Exkursionen

Besuch auf dem Mittelaltermarkt in Esslingen

Am Montag, 04.12.2017 besuchte die Klasse 7d mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Armbruster sowie der Begleitlehrerin Frau Kapeller den Mittelaltermarkt in Esslingen. Da die Schülerinnen und Schüler in Geschichte gerade das Thema Mittelalter und die Zünfte behandeln, war dies ein guter Anlass, einmal zu überprüfen, wie viel Mittelalter wirklich in diesem Mittelaltermarkt steckt. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Aussteller vor Ort interviewen und bekamen allerlei erzählt. Es war ein sehr interessanter und aufschlussreicher Ausflug, denn nicht alles ist Mittelalter, auch wenn es danach aussieht. (Ab)

Fachstellenbesuche: Exkursion Ökumenischer Medienladen Stuttgart

Der vierstündige Religionskurs besuchte im November im Unterricht die ökumenische Fachstelle Medien, die u.a. eine fachliche Anlaufstelle für Referate und GFS in der Kursstufe ist. Wir erhielten eine Einführung in die Bibliothek und die Medien, exemplarisch verdeutlicht an zwei GFS-Themen. Fortgesetzt wird das Programm mit der Fachbibliothek des Pädagogisch-Theologischen Zentrums (PTZ) in Birkach im Januar. (Br)

Studienfahrten 2017

Aktiv-Tour Gardasee – San Benedetto

Wir starteten am Montag, 25.9. hochmotiviert um 8 Uhr morgens an der Schule. Nach einer lustigen, ca. 8-stündigen Fahrt kamen wir gegen 17 Uhr endlich am Gardasee, genauer in Pesciera, an. Wir erkundeten zunächst die Anlage und ließen den Tag abends gemütlich gemeinsam ausklingen. Der nächste Morgen begann mit einem schnellen Frühstück auf der Anlage, bevor wir zum Klettern in die Ortschaft Arco fuhren. Nach einer kurzen Einführung erklommen wir über einen Klettersteig einen nahegelegenen Berg. Die atemberaubende Aussicht, die sich vom Gipfel aus bot, beeindruckte uns alle. Nach der Mittagspause vor dieser Kulisse folgte das Felsklettern, wobei wir uns an unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden versuchten. Nach der anstrengenden Kletterei beendeten wir den Tag mit einem leckeren Eis in der beschaulichen Ortschaft. Auf den Mittwoch freuten wir uns besonders, denn an diesem Tag stand der Ausflug nach Venedig an. Für die meisten war es das erste Mal in der „Inselstadt“ und das besondere Ambiente von Venedig wurde bereits bei der Einfahrt mit der Fähre deutlich. Nach einem typisch italienischen Mittagessen mit Pizza und Pasta genossen wir eine detaillierte Stadtführung durch die Gassen von Venedig, die mit der Besichtigung einer Aussichtsplattform mit traumhaftem Blick über die ganze Stadt endete. Anschließend hatten wir auch noch die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor es um 17 Uhr mit dem Schiff zurück zum Bus ging. Abgerundet wurde der Tag mit einem "Pasta-Abend“ im Restaurant des Campingplatzes. Nach dem anstrengenden, aber schönen Ausflug nach Venedig nutzten wir am Donnerstag die zahlreichen Angebote des Sees. So gingen wir schwimmen, spielten Beach-Volleyball, Tischtennis oder Fußball und außerdem sorgten eine „Slackline“ sowie das Ausleihen von Fahrrädern für Abwechslung. Am Freitag stand schließlich mit dem sogenannten „Canyoning“ ein weiterer sportlicher Höhepunkt auf dem Programm. Dafür fuhren wir in eine nahegelegene Ortschaft, in welcher wir zunächst mit der notwendigen Ausrüstung ausgestattet wurden. Danach kletterten wir drei Stunden durch eine Schlucht, wobei sowohl Sprünge als auch Felsrutschen und durch Wasserfälle-Abseilen inbegriffen waren. Nach dem letzten italienischen Mittagessen wurden nachmittags die offenen Beachvolleyball-Begegnungen ausgetragen sowie mit einem Tretbootrennen die letzte Challenge eingeläutet. Der letzte Tag endete mit Pizza-Essen und einem gemeinsamen Ausklingen des Tages. Am Samstag stand dann die Rückreise an. Nach den zahlreichen sportlichen Aktivitäten waren die meisten ziemlich „kaputt“, sodass sie die Busfahrt hauptsächlich schlafend verbrachten. Insgesamt haben wir als „Aktivtour“ eine sehr schöne Zeit verlebt, wozu vor allem auch das schöne Wetter und die gute Stimmung in der Gruppe beigetragen haben. (Lars Kahle, Kl. 12)

Krakau: Auf Schindlers Spuren...

Eine der diesjährigen Studienfahrten unseres Abiturjahrgangs führte 20 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern, Frau Pätzold und Herr Börner, nach Krakau. Gleich am ersten Tag gab es einen sehr besonderen Ausflug. Wir besuchten das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und das Vernichtungslager Birkenau. Einprägsame Bilder und Eindrücke lassen diesen Tag noch lange nachwirken. Im Laufe der Woche lernten wir die vielfältigen Facetten der ehemaligen Hauptstadt Polens kennen. Die Altstadt mit Tuchhallen, Marienkirche und Adam lockte ebenso wie Kazimierz – das jüdische Viertel – und Nowa Huta – die sozialistische Stadt am Rand Krakaus. Einen besonderen Tag erlebten wir zum Abschluss der Woche – wir besichtigten die ehemalige Emaille-Fabrik von Oskar Schindler. Im Vorfeld der Fahrt hatten wir den Spielberg-Film „Schindlers Liste“ angesehen und uns auf die darin sehr eindrücklich beschriebenen Themen und Orte eingelassen. So saugten wir die Vor-Ort-Atmosphäre nahezu auf, gingen durch das ehemalige Ghetto im Stadtteil Podgorze und fanden Spuren des Arbeitslagers Plaszow. Bewegende, fröhliche, nachdenkliche, überraschende, interessante, nicht alltägliche, alltägliche und spannende Momente wechselten sich ab und machten die Studienfahrt für alle Beteiligten zu einem gelungenen Erlebnis. (Bn, Pä)

Kampanien / Amalfiküste

Am 23. September brachen wir, 19 Schülerinnen und Schüler, in Richtung Italien auf. Dort sollte für eine Woche die Meeresbiologie des Mittelmeeres erkundet werden. Begleitet wurden wir von Frau Drexler und Herrn Reißig. Nach einer ruhigen, aber langen Busfahrt kamen wir am nächsten Tag gegen 16 Uhr auf unserem Campingplatz an. Dieser befindet sich in einem Naturschutzgebiet an der Amalfiküste, ungefähr zwei Stunden entfernt von Neapel. Zuerst durften wir unsere Bungalows beziehen und statteten dem nahegelegenen Strand einen ersten Besuch ab. Am Abend gab es ein erstes Pizzaessen im Restaurant des Campingplatzes. Unser erster Tag begann mit einer Einführung in die Meeresbiologie durch das Team von Uni Mare. Am Vormittag Gelerntes wurde am Nachmittag beim Schnorcheln veranschaulicht. Mittags und abends wurde in kleinen Gruppen gekocht und das schöne Wetter genossen. Am Dienstag stand unser erster großer Ausflug auf dem Programm. Nach etwa zwei Stunden Busfahrt erreichten wir den Vesuv, wo wir von unserem netten Reiseführer empfangen wurden. Wir wanderten einen kleinen, menschenleeren Trampelpfad hoch bis zum Kraterrand, wo uns eine atemberaubende Sicht über Neapel und die Küste geboten wurde. Unser Reiseleiter zeigte uns währenddessen Stellen, an denen heißer Dampf austrat, was einen sehr eindrücklichen Anblick darstellte. Nach dem Abstieg ging es für uns weiter in die Altstadt von Neapel, wo bereits ein weiterer Reiseführer auf uns wartete. Dieser zeigte uns unter anderem eine der vielen Kirchen mit einer bewundernswerten Architektur und eine kleine italienische Eisdiele. Ziemlich erschöpft von dem langen Tag, aber auch um einiges bereichert kehrten wir an diesem Abend zum Campingplatz zurück. Auch am Mittwoch lernten wir bei Uni Mare Neues über Meerestiere und Pflanzen, was wir dann beim anschließenden Schnorcheln direkt vor Ort sehen konnten. Doch das Highlight des Tages war eindeutig das Nachtschnorcheln: Mit Taschenlampen machten wir uns auf den Weg, um nachtaktive Lebewesen zu entdecken. Der Tag vor dem Antritt der Rückfahrt startete mit einer 3-stündigen botanischen Wanderung in die benachbarte Bucht. Während des Spazierens wurden uns diverse, teilweise auch essbare Pflanzen nähergebracht, von welchen man anfangs nicht einmal dachte, dass diese dort wachsen würden. Angekommen im idyllischen, von Felswänden umgebenen kleinen Golf waren alle zunächst über die atemberaubende Landschaft und die aufkommende Urlaubsstimmung erfreut. Nach einer entspannten, stärkenden Mittagspause lehrten uns die Verantwortlichen von Uni Mare etwas über die zahlreichen Fischarten, welche wir während der anschließenden Schnorcheltour bestaunen konnten. Zum Abschluss waren einige Schüler noch gewillt, eine Grotte unter Wasser zu besichtigen, welche sich als atemberaubender Schauplatz für einen sonst nur in der Tiefe vorkommenden Kongaal entpuppte. Nach dieser anstrengenden Tour machten sich alle nach und nach auf den Heimweg und ließen den Abend auf dem Campingplatz ausklingen. Den letzten Tag verbrachten wir hauptsächlich mit Packen und dem Säubern unserer Bungalows, welche wir bis 9:30 Uhr verlassen mussten. Bevor wir die Heimreise mit dem Bus antraten, genossen wir die restlichen Stunden am Strand. Die Woche an der Amalfiküste verging wie im Flug und brachte uns der Natur in einer anderen Umgebung näher. Wir hatten das Glück, jeden Tag interessante Dinge zu lernen und tolle Sachen zu erleben. Hierbei möchten wir uns ganz herzlich bei Frau Drexler und Herr Reißig für eine tolle Studienfahrt bedanken. (Teresa S., Lea H., Magnus M., Nicolas W., Malika Z., Kl. 12)

