Erfinderclub

Erfinderclub auf der "Hobby & Elektronik"

Vom 19.-22.11.2015 öffnete die Messe „Hobby & Elektronik“ auf dem Messegelände Stuttgart ihre Pforten und ermöglichte allen Interessierten einen Einblick in die neuesten Technik- und Elektroniktrends. Die renommierte Messe lässt Tüftlerherzen höher schlagen und bietet ein breites Spektrum von Computer-Hardware und Software bis hin zu Unternehmen und Institutionen, die den Bereich Forschung & Technik repräsentieren. Diese Veranstaltung nutzten auch unsere jungen Erfinder, um Ideen und Anregungen für bestehende Projekte (Aerokrat & SMART-Stock) zu sammeln und fehlende Werkzeugbestände zu vervollständigen. Im Rahmen der Veranstaltung konnten auch interessante Impulse für zukünftige Projektideen gesammelt werden (Fließbandproduktion; Motoren…). Einziger Wermutstropfen an einem sonst vollkommen gelungenen Ausflug war die Tatsache, dass die „Hobby & Elektronik“ nicht im alleinigen Fokus stand, da diese mit verschiedenen anderen Messen zusammengelegt wurde. (MH & Hm)

Workshop der Stiftung Baden-Württemberg zum Projektmanagement

Über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg an einem Projekt zu arbeiten und dabei das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – eine Aufgabe, die auch im Berufsleben nicht einfach zu erfüllen ist. Für unsere Schüler der Klasse 8 bis 10 wird diese Herausforderung noch komplizierter, da es bei dem Projekt „Smartstock“ unserer Erfinder-AG keinen vorgegebenen Weg gibt, was im sonstigen Schulalltag so gut wie nie vorkommt.

Um den langen Zeitraum greifbarer zu gestalten und das große Ziel in kleinere Portionen zu zerlegen, nahm das Team am Freitag, 24.4.15 an einem vierstündigen Workshop der Stiftung Baden-Württemberg zum Projektmanagement teil. Nach wichtigen Aspekten des Projektmanagements wie Arbeitsteilung im Team, Regeln der Zusammenarbeit und Planung eines längeren Projekts wurde unser aktuelles Projekt daraufhin unter die Lupe genommen. Als Ergebnis erhielten wir einen Plan, der neben den einzelnen Projektetappen auch zeitliche Aspekte und Zuständigkeiten über bestimmte Teilbereiche aufweist. Obwohl noch 1,5 Jahre bis zum Abschluss unseres Projekts vergehen, wurde uns klar, dass wir uns aufgrund der Projektkomplexität nicht ausruhen können.

Da die Teammitglieder nun konkrete Aufgaben und einen zeitlichen Überblick erhalten haben, können wir uns den Ablauf nun viel besser vorstellen und zielstrebig in die weitere Entwicklung starten. (MH)

Kreativworkshop 2014

„Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung.“ (Eugène Ionesco)

Nach einem erfolgreichen und kreativen letzten Schuljahr starteten auch im Schuljahr 2014/15 neue Erfinder und „alte Hasen“ gemeinsam, um neue Pläne zu entwickeln und an aktuellen Projekten weiterzuarbeiten. So ist das Projekt „Quadrocopter“ auf einem guten Weg, erste Flugversuche verliefen vielversprechend und jetzt geht es an die Detailarbeit.

Auch die jüngeren Mitglieder unseres Erfinderteams brennen darauf, ein eigenes Projekt zu haben. Um neue Ideen hierfür zu bekommen, nahmen alle an einem Kreativworkshop unter der Leitung der Baden-Württemberg Stiftung teil. 3,5 Stunden lang rauchten die Köpfe unserer jungen Teilnehmer. Nachdem sie zunächst allgemein in Kreativitätstechniken eingeführt wurden, konnte das Gelernte auch gleich selbst getestet werden, um neue und kreative Ideen zu finden. Dies ist eindrucksvoll gelungen, so dass wir wohl demnächst mit einem neuen aufregenden Plan starten können. (MH)

Es war einmal... die Technik!

