und nicht als Lehranstalt zu erleben, sondern in einer langen Nacht der Wissenschaft in spannende und vielfältige MINT-Welten einzutauchen? Genau das planen wir für Filderstadt. Das dbg öffnet am Freitag, 20. Juli 2018 von 18.00 bis 24.00 Uhr seine Pforten und begrüßt alle Gäste, ob Groß und Klein, Alt und Jung, aus nah und fern zu einer mint night, die neugierig macht, allen Besuchern eindrucksvoll unter Beweis stellt, wie vielfältig die MINT-Fächer bei uns unterrichtet werden, welchen Stellenwert derartige Betätigungsfelder in unserer Gesellschaft haben und last but not least unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gibt, sich intensiv und nachhaltig mit MINT-Themen auseinanderzusetzen und ihre kreativen Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Vielfalt der Aktivität reicht von einem SCIENCE talk (Podiumsdiskussion) über SCIENCE on stage (Experimentiershow), SCIENCE slam oder SCIENCE center (Mitmachexperimente), ein eigenes SCIENCE cinema (selbst gedrehte Lehrvideos), unsere SCIENCE fair (Präsentation von Forschungsergebnissen), SCIENCE history und SCIENCE kids bis hin zur Abteilung creative SCIENCE, in der die Kreativität und Interdisziplinarität der Veranstaltung eindrucksvoll zum Ausdruck kommt.

Als eines von acht Projekten qualifizierte sich das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium mit seinen Bewerbungsunterlagen schließlich für die Finalrunde. Mit Anna-Lina Bader und Jacqueline Eschmann präsentierten zwei Schülerinnen (Klasse 11) das Konzept der mint night auf der diesjährigen MINT-EC-Schulleitertagung an der TU Kaiserslautern. Die Wettbewerbs-Jury und die Tagungsteilnehmenden, summa summarum ein Publikum von über 400 Schulleitern, Lehrern und Vertretern aus Wirtschaft und Hochschule im Audimax der TU Kaiserslautern, stimmten zu jeweils gleichen Teilen über die Vergabe der drei ersten Plätze ab.

Gemeinsam mit der Modellschule Obersberg, Bad Hersfeld („Man schützt nur das, was man kennt“) und dem Stiftsgymnasium Sindelfingen („Entdecker-Tour durch Sindelfingen“) durften auch die Vertreter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Filderstadt („mint night – Wissenschaft bis Mitternacht“) am Ende jubeln. Die Dr. Hans Riegel-Stiftung fördert die Umsetzung und Dokumentation der besten drei Konzepte mit jeweils 7.000 Euro. Ein verdienter Lohn für intensive Bemühungen, ein starkes Team und für eine absolut beeindruckende Präsentation der beiden Schülerinnen Anna-Lina und Jacqueline, die letztlich erst das Fachpublikum und die Jury zu diesem Votum bewegte.

Wir freuen uns, in den kommenden rund acht Monaten unser Vorhaben in die Tat umzusetzen, und sind zuversichtlich, unseren Gästen und vielleicht ja auch Vertretern der Dr. Hans Riegel-Stiftung am 20. Juli 2018 „MINT-kreativ“ präsentieren zu können. (Le)

dbg-Team referiert auf der MINT-EC-Schulleitertagung in Kaiserslautern

Die MINT-EC-Schulleitertagung findet einmal jährlich an einer Netzwerkschule statt. In diesem Jahr war dies das Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern, das gemeinsam mit der TU Kaiserslautern den räumlichen und strukturellen Rahmen zum Austausch auf Leitungsebene und über Bundesländergrenzen hinweg bot.

„Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Bereiche, die für unsere Gesellschaft, für Bildung, Forschung und Entwicklung von enormer Bedeutung sind. Hier werden Nachwuchskräfte gesucht, die Chancen für eine Anstellung und der Verdienst sind gut. Allerdings begeistern sich noch zu wenige junge Menschen für diese Fächer und Frauen sind noch immer unterrepräsentiert. Das müssen wir ändern. Und dazu braucht es Schulen, die bereit sind, sich für MINT zu engagieren, und Unterstützerinnen und Unterstützer, die die Schulen begleiten“, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig in ihrem Grußwort.

Das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC umfasst nun bundesweit 295 Schulen, die sich allesamt der MINT-Spitzenförderung verschrieben haben und dies mit herausragendem Engagement und Erfolg umsetzen. Den Schulen stehen in diesem Netzwerk hochkarätige und innovative Forschungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulleitungen offen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, das von der Kultusministerkonferenz (KMK) anerkannte MINT-EC-Zertifikat für besondere Schülerleistungen in MINT zu verleihen. Von allen diesen Angeboten machen wir am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium bereits regen Gebrauch.

Mit Frau Probst, Herrn Albers und Herrn Lehmann war das dbg in Kaiserslautern erstmals auch als Referent vertreten. In zwei jeweils knapp zweistündigen Workshops konnten sich Schulleiter und Fachkollegen einen Eindruck von unserem modularen, fächerübergreifenden und technikorientierten MINT-Konzept verschaffen, das in dieser Form die Grundlage des NwT-Unterrichts am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ist. Neben unserer viel beachteten Präsentation, die eindrucksvoll den Entwicklungsprozess der letzten 12 Jahre veranschaulichte, standen die praktischen Erprobungen einzelner Unterrichtssequenzen im Mittelpunkt des Workshops. Dabei kamen unter anderen die Lehrsysteme unseres Bildungspartners FESTO im Bereich der Mechatronik oder das von unserem Förderverein finanzierte, CNC-basierte Styroporschneidesystem FiloCut zum Einsatz. Das Highlight, und dies ist wirklich wörtlich zu sehen, war das Lampenprojekt der NwT-Kursstufengruppe von Frau Probst, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl konzeptionell und methodisch (Projektmanagement) also auch bei der Betrachtung der entstandenen Produkte zu begeistern wusste.