Hamburg – „Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben!“

Die Stadt an der Elbe war das erste, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht das letzte Mal Ziel einer dbg-Studienfahrt. Nach fünf ereignisreichen und erstaunlich trockenen, aber auch nicht allzu sonnigen Tagen im hohen Norden fiel das Fazit aller Beteiligten gleichsam positiv, ja in vielen Fällen gar begeistert aus. Vielleicht war es ein gutes Omen, in der SUPERbude St. Georg beheimatet gewesen zu sein – neben dieser außergewöhnlichen und mit viel Liebe zum Detail designten Unterkunft hielt die Woche viele weitere Superlative bereit. Die Reeperbahn wusste nicht nur beim Besuch von Udo Lindenbergs Musical „Hinterm Horizont“ zu begeistern, sondern entwickelte auch bei einer kurzweiligen Stadtführung und einigen weiteren Besuchen ein unvergleichliches Flair. Super kreativ zeigten sich die Schülerinnen und Schüler bei unserer Foto-Stadtrallye, hier entstanden einmalige Fotos, angefangen beim Hamburger Original und HSV-Edelfan „Helm Peter“ über den ganz besonderen Charme der „Schanze“ bis hin zur Fotokunst im alten Elbtunnel. Vis a vis mit den Ozeanriesen standen wir im Hamburger Hafen und konnten aus unmittelbarer Nähe Container bestaunen, die wie Legosteine und von Geisterhand gesteuert verladen wurden. Den Riesen der Lüfte, den Airbus A380, durften wir in den Werkshallen Finkenwerder erleben. Welche unglaublichen Dimensionen die weltweit größte Passagiermaschine besitzt, wurde spätestens mit dem Größenvergleich zum A320 deutlich, der in diesem Moment wie ein Spielzeug anmutete. Neben supergroßen Dimensionen kamen im Deutschen-Elektronen-Synchrotron (DESY) insbesondere die Physiker der Gruppe beim Betrachten der Anlage zur Beschleunigung superkleiner Teilchen aus dem Staunen nicht mehr heraus und superschön wurde es last but not least im Treppenviertel von Blankenese. Alles in allem eine super Studienfahrt also, bei der das Erlebnis Hamburg auch auf der rund siebenstündigen Heimfahrt in unseren Köpfen noch stets präsent war. Vielleicht schaffen es ja Udo und die Reeperbahn sogar auf den Abiball, abwarten – wir machen unser Ding! (Pr, Le)

Exkursion auf den Planetenweg

Alle Jahre wieder… verbringt die gesamte Stufe 5 einen Vormittag auf dem Planetenweg in Ludwigsburg, um im Rahmen des Mathematikunterrichts eine Vorstellung für die Abstände zwischen unseren Planeten, ihren Abstand zur Sonne und ihre Größe zu erlangen. Am Mittwoch, den 19.10.2017, war es in diesem Schuljahr so weit. Nach einer etwas beengten Fahrt in einem überhitzten Bus kamen wir schließlich gut gelaunt in Ludwigsburg an.

Auf dem Planetenweg brachten die 5er einiges über die einzelnen Planeten in Erfahrung und begutachteten die zugehörigen Plastiken. Besonders faszinierend waren für die Schülerinnen und Schüler die maßstabsgetreuen Nachbildungen der Sonne und der Planeten – so hebt sich die Sonne mit einem Durchmesser von knapp 1,50 m in der Verkleinerung deutlich von der Erde ab, deren Kugel gerade mal einen Durchmesser von 1,3 cm besitzt.

Nachdem ein paar besonders schnelle Schülerinnen und Schüler bis zum Saturn gekommen waren, machten wir am Schloss Monrepos noch gemeinsam Pause, bevor wir wieder die Heimfahrt antraten. Bei schönem Wetter und mit Taschen voller Kastanien kamen wir schließlich wieder in Filderstadt an. (Zl)

Miteinander unterwegs – voneinander lernen

Im Rahmen des Religionsunterrichtes in allen Klassen 6 zum Thema „verschiedene christliche Kirchen“ besuchten die Gruppen exemplarisch je eine evangelische Kirche (Jakobuskirche) und eine katholische Kirche (St. Stephanus) in Bernhausen. Dabei waren Gemeinsamkeiten und Unterschiede ein Thema, bei dem Schülerinnen und Schüler miteinander und voneinander lernen konnten. (Br)

Neigungskurs Geschichte im Bundesarchiv Ludwigsburg

Für den Neigungskurs Geschichte der J2 begann das Schuljahr mit einer Exkursion: Am Mittwoch, den 13. September, besuchten 15 Nachwuchshistoriker die Außenstelle des Bundesarchivs in Ludwigsburg. Seit der Jahrtausendwende finden sich hier auch die Unterlagen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen. Ein Wortungetüm, das allerdings vor den Taten verblasst.

Dennoch ist ein vermeintlich klarer Schuldspruch von NS-Tätern nicht so einfach. Die Schwierigkeiten einer Aufarbeitung des NS-Unrechts nach rechtsstaatlichen Prinzipien erkannten die SchülerInnen bei der Rekonstruktion des Gangs eines Gerichtsverfahrens des Auschwitzprozesses. Dabei beschäftigten sie sich mit Quellen zu dem Stuttgarter NS-Verbrecher Wilhelm Boger, der mit seinen Foltermethoden traurige Berühmtheit erlangte.

Außerdem bekam der Kurs von den Mitarbeitern des Archivs kompetent Informationen zu der Funktion und der Bedeutung von Archiven, bei einer Hausführung durfte man selbst in Originaldokumenten blättern und in die Torhausausstellung schauen. Eingebettet in die Unterrichtseinheit zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen nach 1945 und der damit verbundenen Frage nach einer deutschen Kollektivschuld konnten viele Fragen beantwortet werden - die eine große nach dem "Warum" jedoch bleibt. (Fe)