Der Erfinderclub nahm am 11. Regionalmeeting der mikromakro-Landesstiftung in Uhldingen am Bodensee teil. Es kamen alle jungen Erfinder von ganz Baden-Württemberg zusammen und präsentierten stolz ihre eigenen Erfindungen. Vom ferngesteuerten Bobby-Car bis hin zum fast-food-Kuchen aus der Mikrowelle konnten alle Erfindungen bestaunt und ausprobiert werden. Nach einem üppigen Mittagessen und einem Besuch des Traktormuseums ging es dann zum UNESCO-Weltkulturerbe am Bodensee – dem Pfahlbaumuseum. Hier konnten unsere Erfinder archäologische Funde von technischen Artefakten sowie exakte Nachbildungen der drei bis sechstausend Jahre alten Wohnhäuser besichtigen. Aber auch andere technische Einblicke aus der Stein- und Bronzezeit, wie beispielsweise das Feuermachen mit einem Feuerstein, konnten unsere Schüler hautnah miterleben. Mit moderneren technischen Hilfsmitteln (Bus, GPS, Navi,…) ging es dann wieder zurück nach Filderstadt. (Bt, Rg)

Exkursion ins Auto- und Technikmuseum Sinsheim

„Nicht fort sollt ihr euch entwickeln, sondern hoch hinauf!“ Mit diesem Zitat von Friedrich Nietzsche könnte man die Exkursion zum Technik-Museum in Sinsheim treffend beschreiben. Der Erfinderclub konnte sich selbst ein eigenes Bild darüber machen, wie „hoch“ gewachsen unsere technologisierte Welt heute schon ist. Gemäß dem (olympischen) Motto - höher, schneller, weiter – bestaunten unsere Erfinder unter anderem die Entwicklung moderner Fortbewegungsmittel: angefangen von der ersten motorisierten Kutsche von Carl Benz bis hin zum futuristischen Raketenauto „The Blue Flame“. Weitere Highlights der Exkursion waren das Rutschen aus einem echten Flugzeug, das Betreten des Überschallflugzeugs „Concorde“ sowie eine unvergessliche Reise zu den Sternen im IMAX- Kino bei der 3D-Filmvorführung „Hubble – Verborgenes Universum“. Die Vielfalt dieser Eindrücke regte unsere Erfinder zum Nachdenken an und der Ausflug hinterließ einen bleibenden Eindruck der technischen Errungenschaften von gestern und heute. (Bt, Rg)

"Das Geheimnis aller Erfinder...

... ist es, nichts für unmöglich anzusehen.“

Mit diesem Leitspruch starteten die neuen Erfinder und Leiter des Erfinderclubs in das Schuljahr 2013/14. Nicht nur das Entwickeln von neuen Ideen, sondern auch neue Ziele haben sich die Leiter des Erfinderclubs, Thomas Reißig und Martin Butz, für dieses Jahr vorgenommen. Darunter fallen neben dem produktiven Arbeiten mit technischen Geräten auch Betriebsbesichtigungen, neue Projekte und Kreativ-Workshops. In diesem Zusammenhang konnten die Schülerinnen und Schüler schon ein Methodentraining der Baden-Württemberg-Stiftung für Kreativitätstechniken absolvieren. Jeder Teilnehmer bekam dafür eine Urkunde. Wir dürfen also gespannt sein auf neue kreative Ideen des 22-köpfigen Erfinderclubs des dbg. (Bt)

Die Tüftlerwerkstatt des dbg

Ein lauter Knall zerreißt die Stille im Treppenhaus - die Rakete ist geplatzt!! Die Treppenstufe verhindert glücklicherweise den Abflug der Spitze durch das Treppenhaus. Die Klebestelle hat den Belastungstest nicht bestanden. Das hört sich schon nach einer typischen Erfinderwerkstatt an. Aber so spektakulär geht es nicht immer zu hier im Erfinderclub.

Wir suchen nun schon einige Jahre nach einem Alltagsproblem und natürlich der technischen Lösung desselben, was aber gar nicht so einfach ist. Oft zeigt eine Recherche in der Patent-Datenbank, dass bereits ein anderer an dem Problem dran war, das ist Erfinder-Schicksal. Auf jeden Fall lernen wir, das im Schulunterricht und auch durch viel Eigenarbeit an Theorie Erkannte an einem praktischen Versuch auszuprobieren. Physik, Chemie, Mechanik, Elektrik, Elektronik werden ganz praktisch erlebbar.