Wir gehen mit einem guten Gefühl, einem sehr positiven Feedback und vielen anerkennenden und lobenden Worten aus dieser Veranstaltung und fühlen uns in unserer Idee, MINT-Unterricht als Kooperationsprojekt zu begreifen, bestätigt: „Teamwork turns 1 + 1 into 3!“

In den vier Jahren unserer Mitgliedschaft im MINT-EC haben wir uns zu einem starken Knotenpunkt im Netzwerk entwickelt, multiplizieren und diskutieren unsere schuleigenen Konzeptionen und sind stets offen für neue Impulse. Wir freuen uns schon auf die nächste Tagung, die uns einmal quer durch die gesamte Republik nach Hamburg führen wird. (Le)

„MINT kreativ“ am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium

MINT-EC und die Dr. Hans Riegel-Stiftung wollen gemeinsam die MINT-Bildung in Deutschland stärken. Mit dem Projekt "Schule schafft Zukunft" schreiben die beiden Projektpartner einen im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Wettbewerb aus, im Rahmen dessen MINT-EC-Netzwerkschulen ein MINT-Zukunftsprojekt entwickeln und vorstellen und Preisgelder für die Umsetzung und Präsentation erhalten können.

Was kann Schule tun, um bei Heranwachsenden die Freude am Unterricht, besonders an mathematisch-naturwissenschaftlichen Themen, in der Mittel- und Oberstufe aufrechtzuerhalten? Das Thema "MINT-kreativ" gibt den MINT-EC-Schulen einen Anstoß, ein Projekt zu entwickeln, das das Interesse von Schülerinnen und Schülern für die MINT-Fächer und -Themen stärkt. Fachkompetenz, Anwendungsbezug und Realisierbarkeit sind dabei ebenso gefragt wie lnterdisziplinarität, Kreativität sowie Einbeziehung der verschiedenen schulischen Gruppen und außerschulischen Partner. Regionale oder lokale Gegebenheiten der Schule und ihres Umfeldes sollten in die Betrachtung einbezogen werden.

Die Fachjury wählt bis zu zehn der besten eingereichten Projekte aus, die auf der Schulleitertagung 2017 in einer kurzen Präsentation vorgestellt werden. Aus diesen werden von der Fachjury und dem Plenum der MINT-EC-Schulleitertagung 2017 gemeinsam drei Sieger-Projekte ausgewählt und mit einem Preisgeld von jeweils insgesamt 7.000 Euro für Realisierung und Dokumentation im Jahre 2018 gefördert.

Kreativität und MINT, die beiden im Wettbewerb entscheidenden Kriterien, ergänzen sich aus unserer Sicht in hervorragender Art und Weise, so dass wir am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium nicht lange überlegen mussten, um uns mit dem Konzept einer „mint-night“ an diesem Wettbewerb zu beteiligen.

Geschaffen haben wir bislang einen inhaltlichen und organisatorischen Rahmen (samt Zeitplanung und Finanzierungskonzept) aus einer Vielzahl an Bausteinen, die einerseits die unterschiedlichen Facetten der unter MINT zusammengefassten Themenfelder Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik abbilden, andererseits aber auch die enorme Relevanz von MINT-Themen für unsere Gesellschaft, für regionale und globale Herausforderungen und für die Gestaltung unserer Zukunft aufzeigen. Gerade aus dieser Perspektive leiten wir den Wunsch ab, die mint-night am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium als Schulevent aufzuziehen, an dem sich alle Fachschaften und alle am Schulleben beteiligten Gruppen beteiligen können und hoffentlich auch werden.

Worauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher, aber auch unsere Schülerinnen und Schüler freuen? Hier ein ganz kurzer Einblick: Den Auftakt macht eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Bildung. Weitere Höhepunkte auf unserer zentralen Veranstaltungsbühne sind darüber hinaus das Revival der legendären ‚Knoff-Hoff-Show‘, ein Science Slam und ein Science Quiz. Darüber hinaus öffnen wir in dieser Nacht auch die Türen zu unseren Fachräumen, in denen beispielsweise unser Markt der Wissenschaft (Science Fair) mit den Ergebnissen vieler regionaler Forschungsprojekte aufwarten kann. Interaktiv wird es in unserem Science Center (Mitmachmuseum) mit selbstgebauten Exponaten. Entspannt zurücklehnen können sich unsere Besucher im Science Cinema, in dem eine Vielzahl kreativer Explainity-Videos zur Aufführung kommt. „Eye of Science“ heißt eine Fotoausstellung unserer Schülerinnen und Schüler, die ebenfalls im Rahmen der mint-night 2018 erstmals zu besichtigen ist.

Wir sind sicher, im Laufe der nächsten Wochen und Monate werden weitere spannende Projekt das Programm ergänzen. Einige sehenswerte Modelle sind bereits in Planung und auch Freunde virtueller Welten werden voraussichtlich auf Ihre Kosten kommen.

Wir hoffen, mit unserem Wettbewerbsbeitrag in die glückliche Lage zu kommen, diesen im Rahmen der MINT-EC-Schulleitertagung zu präsentieren und dann vielleicht die Jury und die anwesenden Tagungsmitglieder so von der Idee zu begeistern, wie wir es sind.

Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung kommt dann zwar eine Menge Arbeit auf uns zu, die wir aber sehr gerne machen und von der wir überzeugt sind, dass auch unsere Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung, großem Engagement und vielen kreativen Ideen tatkräftig mit anpacken. Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits mit einem Seminarkurs gemacht, der sich unter dem Thema Eventmanagement mit dieser Großveranstaltung auseinandersetzen wird. (Le)

MINT-EC-Senior-Expert zu Gast am dbg

Nach dreijähriger Zugehörigkeit zum Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC und einer aktiven Teilnahme an den unterschiedlichsten Netzwerkevents, angefangen bei den jährlichen Schulleitertagungen über das Hauptstadtforum MINT-400 in Berlin bis hin zum „Australian National Chemistry Quiz“, steht für uns aktuell die Rezertifizierung als MINT-EC-Schule auf dem Programm. Dieses Anliegen war dann auch der Grund für einen Beratungsbesuch von Herrn Kolossa (Senior-Expert des MINT-EC), der sich in einem informellen Gespräch mit Vertretern unserer Schule einen persönlichen Eindruck unmittelbar vor Ort und im Austausch mit den hier aktiven Personen machen konnte.

Wir freuen uns über die vielfältigen Anregungen, die sicherlich Einfluss auf die Ausgestaltung unseres MINT-Schwerpunktes haben werden, und möchten uns auch auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bei Herrn Kolossa für den aus unserer Sicht aufschlussreichen und gewinnbringenden Austausch bedanken. Selbstverständlich sind wir darüber hinaus hoch erfreut über das extrem positive Gutachten, das nun unserer Rezertifizierung zugrunde liegt. Unsere „Leuchtturmfunktion im NwT-Bereich“ und der enorme damit verbundene Aufwand werden darin ebenso wertschätzend hervorgehoben wie die Tatsache, dass „der schwerpunktmäßige Ansatz unserer Schule nicht unbedingt auf spektakulären Projekten liegt, sondern vor allem auf einem qualitativ hochwertigen und interessanten MINT-Unterricht, (…) zu dem nicht nur die Theorie, sondern auch in starkem Maße die praktische Umsetzung gehört.“ Last but not least werden die Belegzahlen unserer MINT-Kurse (Biologie-, Chemie- und Physik-Neigungskurse in der Kursstufe) sowie explizit auch das enorme Interesse an unseren Schulversuchen NwT-K2 sowie NwT-1 als „hervorragend“ bewertet, was uns darin bestätigt, unseren Schülerinnen und Schülern mit unserem MINT-Schwerpunkt und der Mitgliedschaft im Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC ein attraktives, qualitativ hochwertiges und für sie interessantes Angebot zu machen. (Le)

MINT-EC Hauptstadtforum in Berlin

„Neugier und Begeisterung für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik und eine lebendige und offene Kultur des Dialogs sind die Zutaten dieser einzigartigen Veranstaltung“, sagt Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC.

400 Schülerinnen und Schüler sowie 100 Fachlehrkräfte aus ganz Deutschland folgten der Einladung nach Berlin, darunter, wie schon in den vergangenen Jahren, eine Delegation des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Johanna Schaal, Alessa Schmid und Tobias Schweizer (Klasse 11) wurden von ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern ausgewählt, die Farben des dbg in Berlin zu vertreten. Die drei Schülerinnen und Schüler zeichnen sich durch langjährige hervorragende Leistungen in einzelnen MINT-Bereichen aus, repräsentieren als Gruppe einen Querschnitt durch sämtliche Fachdisziplinen (Biologie, Chemie, Physik, Informatik, Mathematik und Technik) und haben teilweise bereits durch erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen auf sich aufmerksam gemacht.

Nach der offiziellen Eröffnung des Hauptstadtforums besuchten die MINT-Interessierten wissenschaftliche Fachvorträge zu Themen wie zerstörungsfreie Materialprüfung, die Eigenheiten des Werkstoffs Magnesium, Programmierung mit SNAP oder Astroteilchenphysik. Darin lernten sie nicht nur neueste Forschungsergebnisse, sondern auch die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Naturwissenschaften kennen. Abgerundet wurde der Tag vom MINT 400-Bildungsmarkt, auf dem 36 Aussteller aus Wirtschaft, Bildung und Forschung zahlreiche MINT-Studien- und Berufsmöglichkeiten sowie Ideen für einen innovativen und forschungsaktuellen Fachunterricht präsentierten.

Verteilt über das gesamte Berliner Stadtgebiet folgten ganztägige Workshops in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Einrichtungen. Tobias besuchte die Technische Hochschule Wildau im Südosten der Stadt. Sein Workshop beschäftigte sich mit technischen Anwendungen der Physik. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Lasertechnik (in Theorie und Praxis). Alessa nahm ein Angebot der Universität Bayreuth (Didaktik der Informatik) wahr. Neben einer Einführung in die Programmierung des Mikrocontrollers Arduino verbunden mit praktischen Übungen, drehte sich ihr Tag um die gar nicht mehr so ferne Vision eines sog. Smart-Home. Als begeisterte Biologin wählte Johanna das Thema „Die Physik hinter dem Nobelpreis zur DNA Struktur“, ein Angebot der Jacobs University Bremen. Hierbei wurde ihr einmal mehr vor Augen geführt, wie spannend Forschung am menschlichen Körper sein kann und wie interdisziplinär dabei gearbeitet wird.

Nach einem Tag voller Experimente und neuer Erfahrungen fand die MINT 400 im KOSMOS ihren feierlichen Höhepunkt: Im Rahmen der Abendveranstaltung, moderiert von Ralph Caspers (u. a. „Die Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht Ah!“), sprach Prof. Dr. Thomas Reiter, Europas erfahrenster Astronaut, über seine Erlebnisse im All, auf der ISS und seinen persönlichen Werdegang.