Geo-Exkursion ins Ruhrgebiet

Vom 19.- 22.07.2017 begab sich der Erdkunde-Neigungskurs des dbg in Kooperation mit dem ESG auf Exkursion ins Ruhrgebiet. Die Exkursion fand unter Begleitung von Herrn Bohner und zwei Lehrern des ESGs statt, während die Schüler die Exkursion mit vorbereiteten Präsentationen, welche jeweils vor Ort zusätzliche Informationen lieferten, stützten. Mit dem Zug ging es zunächst nach Oberhausen, wo der Gasometer besichtigt wurde. Im Gasometer konnte man eine Ausstellung mit wunderschönen Naturfotografien bestaunen. Außerdem waren auch einige andere Exponate aus der Natur ausgestellt. Im obersten Stockwerk des Gasometers wurde die Erde auf eine weiße Kugel projiziert. Mit einem gläsernen Aufzug konnte man bis unter das Dach des Gasometers fahren und die Erdkugel von oben bestaunen. Leider konnte man aufgrund des Wetters nicht auf das Dach gehen. Nachdem die Besichtigung des Gasometers beendet war, begab sich die Gruppe gemeinsam zum Centro, wo jeder Zeit bekam, sich frei zu bewegen und etwas zu essen. Am späten Abend holte jeder sein Gepäck am Hauptbahnhof in Oberhausen ab und es ging das erste Mal zur Jugendherberge, welche sich in Bochum befand. Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück in der Jugendherberge mit dem Zug zum Stahlwerk Thyssen Krupp nach Duisburg, wo auf einer ca. 3-stündigen Führung leider nur ein Teil des riesigen Firmengeländes und Betriebes besichtigt werden konnte. Dennoch war die Führung höchst interessant und informativ. Anschließend ging es noch in den Landschaftspark und zum Hafen. Beides war auch sehr schön und interessant. Am Freitag nach dem Frühstück stand als Erstes die Besichtigung der Zeche Nachtigall auf dem Plan. Dazu wurde die Gruppe in drei ca. gleich große Gruppen unterteilt, welche etwas zeitversetzt in die Zeche gingen. Die Gänge innerhalb der Zeche waren relativ dünn und man musste sich immer wieder bücken, um nicht an die Decke zu stoßen. Auch diese Führung war sehr interessant und informativ und man hat Dinge über den Bergbau gelernt, die man vielleicht davor noch nicht wusste. Am Mittag ging es dann zur Zeche Zollverein, welche bei einer Exkursion ins Ruhrgebiet natürlich nicht fehlen durfte. Auch dort durften sich die Kurse frei auf dem Gelände bewegen und dieses selbstständig erkunden. Gegen Nachmittag statteten die Schüler auch noch der Villa Hügel einen Besuch ab. Am Samstag stand noch ein kurzer Aufenthalt in Köln und die Besichtigung der Stadt auf dem Programm und anschließend dann die Heimreise mit dem ICE. Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine sehr schöne, informative und abwechslungsreiche Exkursion war. (Annika Borkowski, Sarah Schönleber, Kl. 11)

Taizéfahrt 2017

Mit 41 Leuten, davon zwei Lehrer und drei ehemalige Schülerinnen, brachen wir am Dienstagabend, den 11. Juli 2017 mit zwei Reisebussen nach Taizé auf. Wie auch schon die Jahre davor fuhr das dbg zusammen mit dem Hölderlin-Gymnasium aus Nürtingen ins Kloster Taizé nach Frankreich. Gemeinsame Gruppenphasen, Gottesdienste und Workshops gehörten zu unserem Tagesablauf, dabei hatten wir viele internationale Begegnungen und lernten den Alltag im Kloster kennen. In unserer Freizeit besuchten wir den Garten der Stille oder hielten uns auf dem Zeltplatz auf. Wir ließen den Tag mit gemeinsamen Spielen und Musik ausklingen. Nach den vier Tagen fuhren wir mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen zurück nach Hause. (C. Hans, N. Remus, P. Glatz, Kl. 10b)

Auf Schillers Spuren...

... wandelten am Donnerstag, den 06.07.2017 die Deutschkurse von Frau Schlegel, Herrn Steiner und Herrn Herr (alle J1) in der Schillerstadt Marbach am Neckar. Im Rahmen des Abitursternchenthemas „Naturlyrik“ und in Anbetracht der Tatsache, dass Friedrich Schiller einer der bekanntesten und bedeutsamsten deutschen Literaten ist, konnten die Schüler/innen im Schiller-Nationalmuseum und im Literaturmuseum der Moderne (LiMO) einen umfassenden Einblick in das Leben und Schaffen Schillers gewinnen und wurden ferner an eine Auswahl literarischer Werke der neueren und neuesten deutschen Literatur herangeführt, die jeweils als Original-Manuskripte ausgestellt waren. Da der thematische Schwerpunkt der Exkursion auf Schillers Gedichten und der Naturlyrik diverser Schriftsteller/innen im Speziellen lag, bereiteten zwei Kurse im Unterricht eigene lyrische Texte zum Thema „Naturgewalt(en)“ vor, die mittels der Methode einer Schreibstaffel entstanden sind und vor dem Schiller-Denkmal rezitiert wurden. Somit war die Exkursion ein Tag, der durch und durch im Zeichen der Lyrik stand und einmal mehr begreifbar machte, dass das, was uns der gymnasiale Deutschunterricht zu lehren versucht, keine „tote Materie“, sondern vielmehr ein Stück unseres Alltags und Lebens ist. (Hr)

Exkursion ins Residenzschloss Ludwigsburg

Am 06.07.2017 fuhren wir mit Frau Hekermans und Frau Richter nach Ludwigsburg, wo wir uns das Residenzschloss anschauten. Ausgehend von unserem Thema aus dem Geschichtsunterricht, dem Absolutismus, wollten wir uns den Absolutismus in Württemberg anschauen. Wir hatten zunächst im Hof des Schlosses eine Einführung in das absolutistische Leben des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig, anschließend wurden wir durch das Jagdschloss, den ersten Bau der Schlossanlage, geführt. Danach haben wir im Hauptschloss viel über das Leben am herzoglichen Hof (Bälle, Empfänge, Audienzen, Gewohnheiten...) erfahren. Interessant war für uns, dass das prunkvolle Leben in Ludwigsburg auch für einen Herzog und nicht nur für einen französischen König in der Zeit des Absolutismus möglich war. (SchülerInnen der Kl. 7a)

Tour XXL Filderstadt

Am 5. Mai 2017 nahmen die Schülerinnen und Schüler unserer 5. und 6. Klassen an der Tour XXL durch Filderstadt teil. Alle Beteiligten hatten viel Spaß bei verschiedensten Spielen und Aktivitäten. (Ru)

Geo-Exkursion auf die Schwäbische Alb

Vom 24.04 bis zum 25.04.2017 begab sich der Geographie-Neigungskurs der elften Klasse auf eine Exkursion zur Schwäbischen Alb. Begleitet von Herrn Bohner und Frau Wallrich wurden unter anderem der geologische Lehrpfad, der Uracher Wasserfall und die Schillerhöhle besucht. Der Ausflug wurde von Präsentationen vor Ort gestützt, die die Schüler vorbereitet hatten. Dies war jedes Mal die Gelegenheit zu einer Pause, die dringend nötig war. Genächtigt wurde in dem ‘Haus Auf Der Alb’ in Bad Urach. Nach den zwei Tagen und ungefähr 20 zurückgelegten Kilometern war Muskelkater vorprogrammiert. (Hanin Mhdawi, Kl. 11)

„Offline – das Leben ist kein Bonuslevel“

Im Rahmen der diesjährigen Schulkino-Wochen sahen sich die Klassen 9b und 9c am Montag, 20. März 2017 im Metropol (Stuttgart) die Komödie „Offline“ an. Der Film des jungen Regisseurs Florian Schnell handelt von dem 17-jährigen Schüler Jan, der im „realen Leben“ eher schüchtern, zurückhaltend und unauffällig ist, in der „virtuellen Welt“ eines Online-Spiels jedoch ein anerkannter und heldenhafter Krieger. Während sich Jan auf ein großes Online-Turnier vorbereitet, wird sein Account gehackt – für Jan, der sein Leben auf die virtuelle Realität ausgerichtet hat, eine Katastrophe. Gemeinsam mit Karo, deren Account ebenfalls gehackt worden ist, macht er sich auf, seinen virtuellen Status zurückzuerobern – und lernt dabei eine für ihn ganz neue Offline-Welt kennen und schätzen. Eine unterhaltsame Komödie mit einem durchaus ernsten, zum Nachdenken anregenden Hintergrund. (Ru)

Relikurs in der Vesperkirche in Nürtingen

Am 14. Februar unterstützte der 4-stündige Relikurs (Kl. 12) begleitet von Herrn von Scholz das eingespielte Team der Vesperkirche in Nürtingen. Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Gerechtigkeit“ hatten wir uns davor mit Armut in Deutschland auseinandergesetzt und konnten nun ein entsprechendes Angebot der Kirche selbst kennenlernen und daran mitwirken. Die Vesperkirche öffnet jedes Jahr in der Wintersaison und bietet ein Mittagessen in der Kirche an – mit anschließendem Kaffee und Kuchen, für einen eher symbolischen Preis. Die relativ große Gruppe ehrenamtlicher Helfer hieß uns herzlich willkommen und freute sich über unsere Unterstützung. Unsere Aufgaben waren sehr unterschiedlich. Wir waren in der Spülküche, beim Geschirrdienst und bei der Kinderbetreuung eingesetzt, halfen beim Getränkeausteilen und beim Essenservieren. Knapp 300 Essen wurden an Junge und Alte, Obdachlose und Flüchtlinge, arme und auch weniger arme Menschen ausgegeben. Es war ein sehr arbeitsamer Tag, doch es hat uns viel Spaß gemacht, die Arbeit der Vesperkirche kennenzulernen und uns tatkräftig einzubringen. Vor allem war es eine schöne Erfahrung zu sehen, wie alle zusammengeholfen haben, dass ein solches Angebot möglich ist. (Luisa Sausmikat, Kl. 12)