Wie kommen solche Themen an eine Schule? Angefangen hat es natürlich nicht so spektakulär. Ein Anruf am DBG mit der Anfrage, ob Interesse an einem Erfinderclub bestehe, stieß auf solches und los ging es. Probleme wurden beschrieben, Lösungen erarbeitet: eine Gürtelschnalle, bei der der Gürtelanfang nicht herunterhängt, ein Bleistiftverlängerer und dann gleich das Dauerthema: die Rakete. Von den Überlegungen zur Antriebstechnik, dem Aufbau der Startrampe mit Startmechanismus, der Entwicklung von Elektronik und Auswurfmechanismus bis zur Berechnung des Fallschirms wurde viel Entwicklungsarbeit in dieses Projekt gesteckt. Viele Aufnahmen gibt es, auf denen die Rakete hochfliegt, oben der Fallschirm heraus geworfen wird und daran kommt pendelnd die Rakete sanft auf die Erde zurück. Unvergesslich, wie die Rakete beim Schulfest in hohem Bogen über das Schulgebäude flog und mit der Spitze voraus ein Loch in den Rasen bohrte, das Rettungssystem versagte - Vorführeffekt oder Murphy? Zum Glück entstand kein Schaden außer dem Totalausfall der Elektronik.

Unter den vielen Ideen, die bei den 'Erfindern' besprochen, berechnet und auch wieder verworfen wurden, fanden immer wieder kleinere Projekte den Weg ans Licht. Unter Anderem konnte eine LED-Lampe mit 230V-Eurobuchse, einschraubbar in ein normales (E27) Lampengewinde entwickelt werden, welche dann in der Schublade verschwand, diese Idee war auch schon von anderen erdacht.

Dann: das sichere Fahrrad, auch mit Versuchsstand und viel Elektronik. Mit automatischem Bremslicht, Fahrtrichtungsanzeiger und vielen Informationen zum Fahrtzustand, unter der Voraussetzung, alles ohne direkten Eingriff in die Mechanik des Fahrrads zu installieren. Ausgestellt auf der IENA, der internationalen Erfindermesse in Nürnberg, konnte diese Idee den zweiten Platz erringen und fand auch Resonanz bei Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Zuletzt der Energie-Harvester, bei dem im Gehen Energie erzeugt und gespeichert wird. Aber auch zu diesem brillanten Energiethema, wie zu vielen anderen Themen, gibt es schon Patente. Einige Aufmerksamkeit konnten wir erlangen bei mehreren Firmen, worauf wir eingeladen wurden, sowie bei Ministerien, beim SWR, in der Zeitung und beim Steinbeis Institut.

Jeden Freitag treffen wir uns kurz nach ein Uhr in unserer Werkstatt, einem Raum, der von der Schule zur Verfügung gestellt und von uns mit Werkbank, Werkzeugschrank und Geräten ausgestattet wurde, um unsere Ideen realisieren zu können. Trotz vieler Schulstunden und zahlreicher Freizeitaktivitäten finden sich regelmäßig zwischen zehn und fünfzehn Schüler, nicht nur aus unserer Schule, bereit, hier ihre Kreativität und Arbeitskraft einzubringen. Leider ist die Bereitschaft von Schülerinnen (oder der Mut?) sich in diesen 'Männerclub' zu verirren sehr gering. Und immer wieder kommen von den nachrückenden Klassen neue Nachwuchs-Erfinder dazu.

So ist der Erfinderclub unter Leitung von Herrn Dolde und seit Kurzem von Herrn Reißig seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres Schulprogramms und ganz typisch für das dbg: Zum einen, weil dort im Team unkonventionell sehr erfolgreich gearbeitet wird und so schon viele Preise und Auszeichnungen errungen werden konnten, womit der Erfinderclub weit über die Schule hinaus schon viel Beachtung fand. Zum anderen, weil mit Herrn Schock, dem Vater einer ehemaligen Schülerin, und Herrn Bernhard, einem Ingenieur im Ruhestand, die beide seit Jahren hochmotiviert dabei sind, Schüler, Eltern und Fachleute von außen beispielhaft zusammenarbeiten – sicherlich ein wesentlicher Teil des Erfolgsrezepts unseres Erfinderclubs!

Uwe Schock

Auszeichnung durch den Verkehrsminister

Unser Erfinderclub hatte mit seiner Entwicklung eines verkehrssicheren Fahrrads an einem vom Land Baden-Württemberg ausgeschriebenen Wettbewerb teilgenommen. Hierbei erreichte er unter ca. 100 Einsendungen einen sehr guten Platz unter den TOP 10. Deswegen durfte er am Freitag, 7. Dezember 2012 nach Stuttgart fahren, um dort den Preis von Verkehrsminister Winfried Hermann (im Bild rechts) entgegenzunehmen. Nach dem anschließenden Buffet ging es mit der S-Bahn wieder zurück nach Filderstadt. (M. Vogler, Kl. 9c)

 

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