Last but not least bot das MINT 400 neben allem fachlichen Input aber auch wieder eine tolle Gelegenheit, sich zu vernetzen, neue Kontakte zu knüpfen, ins Gespräch zu kommen und ganz nebenbei an den Abenden in Friedrichshain und Kreuzberg etwas vom einmaligen Flair der knapp vier Millionen Einwohner zählenden Metropole Berlin zu erleben. (Le)

Nationales Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC wird digitaler

In Anwesenheit von Frauke Heiligenstadt, Kultusministerin des Landes Niedersachsen, waren Göttingen (die „Stadt, die Wissen schafft“) und das dort ansässige Felix-Klein-Gymnasium (bereits seit 2000 Teil des MINT-EC-Schulnetzwerks) Gastgeber der jährlichen MINT-EC-Schulleitertagung. Neben der feierlichen Aufnahme weiterer 22 Gymnasien aus ganz Deutschland in das nationale Excellence-Schulnetzwerk (die Zahl der baden-württembergischen Gymnasien stieg dabei leicht von zuletzt 18 auf jetzt 21 Schulen), stand in diesem Jahr das Thema Digitalisierung an Schulen im Fokus der zweitägigen Veranstaltung.

„Die Digitalisierung und der rasante technologische Wandel erfordern mehr denn je exzellent aufgestellte MINT-Schulen, die junge Menschen möglichst gut auf die sich verändernde Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten“, sagt Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC, „deshalb freuen wir uns über jede weitere Schule, die diese Herausforderung engagiert anpackt.“

Auf der jährlichen Tagung kamen Vertreter der Schulleitungen aller MINT-EC-Schulen zum Austausch auf Leitungsebene und über Bundesländergrenzen hinweg zusammen. Behandelt wurden aktuelle Themen und Herausforderungen des Schulalltags. Für die Delegation des dbg standen dabei Workshops zu so interessanten Projekten wie dem TUM-Kolleg (ein Modell zur Begabtenförderung in der Oberstufe), MINT-Profilklassen oder dem Unterrichtsprojekt „Energy in motion“ auf dem Stundenplan. Darüber hinaus blieb aber auch genügend Gelegenheit, sich weiter zu vernetzen, bereits vorhandene Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen bzw. Gymnasien in der Region, aber auch weit darüber hinaus zu pflegen und mit jeder Menge neuer Kontakte, Impulse und Ideen im Gepäck die Heimreise nach Filderstadt anzutreten.

Einen bleibenden Eindruck hinterließ Professor Christoph Meinel, Institutsdirektor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) Potsdam, in seiner Keynote Speech: „Mit dem Projekt Schul-Cloud möchten wir die Digitalisierung an den Schulen in Deutschland einen entscheidenden Schritt voranbringen. Ich freue mich sehr, dass wir das MINT-EC-Schulnetzwerk als Partner gewinnen konnten. Mehr als 25 MINT-EC Schulen in ganz Deutschland wollen an einem Pilotprojekt teilnehmen und von den Vorteilen der Schul-Cloud profitieren“, so Meinel. Bei der Schul-Cloud handelt es sich um eine Kooperation des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die vom HPI konzipierte Cloud-Infrastruktur, die im Weiteren allen 267 Netzwerkschulen zur Verfügung stehen soll, stellt Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern einen einfachen Zugang zu Lern- und Lehrmaterialien bereit. Lehrinhalte werden webbasiert allen und von überall aus über die Cloud verfügbar gemacht. Dadurch werden der ortsunabhängige Zugriff und der sinnvolle Einsatz im Unterricht erleichtert und vielleicht schon in naher Zukunft stationäre Rechnerleistung in Schul-Computerräumen überflüssig.

Wir freuen uns, als Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium jetzt schon im dritten Jahr Teil des nationalen Excellence-Netzwerks von Schulen im Bereich MINT zu sein und sind uns sicher, dass wir als Schule, unsere Kolleginnen und Kollegen und somit letztlich unsere Schülerinnen und Schüler von den Angeboten dieses Netzwerks in hohem Maße profitieren können. Die aktive Teilhabe an diesem Netzwerk hilft uns, unsere qualitativ hochwertigen Angebote im Bereich MINT kontinuierlich zu entwickeln und zu verbessern und MINT-begeisterten Schülerinnen und Schülern Zugang zu attraktiven außerschulischen Lernorten zu ermöglichen. (Le)

Großer Erfolg beim Internationalen Chemiewettbewerb der MINT-EC-Schulen

Erstmals seit unserer Zugehörigkeit zum nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC haben Schülerinnen und Schüler des dbg am „Australian National Chemistry Quiz“ teilgenommen. Neben Deutschland, das durch seine MINT-EC-Netzwerkschulen bei diesem renommierten Wettbewerb vertreten ist, liest sich die Liste der Teilnehmerländer wie das ‚who ist who‘ der weltweit führenden Technologienationen: China, Indonesien, Hongkong und Thailand waren mit unzähligen Teilnehmern vertreten, Indien gar mit 30 000 Schülerinnen und Schülern aus 365 Schulen.

Zu diesem illustren Kreis gesellten sich mit Johanna Haußmann und Florian Schweizer (Klasse 12) jetzt erstmals auch zwei dbg-Chemiker, und dies gleich zur Premiere mit herausragenden Ergebnissen: Johanna durfte sich über eine Urkunde mit Auszeichnung freuen und zählte dabei bundesweit zu den besten 200 Schülerinnen und Schülern; Florian Schweizer schaffte es sogar in die Top 50 der national über 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Lohn für das Ergebnis seiner 60-minütigen Klausur war eine Urkunde der Kategorie ‚high distinction‘.

Das dbg gratuliert den beiden zu diesem tollen Erfolg und hofft, dass Johanna und Florian auch im bevorstehenden Chemie-Abitur ihre gezeigten Leistungen wiederholen und sich für ihr großartiges Engagement im MINT-Bereich belohnen. (Le)

Naturwissenschaftlich-technische Workshops begeistern MINT-Talente

Als Mitglied des nationalen Excellence-Schulnetzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen (kurz MINT-EC) bot sich dem dbg wieder einmal eine tolle Gelegenheit, MINT-Talente in ihren individuellen Begabungen zu fördern. Beim baden-württembergischen Regionalforum MINT 100 trafen sich rund 80 Nachwuchstalente in Heilbronn, um in den Labors der Experimenta Heilbronn gemeinsam zu forschen und zu entwickeln.