Neigungskurse Geschichte und Gemeinschaftskunde auf Exkursion in Bonn

Am Freitag, den 10.02.2017 begaben sich am Morgen alle Schüler des Geschichtskurses Kl. 12 und drei Schüler des Gemeinschaftskundekurses auf Exkursion in unsere ehemalige Bundeshauptstadt Bonn. Nach einer kurzweiligen Zugfahrt kamen wir gegen Mittag in Bonn an. Hier war unser Ziel das Haus der Geschichte. Da dieses Museum die deutsche Geschichte seit 1945 behandelt, begegneten uns in der umfangreichen Ausstellung nicht nur für die Historiker, sondern auch für die GK-ler interessante Exponate. So konnten wir in den originalen Sitzungssaalsesseln des Bonner Bundestags Platz nehmen und den Reden von prägenden Politikern wie Franz-Joseph Strauß oder Herbert Wehner lauschen. Zwar stand die Politik im Vordergrund der Ausstellung, aber auch andere Inhalte der Zeitgeschichte wurden behandelt. Zum Beispiel in einem Kinosaal, eingerichtet wie in den 1950er Jahren, konnten wir für diese Zeit typische Filme anschauen oder konnten uns in einer Bar aus den 60ern in die Zeit des Rock´n`Rolls hineinversetzen. Das Museum ist also sehr interessant, vor allem durch viel Interaktivität macht die Beschäftigung mit unserer Geschichte sehr viel Spaß. Gerade im Hinblick auf das bevorstehende Abitur war die Ausstellung sehr informativ für uns und wird sicher dem ein oder anderen in der Prüfung helfen können. Am Abend waren wir dann alle in der Bonner Innenstadt unterwegs. Jedoch nicht zu lange, um am nächsten Morgen frühmorgens wieder mit dem Zug nachhause fahren zu können. Während der Exkursion bemerkten wir, dass dies ja unsere letzte in unserem Schulleben war, aber vor allem auch eine der interessantesten! Uns bleibt daher nur noch, uns bei Frau Hekermans und Frau Hümmer-Fuhr für die gute Planung zu bedanken! (K. Edelmann, M. Lausmann, Kl. 12)

Politisch-historische Tage in Berlin

Wir, die Klassen 10abc, verbrachten vier tolle Tage in Berlin, in denen die politische und historische Bildung im Mittelpunkt stand. Am Tag der Anreise, dem 18.01.2017, erkundeten die 10b und 10c die Stadtmitte bis zum Brandenburger Tor und hatten anschließend Zeit, alleine die Stadt unsicher zu machen. Unterdessen erhielt die 10a eine Führung durch die Berliner Unterwelten und erfuhr Interessantes zum Thema „Mauerdurchbrüche“. Der nächste Tag war eher politisch geprägt. Wir starteten jeweils in verschiedenen Ministerien: Die Klasse 10a besuchte das Ministerium für Wirtschaft und Energie, die 10b das Auswärtige Amt und die 10c das Ministerium der Finanzen. Anschließend bekamen wir die Chance, mit einem Abgeordneten aus unserem Wahlkreis zu diskutieren und einer sehr lebendigen Bundestagsdebatte zuzuhören. Danach genossen wir eine wunderschöne Aussicht auf Berlin von der Reichstagskuppel, besuchten anschließend das sehr eindrückliche Holocaust-Mahnmal und beendeten den Tag in Kleingruppen, z. B. auf dem Fernsehturm oder in der „Mall of Berlin“. Der Freitag brachte uns die Geschichte des geteilten Deutschlands näher. Zunächst besuchten wir die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße und anschließend die Gedenkstätte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen, wo wir jeweils aufschlussreiche und kurzweilige Führungen erhielten. Bevor wir am Samstag wieder die Rückreise antraten, bewunderten wir noch die Kunstwerke der East-Side-Gallery. Abschließend lässt sich sagen, dass die politisch-historischen Tage in Berlin sehr informativ und bereichernd waren. (Emma Hubrich, Marisa Schönfuß, Kl. 10c)

Neigungskurs im Haus der Geschichte

Am Dienstag, den 31. Januar 2017 hat sich der 4-stündige Geschichtskurs auf den Weg nach Stuttgart gemacht, um das Haus der Geschichte zu besuchen. Dort wurden wir freundlich empfangen und durch die Ausstellung geführt. Gemeinsam bestaunten wir verschiedene Objekte aus der jeweiligen Epoche. Jeder Raum war seiner Zeit angepasst, indem die Wände und Böden thematisch gestaltet waren. Dadurch wurde die Stimmung der jeweiligen Epoche anschaulich vermittelt.

Die Exkursion stand unter der Überschrift "Migration". Daher sahen anschließend alle in Partnerarbeit einen kurzen Film über einen Migranten oder Immigranten an - in einem großen Koffer sitzend. Darüber fertigten wir kurze Präsentationen an, die den anderen Teams vorgestellt wurden. Daraufhin gingen wir in einen Seminarraum, wo wir in kleinen Gruppen ein weiteres Video oder einen Text eines Aus- oder Einwanderers sahen beziehungsweise lasen. Dazu wurde erneut eine Präsentation angefertigt und vorgestellt.

Am Ende reflektierten wir die verschiedenen Geschichten. Wir kamen zu dem Entschluss, dass Immigration beziehungsweise Migration multikausale Gründe hat. Jede der Geschichten, die wir gehört und gesehen hatten, war auf ihre eigene Art besonders und beeindruckend. Oft fragten wir uns, ob die Flucht gezwungen oder freiwillig war. In den meisten Fällen konnten wir keine klare Entscheidung treffen, was uns zeigte, wie zwiespältig das Thema Migration ist.

Zusammenfassend haben wir viele neue Facetten und Informationen über Migration kennengelernt. Der Workshop sowie die Ausstellung haben uns gut gefallen. Vielen Dank an das Haus der Geschichte und unsere Lehrerin Frau Feuer, die uns diesen interessanten Ausflug ermöglicht haben. (Malie Johanning, Kl. 11)

Ausflug in den Strafvollzug

Raub und schwere Körperverletzung, Knast, und das war’s dann – zumindest in aller Regel. Dass es auch anders geht, erfuhren die Schülerinnen des Neigungskurses Religion Kl. 12 am Freitag, 13.01.2017 bei ihrem Besuch im Strafvollzug in freier Form im Seehaus in Leonberg. Ein zu zwei Jahren Haft verurteilter Jugendlicher stellte uns das Konzept des Seehauses vor. Besonders beeindruckt waren wir von dem voll gepackten Alltag, der um 5.35 Uhr beginnt und nach Frühsport, Schule, betrieblicher Ausbildung, zahlreichen Diensten im Haus und Hausaufgaben mit nur wenigen kurzen Unterbrechungen erst um 22.00 Uhr endet... Ob unsereins da mithalten könnte? Für die Jugendlichen dort ist es aber vielleicht die einzige Chance, ihrem Leben noch eine positive Wende zu geben! Uns jedenfalls überzeugte das Konzept mit den Schwerpunkten Wiedergutmachung und Täter-Opfer-Ausgleich, familiäre Wohngruppen, positive Gruppenkultur, Vermittlung von Werten und Förderung von Talenten und beruflicher Perspektive. Für einen rundum gelungenen Ausflug hätte lediglich das Wetter noch etwas freundlicher sein können... (So)

Auf dem Planetenweg

Wir, die Klassen 5a, 5b und 5c, waren am 10.11.2016 in Ludwigsburg auf dem Planetenweg. Zu Fuß sind wir nach Bernhausen zur S-Bahn gelaufen und dann nach Ludwigsburg gefahren. Auf dem Planetenweg waren circa alle 60 Meter kleine Stationen aufgebaut. Diese waren mit einem kleinen Text über den jeweiligen Planeten versehen. Dazu haben wir am Anfang ein Arbeitsblatt mit einem Lückentext bekommen, wel-chen wir im Team mit den Informationen ausfüllen sollten. Auf der Rückseite musste man das Symbol malen und den Planeten in Blindenschrift schreiben. Bis auf das Wetter war es sehr toll: Es war sehr kalt und fast alle haben gefroren. Alle hatten Spaß und es war sehr lehrreich. Wir danken unseren Lehrerinnen und Lehrern, dass sie uns so toll begleitet haben. (Amelie Z., Kl. 5)

London - Rom - Giglio: Studienfahrten 2016

Drei tolle Ziele standen unseren Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 12 in diesem Jahr für ihre Studienfahrten zur Auswahl. Neben zwei klassischen Städtetrips, London und Rom, verbrachte eine Gruppe ihre Studienfahrt mit einer meeresbiologischen Exkursion auf der kleinen italienischen Insel Giglio. Im Folgenden berichten Schüler/innen von ihren Fahrten.

London

Vom 23. - 27.10.2016 lernten 19 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Fr. Zeller und Fr. Homrighausen Großbritanniens Hauptstadt kennen. Nach der ersten Fahrt mit der "Tube" war der Montag geprägt von Sightseeing: Wachwechsel am Buckingham Palace, Westminster mit Big Ben und dem Regierungsviertel sowie dem Trafalgar Square. Nach einem Besuch des Camden Lock Market endete der erste Tag mit einem Gang über die beleuchtete Tower Bridge. Der Dienstag begann mit einer Führung durch das Globe Theatre, das Shakespeares eigenem Theater aus dem 16. Jh. nachgebaut ist. In einem Workshop mit einem Mitglied der Royal Shakespeare Company war das schauspielerische Talent gefordert. Es folgte ein Besuch im Tate Museum of Modern Art. Am Abend ließ es sich die ganze Gruppe in einem asiatischen Restaurant schmecken. Danach machte sie sich auf den "Jack the Ripper Walk". Jack the Ripper war ein Serienmörder, der im 19. Jh. im East End sein Unwesen trieb. Die Schüler erfuhren einiges über die Londoner Geschichte und über die Theorien, wer der Mörder tatsächlich war, denn dies hat man bis heute noch nicht herausgefunden. Am Mittwoch stand das Emirates-Stadium des FC Arsenal auf dem Programm. In den Kabinen, in denen sich sonst Mesut Özil oder Per Mertesacker die Schuhe schnüren, durften die Schüler Premier-League-Atmosphäre schnuppern. Später besuchten wir das Natural History Museum. In der Freizeit konnten die Schüler London auf eigene Faust erkunden. Auch die kulinarische Vielfalt wurde reichlich getestet, z.B. mexikanische, britische und indische Küche. Eine ruhige Bootsfahrt auf der Themse bildete am Donnerstag den Abschluss einer gelungenen Studienfahrt. Die Rückreise wurde jedoch von Stress überschattet: Der Flug nach Stuttgart wurde abgesagt, doch die beiden Lehrerinnen organisierten die Rückreise noch für denselben Tag. Vielen Dank deshalb nochmal an Fr. Zeller und Fr. Homrighausen und natürlich der ganzen Gruppe für eine tolle Studienfahrt. (Patrick Steinle)

Rom

Am Sonntagvormittag, 23.10.16, machten sich 25 Schülerinnen und Schüler der J2 des dbg mit Frau Feuer und Frau Brielmaier auf den Weg nach Rom. Dort angekommen bezogen wir erst einmal unsere Zimmer und aßen alle gemeinsam zu Abend. In den folgenden Tagen besuchten wir das Kolosseum, den Konstantinbogen und andere antike Bauwerke auf dem Forum Romanum. Außerdem besuchten wir natürlich die neu renovierten Bauwerke wie den Trevibrunnen oder die Spanische Treppe. Ebenso konnten wir am Mittwoch, 26.10., an der Audienz des Papstes teilnehmen, was für viele ein Highlight war, diesen aus unmittelbarer Nähe zu sehen. Außerdem hatten wir an den Tagen zuvor einen tollen Einblick in die Vatikanischen Gärten und den Petersdom bekommen, von dessen Kuppel wir eine beeindruckende Aussicht über Rom, bei Sonnenschein in der Abendsonne, genießen durften. Der Besuch in den Katakomben war genauso interessant und natürlich das Stadtleben auf dem Campo di Fiori, der Piazza Navona und den vielen Restaurants, Plätzen und Bars. Wir bedanken uns bei Frau Feuer und Frau Brielmaier für diese abwechslungsreiche wie auch sehr lehrreiche Woche in Rom! (Franziska Wörner)

Giglio

Nach einer langen Busfahrt und der schaukligen Fährenüberfahrt sahen wir sie: die kleine Insel Giglio im italienischen Mittelmeer, deren kleiner Ort Campese für knapp eine Woche vom 21.10.2016 bis zum 28.10.2016 unser Zuhause war. Organisiert und begleitet wurde die Studienfahrt von Frau Drexler und Herrn Reißig.

Nach dem Motto "Beach please" wollten wir 28 Schülerinnen und Schüler die Insel erobern. Zwar wussten wir alle von Anfang an schon grob, was unser Programm sein sollte, und doch hielt es für uns einige Überraschungen bereit: Wunderschöne Aussichten von den erklommenen Gipfeln der Berge Giglios, versteckte Buchten mit glasklarem Wasser, Schnorchel-Erlebnisse mit interessanten Meeressbewohnern wie Seegurken und Kraken bei Tag und Nacht und an zwei Tagen Sonne, Sonne, Sonne! Giglio ist eine knapp 9 km lange und 4,5 km breite Insel, südöstlich von der bekannten Insel Elba gelegen. Durch das Schiffsunglück der Costa Concordia im Jahr 2012 kam sie in die Schlagzeilen. Doch den leidenschaftlichen Tauchern im Mittelmeer ist die Insel schon länger ein Begriff, denn Unterwasser hat Giglio einiges zu bieten. Mit seiner sauberen Meeresküste gehört die Insel zu den aufregendsten Tauchplätzen des Mittelmeers. Und die Wanderer kommen auch auf ihre Kosten: Die höchste Erhebung der Insel ist mit einer Höhe von 496 m der Poggio della Pagana. Aber auch sonst gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu genießen, denn 90 % der Insel sind naturbelassen! Da unsere Studienfahrt einen sportlichen und biologischen Schwerpunkt hatte, war das Reiseziel mitten im Mittelmeer perfekt. Wir bekamen die einmalige Chance, an einem meeresbiologischen Kurs teilzunehmen und hatten darüber hinaus hervorragende Bedingungen zum Schwimmen und Schnorcheln. Die Tage begannen immer mit dem meeresbiologischen Kurs, der uns vom Institut für Marine-Biologie vor Ort in Campese angeboten wurde. Insgesamt war dieser Kurs sehr informativ und interessant gestaltet, da auch die Vorträge sehr kurzweilig und angenehm waren. Wir werden sicherlich alle nie vergessen, dass Seesterne und Seeigel zum selben Stamm (der Stachelhäuter) zählen, obwohl sie sich augenscheinlich doch sehr unterscheiden. Und dass sich der Einsiedler-Krebs eine Anemone zum Schutz auf sein "geklautes" Schneckenhaus setzt, um sich durch die Nesseln der Anemone zu schützen (die Symbiose und Beziehung geht sogar so weit, dass vereinzelte Krebse beim Umzug in ein neues Schneckenhaus ihre Anemone mitnehmen). Das Besondere in diesem Kurs war jedoch, dass wir lebendige Tiere und Pflanzen mikroskopisch untersuchen und bestimmen durften. Da der Kurs vormittags stattfand, sorgten wir in den Mittagspausen in unseren Appartements für unser leibliches Wohl, WG-mäßig versteht sich, denn die 4er- bis 7er-Wohnungen verlangten Selbstorganisation, die auch gut klappte und echt Spaß gemacht hat. Am Nachmittag startete jeweils das von den Lehrern geleitete Programm, das sehr abwechslungsreich war: sehr sportlich und erfrischend zugleich. Dem sportlichen Schwerpunkt unserer Reise gerecht werdend, haben wir z. B. eine Wanderung zum Hauptort der Insel unternommen: Giglio Castello, ein Ort, der 405 m über dem Meeresspiegel liegt. Auf dem steilen Weg nach oben haben wir den Erdbeerbaum entdeckt, ein Baum mit sehr süßen und leckeren Früchten. Von dort hatten wir eine wunderschöne Aussicht und konnten Campese, unseren Wohnort, von oben bewundern. Die Geschichte und Besonderheit von Giglio Castello wurde in einem Referat erläutert. Weitere Referate, u.a. zu den Themen Schnorcheln, Ölbaum, Costa Concordia, Speisefische und Kulturlandschaft im Mittelmeerraum, wurden ebenfalls in ungewöhnlicher Umgebung, zum Beispiel auf den Felsklippen, am Strand oder in einer versteckten Bucht, gehalten. Am Mittwochabend erwartete uns ein Highlight: Nacht-Schnorcheln! Dabei wurden Kraken, Sepias, Stachelrochen und viele Raubfische, die sich nur im Dunkeln zeigen, gesichtet. Besonders beeindruckend war das, von Dinoflagellaten verursachte, Meeresleuchten. Für alle, die nicht beim Nachtschnorcheln dabei waren, wurde als Ersatz die Besichtigung und Besteigung einer Fledermaushöhle (es wurden Babyfledermäuse gesehen) angeboten und ein anschließendes Erklimmen einer geheimen Aussichtsplattform, die einen einzigartigen Blick über die Bucht von Campese erlaubte.