Das Bild zeigt die dbg-Schülerinnen Helen Schweizer, Carina Gänzle und Johanna Haußmann (alle Klasse 11), die sich in ihrem ersten Workshop des Tages mit der Herstellung von Gold-Nanopartikel in einer Redox-Reaktion beschäftigten. Sie erhielten einen faszinierenden Einblick in die „Welt der Zwerge“ und konnten dabei erleben, dass die Nanotechnologie eine interdisziplinäre Wissenschaft ist, die Einfluss auf unser tägliches Leben hat. Neben der Herstellung war es ihnen auch möglich, den Radius der Nanopartikel durch eine Absorptionsspektroskopie zu ermitteln und deren Einsatz als Biosensoren kennenzulernen.

Parallel dazu hatten mit Leonie Ocker und Florian Schweizer (ebenfalls Klasse 11) zwei weitere Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich mit den Grundlagen der Programmierung eines Mikrocontrollers auseinanderzusetzen, einem Themengebiet, dem auch im Rahmen des Profilfachs NwT am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ein großer Raum gegeben wird, und dies nicht ohne Grund, schließlich sind Mikrocontroller aus der Steuerung von Haushaltsgeräten und Maschinen nicht mehr wegzudenken.

Den Abschluss eines ereignisreichen Tages bildete für alle ein dritter Workshop, in dem erneut die Herstellung von Hightech-Bauteilen im Mittelpunkt stand. Die „organic light emitting diode“ (oLED, organische Solarzelle) ist heutzutage aus der Herstellung von Gerätedisplays wie Smartphones nicht mehr wegzudenken. Mittels „Spincoating“ konnten speziell beschichtete Glasplatten angefärbt bzw. mit Kupferelektroden und Galinstan versehen werden und nach Anlegen einer geeigneten Betriebsspannung ein faszinierendes, gelbliches Leuchten beobachtet werden.

Wir freuen uns, dass wir als MINT-EC-Schule immer wieder solche vielseitigen interdisziplinären Angebote machen können und umso mehr natürlich auch über das enorme Engagement unserer Schülerinnen und Schüler, die mit Neugier, Kreativität und großer Selbstständigkeit in Wissenschaft und Technik eintauchen und mit Begeisterung über den Tellerrand des Fachunterrichts hinausblicken wollen. (Le)

Hauptstadtforum Berlin – MINT-Spitzentalente zu Gast in Adlershof

Nirgendwo wird der Charakter des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC so deutlich wie beim mittlerweile jährlich stattfindenden Hauptstadtforum in Berlin. Das MINT 400 ist die bundesweit größte Netzwerkveranstaltung des MINT-EC für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Dabei geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einerseits darum, untereinander Kontakte zu knüpfen und sich mit MINT-Interessierten aus ganz Deutschland auszutauschen. Der Netzwerkgedanke reicht aber noch viel weiter: Der Technologiepark Adlershof, Berlins wichtigster Wirtschafts-, Wissenschafts- und Medienstandort, lud ein, mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ins Gespräch zu kommen und somit wichtige Eindrücke für eine mögliche berufliche Zukunft zu sammeln.

Mit Johanna Haußmann, Leonie Ocker und Florian Schweizer (im Bild von rechts nach links) reisten auch wieder drei Filderstädter MINT-Talente nach Berlin. Die Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums besuchen derzeit die Jahrgangsstufe 11 und wurden von ihren Lehrerinnen und Lehrern quasi als Lohn für großartiges Engagement im Bereich MINT ausgewählt, das dbg beim MINT 400 zu repräsentieren.

Mit großem Interesse und Neugier nutzten alle die Chance, die vielfältigen Möglichkeiten von MINT-Forschung, -Studiengängen und -Berufen auf einem Bildungsmarkt mit 35 Ausstellern aus Wirtschaft und Wissenschaft zu erkunden. Darüber hinaus lernten sie in Fachvorträgen spezifische MINT-Themen, wie zerstörungsfreie Materialprüfung, Glas als Basismaterial regenerativer Energien oder Potentiale der Gentechnik, kennen. MINT wurde für die zukünftigen Fachkräfte somit in all seinen Facetten erfahrbar und die großartigen Zukunftschancen in diesem Bereich wurden aufgezeigt.

Am zweiten Tag hieß es dann mitunter früh aufstehen, um rechtzeitig bei einem der angebotenen und über das gesamte Stadtgebiet verteilten Wissensworkshops zu forschen und zu experimentieren. Die Wahl der dbg-Schülerinnen und -Schüler fiel dabei auf das Deutsche Elektronen Synchrotron (DESY) in Zeuthen (Leonie Ocker), Magnesium – die „Diva“ unter den Metallen (Johanna Haußmann) sowie das Thema GPS und die Bedeutung der Mathematik (Florian Schweizer). Den Abschluss dieses Kongresses bildete eine Abendveranstaltung, professionell moderiert von Kerstin von der Linden (WDR). Prof. Dr. Markus Roth (TU Darmstadt) hielt einen wissenschaftlichen Vortrag zur Physik von Star Trek und Co. Darin stellte er prominente Techniken aus dem Science-Fiction-Bereich vor und diskutierte auf höchst unterhaltsame Weise deren Umsetzbarkeit in der Realität. Weitere Höhepunkte des Abends waren die Auszeichnung der sieben besten deutschen Schüler des Internationalen Chemiewettbewerbs des Royal Australian Chemical Institute (RACI), bei dem Deutschland exklusiv von MINT-EC-Schülerinnen und -Schülern vertreten wird, und das Finale des ersten MINT-EC-SchoolSlams in Zusammenarbeit mit dem British Council.