Die Woche auf Giglio verging wie im Flug und hat uns jeden Tag etwas Spannendes und Schönes geboten. Es tat auch mal gut, vom Alltag abzuschalten und die Natur einer anderen Umgebung zu entdecken. (Sophie Planer, Wei Chen)

Schullandheim auf der Burg Altleiningen

106 Schülerinnen und Schüler des dbg haben eine Burg für sich erobert – vom 26. bis 30. September verbrachten die vier 6. Klassen ihr Schullandheim in der Jugendherberge auf der Burg Altleinigen in der Pfalz.

Nach der Ankunft konnten die Kinder per Quiz-Rallye die Burg erkunden und anschließend ihre Zimmer beziehen. Die Woche war gefüllt mit Geländespielen im nahe gelegenen Wald, einem Besuch im Kalkbergwerk, interessanten Infos sowie Handwerkskünsten im Keltendorf, einer Wanderung zum Minigolfen, sportlichen und kreativen Workshops, einem Film- und Fußballabend und einer spannenden Nachtwanderung mit anschließendem Knüppelbrot im Burghof. Trotz der vielen Angebote kam auch die Freizeit zum Spielen und „Sporteln“ nicht zu kurz. Zum Abschluss ließen die Kinder mit ihren sehr unterhaltsamen Beiträgen den Bunten Abend zu einem vollen Erfolg werden. (Fe)

Taizéfahrt 2016

32 Schüler/innen und Lehrkräfte verbrachten Mitte Juli vier Tage im ökumenischen Kloster in Taizé/Frankreich. Das Leben in der Zeltstadt und in einfachem Lebensstil gab uns die Möglichkeit nachzudenken, was wirklich wichtig im Leben ist. Bei den drei Gottesdiensten am Tag, in denen viel gesungen wurde, gab es immer eine lange Zeit der Stille. Wir haben viel Zeit in Gruppen und Gesprächen mit Menschen anderer Länder/Kontinente verbracht. Wir konnten neue Leute kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln. Ein friedliches Miteinander von mehreren tausend Jugendlichen verschiedener Länder ist möglich und war beeindruckend. Nach dem Schulstress sind wir zur Ruhe gekommen, Gespräche und Vorträge mit Brüdern aus Taizé gaben Impulse, über das eigene Leben und verschiedene Formen von Religion nachzudenken. Bei Workshops gab es interessante Impulse zu Themen wie der Flüchtlingsfrage und dem Miteinander von Religionen. Die Zeit hat sich für alle gelohnt!

Die Taizéfahrerinnen und -fahrer

Betriebsbesichtigung im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen

„Produktion hautnah“ – unter diesem Motto bietet die Daimler AG Betriebsbesichtigungen im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen an. Passend zum Thema des zweiten Halbjahres – Sektor: Unternehmen, zugleich eines der Schwerpunktthemen des schriftlichen Abiturs – ließ sich der vierstündige Wirtschaftskurs der Kl. 11 diese Gelegenheit nicht entgehen und besuchte am Mi., 13.07.2016 den Produktionsstandort Sindelfingen, an dem ca. 35.000 Mitarbeiter/innen beschäftigt sind – in der Tat hat auch das Gelände die Dimensionen einer kleinen Stadt. Nach einem kurzen Einführungsvideo startete die Besichtigung im Presswerk, wo die Karosserieteile entsprechend zugerichtet werden. Anschließend besuchte die Gruppe die Montage, wo exemplarisch verschiedene Produktionsschritte nachvollzogen werden konnten. Das Ende bildete die sogenannte Hochzeit, also die Zusammenführung von Karosserie und Motor/Antriebsstrang.

Eine sehr informative Exkursion, bei der theoretische Inhalte des Unterrichts greifbar – „hautnah“ eben – erlebt werden konnten. (Ru)

Betriebsbesichtigung bei der Firma Pilz in Nellingen – "The Spirit of Safety"

Der zweistündige Geographiekurs der Jahrgangsstufe 11 von Frau Zeller besichtigte am Montag, den 04.07.2016, die Firma Pilz in Nellingen. In einer Präsentation und einem Rundgang durch die neue Produktionshalle und die Ausbildungswerkstatt lernte der Kurs die Entwicklung eines Familienbetriebes zu einem global agierenden Unternehmen kennen, das sich auf Sicherheitssysteme und Automatisierung spezialisiert hat. Die im Unterricht behandelten Fragestellungen zu Standortwahl und Produktionskonzepten wurden durch den Besuch eines mittelständischen Unternehmens aus der Region lebendig gemacht und konkret veranschaulicht. Wir danken der Firma Pilz, dass sie uns diese Einblicke ermöglicht hat. (Ze)

Klostertage Triefenstein

Vom 22.-26. Juni 2016 war der Neigungskurs Religion zu Besuch im Kloster Triefenstein am Main, dem Hauptsitz der evangelischen Christusträger-Bruderschaft. Nach einer langen Zugreise waren wir erst einmal froh, unsere Zimmer in dem alten Augustinerkloster und ehemaligen Schloss und Fürstensitz zu beziehen. Den Abend ließen wird dann mit einem Gitarrenkonzert in der Klosterkirche ausklingen und tauchten in die Ruhe des Klosters abseits unseres Alltags ein.

In den nächsten Tagen lernten wir das Leben im Kloster kennen – gemäß der klösterlichen Regel „ora et labora“: um sechs Uhr Morgengebet, vormittags Impulse und Bibelgespräche mit Brüdern der Gemeinschaft, nachmittags dann die Arbeit rund ums Haus: Unkraut jäten, Hecke schneiden und Löcher graben. Dank des sommerlichen Wetters war die Arbeit auch ausreichend anstrengend. Gerade noch pünktlich schafften wir es frisch geduscht zum Abendgebet um 18.00 Uhr in die Kirche. In der Freizeit verbesserten wir unsere Billard- und Tischkickerfertigkeiten oder spielten Tischtennis und Kartenspiele. Das war „luschdig!“ (Zitat Bruder Felix) Außerdem lernten wir die Arbeit der Brüder in Kabul und im Kongo kennen. Bruder Schorsch, seit 45 Jahren in Afghanistan, erzählte uns von seinem Leben in diesem aufregenden Land. Trotz der Kürze unseres Aufenthalts haben wir es geschafft, in die Geschichte des Klosters einzugehen: Mit 150 Runden brachen wir den Rekord der meisten Runden im eisigen Wasser des Brunnens im großen Innenhof. Nach einem aufregenden Räuber-und-Gendarm-Spiel mit Bruder Felix schlossen wir unseren letzten Tag mit einem Lagerfeuer und Stockbrot ab. „Sagenhaft!“

Schnell ging die Zeit vorbei und wir sind wieder zurück aus der Abgeschiedenheit des Klosters in unserem Alltag. Es war eine gute Erfahrung, nach getaner Arbeit zu sehen, was man erreicht hat. Wir hatten vier sehr intensive und gefüllte Tage, die uns auch als Gruppe näher zusammen gebracht haben. Wir danken Herrn von Scholz für die Begleitung! (Luisa Sausmikat, Kl. 11)

Exkursion zur Vesperkirche Nürtingen und zum Diakonieladen nach Bernhausen

Bereits im Januar 2016 besuchte der evangelische Religions-Kurs der 11. Klasse mit Frau Hekermans, im Rahmen einer GFS, die Vesperkirche Nürtingen, bei welcher die Schülerinnen und Schüler tatkräftig mithelfen durften. Geöffnet hatte die Vesperkirche vom 17. Januar bis zum 7. Februar, täglich ab 11:30, um Bedürftigen oder auch einfach nur Besuchern eine günstige und warme Mahlzeit zu bereiten. Darüber hinaus wird auch mit ärztlicher Hilfe oder Freizeitprogrammen für Kinder gesorgt. Die Helfer der Lutherkirche nehmen ehrenamtlich daran teil, etwas Gutes zu tun und Menschen, denen es nicht gut geht, zu unterstützen. Wir Schüler wurden in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt wie z.B. Service oder Spüldienst. So verschieden die Aufgaben, waren jedoch nicht die Meinungen und Erfahrungen, da jeder zwar von der anstrengenden Arbeit geschafft war, aber auch sehr viel Positives mitnehmen konnte. Nach dem Motto „gemeinsam an einem Tisch“ regte der Tag viele zum Nachdenken an und zeigte, wie wichtig es ist, zu geben und einander Beistand zu leisten. (Jonathan Schrag und Justin Wenczel, Kl. 11)