Neben den einzelnen Programmpunkten und nach dem offiziellen Ende des Kongresses blieb für die dbg-Delegation noch genügend Zeit, um gemeinsam auch die Stadt Berlin zu erleben und beim Sightseeing durch Berlin-Mitte oder in einem Restaurant im Szenebezirk Friedrichshain die Erlebnisse des MINT 400 Revue passieren zu lassen – logisches Fazit: MINT macht Spaß und bietet großartige Chancen für die Zukunft. (Le)

MINT-EC Schulleitertagung 2015

Rückblick auf unser erstes Jahr im nationalen Excellence-Schulnetzwerk

Im Herbst 2014 im Rahmen der Schulleitertagung in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover erhielt das dbg als Anerkennung und Auszeichnung für sein herausragendes Engagement im MINT-Bereich das Zertifikat „MINT-EC Schule“ verliehen. Wie der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Gollub bei der diesjährigen Tagung in Würzburg noch einmal ausdrücklich hervorhob, geht es dabei jedoch weniger um ein Label, „das Schulen sich an die Tür heften“, sondern vielmehr um die Aufnahme und die Partizipation in einem bundesweiten Excellence-Schulnetzwerk mit einem breiten Veranstaltungs-und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichem Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen, von dem vor allem die rund 270.000 Schülerinnen und Schüler der deutschlandweit nunmehr 247 Gymnasien profitieren sollen.

Genau hierauf hat auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in den vergangenen 12 Monaten großen Wert gelegt. Wie sich in Gesprächen mit Mitgliedern und Senior Experts des MINT-EC zeigte, ist man auf Seiten der Verantwortlichen des Netzwerks erfreut über das große Engagement seitens unserer Schule. Dazu zählen die Teilnahmen an Lehrerworkshops im Rahmen der Schulleitertagungen 2014 und 2015, bei denen wir u.a. interessante Impulse zum fächerverbindenden Unterricht, Angebote aus dem IT-Cluster oder mögliche Erasmus-Projekte kennenlernten, die sich zwischenzeitlich auch in Konzepten und Fachcurricula, wie beispielsweise unserem Basiskurs Medienbildung (Klasse 5), bemerkbar machen, und darüber hinaus auch Fortbildungen des Netzwerkpartners Siemens beispielsweise zum Thema Mikrotechnologie.

Um das Engagement unserer Abiturientinnen und Abiturienten auch entsprechend zu würdigen, gehören wir darüber hinaus zu den ersten Netzwerkschulen, die das MINT-EC-Schülerzertifikat verliehen haben. Im zurückliegenden Schuljahr wurden hiermit bundesweit knapp 600 Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet.

Das große Interesse und Engagement in der Schülerschaft zeigt sich am dbg u.a. am Besuch des Hauptstadtforums MINT 400 in Berlin, an dem sich gleich vier Kursstufenschüler in unterschiedlichen Workshops („AntMe!“ am Hasso-Plattner-Institut, „School_Lab“ am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, „Magnetismus und Supraleitung“ am Helmholtz-Zentrum, „Von der DNA zum Protein“ am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin) beteiligten.

Für uns leistet das nationale Excellence-Netzwerk von MINT-EC einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zur MINT-Nachwuchsförderung, zur Anbindung des Fachunterrichts an den aktuellen Stand der Forschung sowie zur qualitativen Schulentwicklung. Hierzu passen auch die aktuellen Bestrebungen am dbg, mit der Teilnahme am Schulversuch NwT-1 schon bei Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 6 Interesse an MINT-Themen zu wecken, ihnen einen alternativen Bildungsgang mit Schwerpunkten in Naturwissenschaft und Technik zu bieten und so schon frühzeitig insbesondere auch das Talent, die Kreativität und die Begabungen von Schülerinnen im Bereich MINT zu fördern. (Le)

dbg verleiht erstmals MINT-EC-Schülerzertifikate

Das MINT-EC-Zertifikat wird als Auszeichnung an Abiturientinnen und Abiturienten verliehen, die sich während ihrer gesamten Schullaufbahn über den Unterricht hinaus im MINT-Bereich engagiert haben. Die ersten beiden Schüler, die sich am dbg mit dieser Auszeichnung schmücken dürfen, sind Christoph Kertzscher und Philipp Staiger, die neben sehr guten Leistungen in ihren MINT-Neigungskursen insbesondere durch herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des Seminarkurses „Innovationsprozesse“ sowie ihr großes und vielfältiges, über den Unterricht hinausgehendes Engagement auffielen. Beide waren als Schülermentoren im Bereich Informatik / ITG tätig, erfolgreiche Teilnehmer bei mehreren MINT-Wettbewerben und dokumentierten auch im Rahmen der Berufsorientierung ihr vielfältiges naturwissenschaftlich-technisches Interesse.

Die Vergabe des MINT-EC-Zertifikats beginnt ab dem Schuljahr 2014/15 und erfolgt ausschließlich an den bundesweit knapp 250 MINT-EC-Schulen. Die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING.) sowie die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbande (BDA) und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall unterstützen die Verleihung dieses Zertifikats, das allen Institutionen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige Einordnung der Schülerleistungen sowie der Anforderungsniveaus bei den zahlreichen Schüler-MINT-Wettbewerben, Schüler-MINT-Camps, Schüler-Akademien und anderen MINT-Angeboten für Schülerinnen und Schüler bietet.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gratuliert seinen Abiturienten Christoph Kertzscher und Philipp Staiger zu ihren Auszeichnungen und wünscht alles Gute für ihre Zukunft. (Le)

Nichtlineare Physik – dbg beteiligt sich an Projekt der Freien Universität Berlin

Clustering-Experiment - „Viele sammeln sich bei vielen“

Seit etwa einem halben Jahr ist das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium MINT-EC-Schule und schon ist zu erkennen, dass die Schule aktiv im Netzwerk partizipiert und sich immer neue, exklusive Angebote zur Ausgestaltung des MINT-Schwerpunktes am dbg ergeben.