Ähnliches haben wir im Juni beim Besuch des Diakonieladens in Bernhausen erfahren. Hilfe vor Ort - für viele alte Menschen, Flüchtlinge und andere Bedürftige, ist diese Einrichtung der Diakonie Anlaufstelle in vielerlei Hinsicht. Im Rahmen des Seminarkurses „Auf der Suche nach dem Glück“ haben wir den Diakonieladen besucht, um der Frage nachzugehen, wie man Menschen zu einem besseren Leben verhelfen kann – sicherlich nur im Kleinen – aber das immer wieder. Einige Besucher kommen sogar täglich, um im Diakonieladen Lebensmittel für den täglichen Gebrauch zu kaufen. Vielen geht es aber auch um den persönlichen Austausch und das Pflegen sozialer Kontakte, die sie aufgrund von Sprachschwierigkeiten oder Einsamkeit nur schwer haben können. Belastet ist der Diakonieladen – inklusive der Fildertafel - durch besser kalkulierte Einkäufe der Supermärkte – d.h. für die Tafel, dass weniger Lebensmittel im Diakonieladen angeboten werden können. Bei der stark gestiegenen Anzahl der Bedürftigen durch Asylsuchende, ist dies zu einer frustrierenden täglichen Erfahrung für die Mitarbeiter des Diakonieladens geworden – dass sie nicht jedem Menschen das preisgünstig bieten können, was er an materiellen Dingen benötigt. Deutlich gemacht wurde die Hilfe, die wir unkompliziert leisten können – sei es durch die Abgabe von nicht benötigten, aber noch frischen und noch verzehrbaren Lebensmitteln oder das Spenden von noch tragbaren Kleidungsstücken oder sinnvollen Haushaltsgegenständen, Büchern, Spielen. Ein kleines Stückchen Glück, das wir weitergeben können – d.h., dem Nächsten Aufmerksamkeit schenken und auch einen weitsichtigeren Umgang mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen gewinnen. (Hk)

Besuch der 9. Klassen in der Gedenkstätte Dachau

Die 9. Klassen des dbg besuchten am Dienstag, den 7. Juni 2016, das Konzentrationslager Dachau. Wir wurden über das Gelände geführt und bekamen von den Referenten der Gedenkstätte einiges über die schreckliche Vergangenheit erzählt. Außerdem hatten wir Schüler in Kleingruppen Vorträge zu unterschiedlichen Stationen vorbereitet, die wir dann vor Ort hielten. Dabei konnten wir vieles lernen. Zuerst betraten wir das Gelände durch ein Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“. Doch „frei“ bedeutete für die Menschen damals übersetzt „tot“. Dann standen wir auf dem riesigen Appellplatz – es war sehr schwer sich vorzustellen, dass dieser nun ziemlich leere Platz damals mit tausenden Häftlingen gefüllt war. Anschließend besichtigten wir den Bunker, wo Menschen unter anderem mit Dunkel- oder Stehhaft gefoltert worden waren. In der Ankunftshalle mussten die Gefangenen alles ablegen: ihren Besitz, ihre Kleidung, aber auch ihren Namen und damit ihre Identität. Sie betraten den Raum als Menschen und verließen ihn als Nummern. In der Wohnbaracke erfuhren wir viel über die Kontrolle über die Gefangenen und bekamen eine Vorstellung von der unglaublichen Enge. Weitere Stationen waren die Sicherungsanlagen und das Krematorium. Auch wenn wir uns das Grauen und den Schrecken der damaligen Zeit nicht richtig vorstellen können, waren die Minuten in dem Krematorium grauenvoll. Abschließend sahen wir noch einen kurzen Dokumentarfilm. Die Exkursion war sehr eindrucksvoll und lehrreich – diesen Tag werden wir bestimmt nie wieder vergessen. (Emma Hubrich, Kl. 9c)

Synagogenbesuch der Klassen 6

Am Montag, 5. Juni 2016, besuchte die Klassenstufe 6 die israelitische Gemeinde mit ihrer Synagoge in Stuttgart und den jüdischen Teil des Hoppelaufriedhofs. Nach der Fahrt mit der S-Bahn und einer Frühstückspause wurden wir in zwei Gruppen geteilt, die beide dasselbe Programm erlebten. Wir besuchten die Synagoge. Am Eingang begrüßte uns die nette Leiterin, die Frau des Rabbiners. Nach einer kurzen Einführung ging es in den eigentlichen Gebetssaal. Wer von den Jungs bisher noch keine Kopfbedeckung getragen hatte, holte dies schleunigst nach. Im Gebetssaal angekommen, setzten wir uns in die Bänke und hörten der Leiterin zu, die uns viele interessante Dinge erzählte und zeigte: Eine neue Torarolle (wie z.B. die für die Synagoge in Esslingen) kostet – weil handgeschrieben – so viel wie ein Kleinwagen! Wir sahen den geöffneten Toraschrein, betraten den Bereich der Toralesung, bestaunten die geretteten Steintafeln der 10 Gebote aus der von den Nazis zerstörten, ersten Synagoge und entdeckten noch vieles mehr. Auf dem jüdischen Friedhof bekamen wir Arbeitsblätter und durften diese in Gruppen bearbeiten. Danach ging es wieder nach Filderstadt zurück. Wir konnten eine Menge lernen über das jüdische Leben. (Tim Becker, Kl. 6a)

Fotoheft der Studienfahrt Rom preisgekrönt!

Der Reiseanbieter Albatours hat den 2. Preis in der Kategorie Fotohefte Studienfahrten an Klara Ehrmann und Felix Preuschoff verliehen! Die Schulgemeinschaft gratuliert herzlich!

Aus der Begründung des Preises: Das Fotoheft überzeugte insbesondere durch seine Gesamtkonzeption, die Auswahl und Zusammenstellung der Fotos. Danke an alle aus der Studienfahrt Rom, die ihre Fotos zur Verfügung gestellt haben! Danke an Klara und Felix, die einen Teil des Preisgeldes an die Abizeitung spenden.

Projekt "Zeitung in der Schule" (ZISCH) am dbg

Angelehnt an unseren Besuch im Stuttgarter Pressehaus, erhielten wir, die 9a, am 10. Mai 2016 Besuch von der Redakteurin Frau Stadtmüller in unserem Klassenzimmer. Frau Stadtmüller ist bei der Stuttgarter Zeitung unter anderem verantwortlich für den Bereich der Leserbriefe. Für uns bot sich durch ihren Besuch eine fabelhafte Möglichkeit, viele Fragen zu stellen, und wir bekamen einen sehr guten Einblick in ihre Arbeit. Über einen Zeitraum von sechs Wochen wurde uns die Stuttgarter Zeitung täglich kostenlos zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit unserer Deutschlehrerin, Frau Feuer, befassten wir uns ausgiebig mit dem Medium "Zeitung". Gerade im Zeitalter von Smartphones und E-Book-Readern ist das Lesen von "gedrucktem" Papier etwas ganz Besonderes und für manch einen Schüler war das Lesen einer Zeitung auch eine Premiere. Für unsere Klasse war der Besuch der sympathischen Frau Stadtmüller ein Highlight und der perfekte Abschluss unseres Projektes "Zeitung in der Schule"! (Kim von Hasseln, Kl. 9a)

Europaprojekt Klasse 11 - Quizabend

Dieses Schuljahr nehmen neun Schülerinnen und Schüler des vierstündigen Gemeinschaftskunde- und Geschichtekurses der Jahrgangsstufe 1 an einem Europa-Projekt teil. Das Projekt soll den Kontakt innerhalb verschiedener EU-Länder fördern und bestärken. Dieses Jahr sind Schulen aus Bulgarien, Österreich, der Slowakei und Deutschland an einem Austausch mit einem jeweils anderen Land beteiligt und nahmen in diesem Rahmen am 29.04.16 an einem Quizabend in Stuttgart teil. Bei dem Quiz, bei welchem Fragen über Europa und die einzelnen Länder beantwortet werden mussten, traten drei Schüler jeder Schule gegeneinander an. Es ging darum, Preisgeld für das Austauschprogramm zu gewinnen, indem man so viele Fragen wie möglich richtig beantwortet. Am Ende erzielte unser Team des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums einen stolzen 2. Platz, nach unserer Austauschschule aus Bulgarien, und erhält 1.000€ zur finanziellen Unterstützung.