Der neueste Baustein ist ein Projekt des Instituts für Didaktik der Physik an der Freien Universität Berlin (FU Berlin). Moderne Inhalte der Physik sollen dabei mittels Experimentiermaterialien für Schulen zur Verfügung gestellt werden und damit eine aktive Verbindung für die Berufsfelder Forschung und Entwicklung in den MINT-Fächern geschaffen werden.

Dafür bietet sich der Themenbereich der Nichtlinearen Physik in ganz ausgezeichneter Weise an. Er beschäftigt sich mit dem Verhalten komplexer Systeme und ist vielfach in der Alltagswelt vorhanden, z. B. Wolkenbildung, Schwarmverhalten, Ursachen von Erdrutschen, u. v. m. Zusätzlich bietet dieser Themenbereich den enormen Vorteil, dass man experimentell auf Schulniveau arbeiten kann. Und genau hier erhält das dbg als eine von bundesweit 30 Versuchsschulen die Unterstützung der FU Berlin. Ein Experimentierkoffer wird der Schule kostenlos zur Verfügung gestellt, dazu kommen Handreichungen, Dokumentationen und Arbeitsblätter, die nach den Plänen der Fachschaft in der Kursstufe zum Einsatz kommen sollen und insbesondere den Unterricht im Neigungskurs nach dem schriftlichen Abitur an aktuelle Hochschulforschung heranführen sollen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt auch während der Umsetzung von der FU Berlin. (Le)

MINT-400 - Das Hauptstadtforum des Mint-EC 2015

Grüner Tee - das neue In-Getränk gegen Alzheimer?

Die molekulare Erforschung von Alzheimer sowie moderne Medizintechnik und Prothetik waren einige der vielen beeindruckenden Themen, mit denen wir uns auf dem MINT-400 Hauptstadtforum am 12/13.02.2015 in Berlin auseinandersetzten. Dieses Jahr stand es unter dem Motto „Technologien und Lösungen für die Welt von morgen“.

Obwohl uns der Streik der Piloten Komplikationen bereitete, konnten wir, Alisa Weinmann, Dominik Schäffer, Markus Vogler und Sophia Haußmann, in Begleitung von Frau Wirth wie geplant zum Auftakt der Veranstaltung am Max-Delbrück-Centrum (MDC) anreisen. Empfangen wurden wir durch einen Bildungsmarkt, bei dem wir uns mit verschiedenen Partnern und Unternehmen des Excellence-Schulnetzwerkes über Studienmöglichkeiten in MINT-Fachgebieten austauschten. Anschließend erfolgten die Begrüßungen durch Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender des MINT-EC, sowie durch Sponsoren und staatliche Vertreter. Passend zum Themenschwerpunkt erhielten wir Einblicke in die Erkenntnisse der Alzheimerforschung am MDC. Es folgten interessante Fachvorträge.

Nach einer kurzen Nacht starteten wir in unsere jeweiligen Workshops mit verschiedenen Themen:

 Am Abend fanden sich alle 400 Schüler und 50 Lehrer wieder zusammen am MDC. Gemeinsam wurde die Veranstaltung durch unterschiedlichste Programmpunkte wie die Vorstellung der MINT-EC Alumni und des Programms MILeNa, einer Präsentation zum erfolgreichen Forschen, sowie Danksagungen abgerundet. Ein besonderes Highlight bot der Science-Slam, bei dem vier Referenten ihre Forschungsergebnisse auf eine witzige Art, vergleichbar mit einem Poetry-Slam, darstellten. Mit dem Abendessen gingen die zwei gewinnbringenden Veranstaltungstage zu Ende. Gemeinsam mit vielen netten Leuten verbrachten wir den Abend in der Berliner Innenstadt. Den Samstag nutzen wir für Sightseeing (East-Side-Gallery, Brandenburger Tor ...) und Shoppen.

Insgesamt bot uns das MINT-EC Hauptstadtforum einen guten Einblick in die verschiedenen Berufs- und Forschungsmöglichkeiten im MINT- Bereich und unterstützte unser Interesse an diesen Fachgebieten. Insbesondere für unsere spätere Studienwahl war die Veranstaltung sehr hilfreich.

Nach dem gelungenen Auftakt der Teilnahme von Schülern des dbg an einer MINT-EC-Veranstaltung steht für uns fest, dass diese lohnenswert und auch für weitere interessierte Schüler zu empfehlen sind. (Alisa Weinmann / Sophia Haußmann, Kl. 11)

dbg qualifiziert sich für die "MINT Champions League"

Diese und andere sportliche Vergleiche wurden von unterschiedlichen Vertretern aus Politik, Sport und Industrie während des abendlichen Empfangs in der HDI-Arena, der Heimat von Hannover 96, dem sportlichen Aushängeschild des diesjährigen Gastgebers der MINT-EC-Schulleitertagung (28. und 29. November 2014; Schillerschule Hannover), bemüht.

Im Rahmen dieser zweitägigen Veranstaltung begrüßte Heiner Hoffmeister, Ministerialdirektor im Niedersächsischen Kultusministerium, auch die Vertreter unserer Schule, die nun offizielles Mitglied des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC ist und nach der erfolgreichen Teilnahme am Auswahlverfahren 2014 das entsprechende Zertifikat ausgehändigt bekam. Wir freuen uns, jetzt Teil dieses „starken, kompetenten und kreativen Netzwerks“ zu sein und gemeinsam mit den 212 nationalen Excellence-Schulen „einen kraftvollen Beitrag zur Förderung der Qualität der MINT-Bildung in Deutschland“ zu leisten, ganz nach den Zielen und Vorstellungen von Wolfgang Gollub (Vorstandsvorsitzender des MINT-EC).

So treffend die Analogie zum Fußball die herausragende Stellung des MINT-EC und seiner Mitgliedsschulen beschreibt, so falsch ist der damit verbundene Wettkampf- und Konkurrenzgedanke. Während diverser Workshops, interessanter Fachvorträge und auch beim Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Bundesländer wurde immer wieder deutlich, dass es das Miteinander, die Kooperation mit Bildungsinitiativen oder die gemeinsame Arbeit in regionalen und überregionalen Clustern sind, die dieses Netzwerk auszeichnen und so erfolgreich machen. Das Miteinander wird hier groß geschrieben.

Im Rahmen eines Workshops zum Thema Medienschule konnten wir interessante Konzepte wie „bring your own device“ oder aber den Einsatz von 3D-Drucktechnik diskutieren. An anderer Stelle gab es dann umfassende Informationen zum „MINT-EC Schüler-Zertifikat“, von dessen exzellentem Konzept zukünftig unsere Abiturientinnen und Abiturienten profitieren könnten. Im Hauptvortrag von Prof. Dr. Bernd Ralle (Universität Dortmund) stand darüber hinaus die Unterrichtsentwicklung in den naturwissenschaftlichen Fächern auf dem Programm, während Prof. Dr. Michael Kobel von der TU Dresden zur Teilchenphysik referierte und dabei sowohl seine Arbeit am CERN mit einfließen ließ als auch das nationale Netzwerk Teilchenphysik vorstellte, was den Schulen umfassende Angebote machen kann, um eines der spannendsten und aktuellsten Gebiete der Physik im Rahmen des Neigungskursunterrichts für Schülerinnen und Schüler auch praktisch erfahrbar zu machen.

Es bleibt festzuhalten, dass wir von den zahlreichen Bildungsinitiativen als Partnern des MINT-EC und last but not least von den vielfältigen Erfahrungen an anderen Gymnasien in unserer Schul- und Unterrichtsentwicklung sicherlich sehr profitieren werden, umgekehrt aber auch wichtige Impulse unserer Arbeit am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ins Netzwerk einbringen können. Wir freuen uns daher auf die kommenden drei Jahre als Mitglied im nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC. (Le)

Viel Lob für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium im MINT-EC-Gutachten

Der Schuljahresbeginn ist wieder einmal Grund zur Freude am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Das Jury-Gutachten des nationalen Excellence-Schulnetzwerks „MINT-EC“ zeigte sich über die Bewerbung unserer Schule hoch erfreut und von der Darstellung des Konzepts „vollends überzeugt“.

Ein Blick auf die Statistik der offiziellen Presseerklärung zeigt, dass die Hürde, die das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium mit der Aufnahme in dieses Netzwerk übersprungen hat, sehr beachtlich ist. Bundesweit wurde bislang 212 Gymnasien dieser Excellence-Status verliehen, von den rund 380 Gymnasien Baden-Württembergs sind neben dem dbg (nur) 13 weitere MINT-EC Schulen in diesem Netzwerk organisiert und auch bei der diesjährigen Bewerberrunde lag die Auswahlquote bei etwas über 20%.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, hier einige Passagen des Jury-Gutachtens zur rund 25-seitigen Darstellung unserer MINT-Konzeption zu zitieren.

• Die Belegungsraten der MINT-Fächer sind hervorragend. Es werden alle Fächer als 4-stündige Neigungsfächer angeboten mit konstanten Belegungen. Hinzu kommt die Einführung von NwT als 2-stündiges Wahlfach als einziges Gymnasium der Region, dies hat die Jury beeindruckt.

• Gefallen hat der Jury auch das ITG-Konzept mit thematischen Modulen für die Stufe 5 bis 7.

• Im Bereich Wettbewerbe gibt es insbesondere in der Sek. II herausragende Teilnahmen. Es wäre schön, wenn dieser Bereich noch etwas ausgebaut würde und gerade in der Sek. I mehr Teilnehmer motiviert werden könnten, auch an Breitenwettbewerben teilzunehmen.

• Beeindruckt war die Jury von den umfangreichen Förderangeboten. Gut gefallen haben der Jury hier u.a. die Kurse in Mathematik, die einen Übergang von der Unterstufe zur Sek. I und von der Sek. I zur Sek. II erleichtern sollen.

• Es gibt enge Zusammenarbeiten mit Unternehmen, die nachhaltig gestaltet sind und in den Unterricht integriert werden.

• Es gibt ein umfassendes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung, bei dem MINT aufgrund der Schwerpunktsetzung prominent auftritt. Hierbei wird eng mit den Kooperationspartnern zusammengearbeitet.

• Es wird deutlich, dass alle Schwerpunkte gleichwertig nebeneinander bestehen und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium auf die Verknüpfung der einzelnen Schwerpunkte untereinander sehr viel Wert legt.

• Die Jury war von den Ausführungen zu den Erwartungen und der eigenen Einschätzung beeindruckt. Die Bewerbung als MINT-EC-Schule wird konsequent als Fortführung des Profilierungsprozesses in MINT gesehen. Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium stellt ehrlich dar, in welchen Bereichen Defizite bestehen und hofft auf Anregungen aus dem Netzwerk.

• Insgesamt hat die Bewerbung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums die Jury vollends überzeugt. Es ist eine ausführliche Bewerbung, die sehr durchdacht ist.

Die offizielle Aufnahme unseres Gymnasiums als MINT-EC-Schule wird am 28. November 2014 im Rahmen einer Schulleitertagung in Hannover erfolgen. Wir freuen uns über diese Anerkennung und hoffen, im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler von den vielfältigen Aktivitäten des Netzwerks profitieren zu können und uns unsererseits dort kooperativ einbringen zu können. (Le)

© dietrich-bonhoeffer-gymnasium 2017