Nun freuen wir uns sehr, wenn uns unsere Austauschschülerinnen und -schüler im Juli besuchen kommen und wir anschließend im September 2016 nach Bulgarien reisen können. (Franziska Wörner, J1)

Markungsputzete 2016

Am Dienstag, den 15.3. machten sich die Fünftklässler zusammen mit einigen Lehrern auf zur Markungsputzete, um einige Gebiete Sielmingens vom Müll zu befreien. Trotz Schneefalls waren alle motiviert und hatten Spaß an der Aktion. Die Schüler waren überrascht, wie schnell sich die Müllsäcke füllten. Verpackungen, Papier und leere Flaschen waren typische Funde. Aber auch ungewöhnliche Dinge, wie Beamer, Wagenrad und Unterhosen, wurden eingesammelt. Achtlos im Gebüsch des Fleinsbachs abgeladener Elektroschrott wurde von uns entfernt. Die gelungene Aktion hat sicherlich nicht nur zur Müllbeseitigung beigetragen, sondern auch an einen bewussten Umweltschutz erinnert. (Dr)

Schreibwerkstatt für unseren Literaturkurs

Am Mittwoch, den 20.01., war unser Literaturkurs zu einer Schreibwerkstatt in die Stadtbibliothek Filderstadt eingeladen. Die Veranstaltung wurde von der Kinder- und Jugendbuchautorin Beate Dölling geleitet. Zum Thema ‚Figuren anlegen’ entwickelten wir unsere literarischen Fertigkeiten bei mehreren Schreibspielen und -übungen weiter, bei denen uns Frau Dölling mit vielen Anregungen und eigenen Erfahrungen zur Seite stand. Im letzten Teil war es für die Schülerinnen der J1 besonders interessant, aus der konkreten Arbeit der Schriftstellerin erzählt zu bekommen. Am Ende verriet Frau Dölling, dass sie diesen Kurs auch gerne leiten würde. Erstaunlich, wie schnell und gleichzeitig erfüllend vier Zeitstunden vergehen können. Nochmals vielen Dank an Frau Dölling und Herrn Konzelmann von der Stadtbibliothek Filderstadt, die uns diese schöne Veranstaltung ermöglicht haben. (Ra)

Viva Warszawa!

Eine der beiden diesjährigen Studienfahrten führte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 mit drei Begleitlehrern nach Warschau. Die polnische Hauptstadt begrüßte uns in der Woche vor den Herbstferien mit gutem Wetter und historischen und kulturellen Stationen. Beeindruckend waren die Besuche verschiedener Museen. Diese thematisierten u.a. den Warschauer Aufstand und die Geschichte der jüdischen Kultur von ihren Anfängen bis heute, den Kniefall Willy Brandts sowie Leben und Schaffen Frederic Chopins, einem Sohn der Stadt. Doch auch bei Stadtspaziergängen kamen historische Komponenten beispielsweise beim Betrachten der Mauerreste des Warschauer Ghettos oder dem Besuch des jüdischen Friedhofs nicht zu kurz. Beste Aussicht über die gesamte Stadt erhielten wir auf der Terrasse des Kulturpalasts in der 30. Etage, wobei das Herunterschauen für manche Mitgereiste durchaus herausfordernd war. Das Universitätsviertel und die wieder aufgebaute Altstadt luden nicht nur tagsüber ein, kleine Cafés, Kneipen und Klubs sorgten für das leibliche und gesellige Wohl. Wir schauen zurück auf eine gelungene Studienfahrt mit dem Erleben vielfältigster Facetten einer europäischen Hauptstadt. (Bn)

Studienfahrt der Klasse 12 nach Rom

Am Sonntag, 25.10.15 sind wir um 14:00 Uhr in Stuttgart losgeflogen und landeten um 16:00 Uhr am Flughafen von Rom. Aufgrund von Startschwierigkeiten mit unserem eigentlich reservierten Bus kamen wir um 18:00 später als geplant im Hotel Giorgina an. Nach dem Einchecken im Hotel gingen wir gemeinsam im Restaurant "Mensa di Bacco" essen. Danach besuchten wir den Trevibrunnen und die Spanische Treppe, die leider aufgrund von Reservierungsarbeiten abgesperrt waren.

Am zweiten Tag besuchten wir vormittags die Kirchen Santa Maria Maggiore, Santa Pudenzia und Santa Prassede, jede auf ihre Weise einzigartig. Nach dem Mittagessen besuchten wir das Kolosseum und danach das Forum Romanum, welches eine tolle Aussicht auf die Stadt bietet. Danach konnten wir freiwillig noch das Monumento a Vittorio Emanuele II, welches einer Schreibmaschine ähnelt und so auch genannt wird, bestaunen. Der Abend stand uns zur freien Verfügung, zum Beispiel für ein Abendessen in Trastevere oder in der Innenstadt.

Tag 3 führte uns nach Vatikanstadt, wo wir um 9:00 Uhr die beeindruckende Kuppel des Petersdoms bestiegen. Nach der Besteigung besichtigen wir den Petersdom von innen und die Vatikanische Grotte mit den Grabstätten der Päpste. Nachmittags hatten wir Freizeit. Abends trafen wir uns nochmals, um zur Via Appia Antica zu fahren. Als wir an unserem Ziel ankamen, wanderten wir bis zum Grabmal der Caecilia, welches eigentlich nicht auf dem Programm stand, und picknickten im Dunkeln. Für die Rückfahrt nahmen wir den Bus in die falsche Richtung, was uns zwar Zeit kostete, aber auch das ein oder andere Schmunzeln.

Am nächsten Tag fuhren wir erneut zum Vatikan, um an der Generalaudienz des Papstes mit anderen 20.000 Besuchern auf dem Petersplatz teilzunehmen. Nachmittags besuchten wir die Vatikanischen Museen, welche die päpstliche Kunstsammlung beherbergen. Das Highlight des Besuches war die Sixtinische Kapelle mit ihrem beeindruckenden Deckengemälde von Michelangelo Buonarroti, wofür er fünf Jahre benötigte. Der Abend stand uns erneut zur freien Verfügung.

Der Donnerstag, ein sehr sonniger Tag, begann mit einem Besuch der Domitilla-Katakomben, in welchen christliche Römer beigesetzt wurden. Danach ging es zum Campo di Fiori, wo wir Mittagessen konnten. Nach dem Mittagessen trafen wir uns auf der Piazza Navona und liefen weiter zum Pantheon. Ab dem Pantheon hatten wir wieder frei. Da die Spanische Treppe abgesperrt war und wir dort nicht gemeinsam picknicken konnten, aßen wir deshalb alle gemeinsam in einem Restaurant zum Abschluss des Tages.

Am letzten Tag räumten wir unsere Zimmer und fuhren wieder mit dem Bus zum Flughafen, diesmal zum Glück ohne Hindernisse. Am Flughafen gab es noch eine rührende Abschlussrede von den begleitenden Lehrern und so machten wir uns auf den Weg zurück nach Deutschland.

Vielen Dank an Hr. Bizer, Fr. Batke und Fr. Hümmer-Fuhr, dass sie uns durch Rom führten. Wir lernten viel über die Stadt, wir alle lernten uns besser kennen und machten eine einmalige Erfahrung. Die Studienfahrt wird für immer in unseren Erinnerungen bleiben. (Viet Anh Pham, Kl. 12)

Exkursion in die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

Am Freitag, den 16.10.2015 besuchten der Neigungskurs Geschichte und der Seminarkurs der Klasse 11, begleitet von Frau Hekermans und Herrn Herr, die Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart. Dort nahmen wir an einem Seminar mit dem Titel „Fit für den Seminarkurs“ teil. Es wurde viel Interessantes über die WLB und deren Aufbau sowie Büchersortiment mitgeteilt und wir konnten uns mithilfe verschiedener Übungen durch den Online-Katalog arbeiten. Dieser ist von überall aufrufbar und gibt sowohl Auskunft darüber, ob das gesuchte Medium in der WLB zur Verfügung steht, als auch, ob und wann es entliehen werden kann.

Im Anschluss an das Seminar konnten wir uns noch etwas in der Bibliothek umsehen und dürfen nun bald unsere Ausweise abholen, damit wir genügend Informationsmaterial für die zu schreibenden Seminararbeiten oder unsere GFS einholen können. (Franziska Wörner, Kl. 11)

Goethes "Faust" - Welttheatertag in der Filharmonie

„Faustdick“ kam es für die Jahrgangsstufe 12 des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums am Dienstagvormittag, 13.10.2015 in der Filharmonie. Ganz im Mittelpunkt der theaterpädagogischen Veranstaltung, die alle zwei Jahre zu einem anderen Werk der Weltliteratur stattfindet, stand diesmal Goethes „Faust“. Das 15-köpfige Team der Filharmonie unter Leitung von Sven Pflug näherte sich dem Stück altersgerecht und auf vielfältige Weise „dramatisch“ an. Nach einer einführenden Lesung von Frau Dr. Barbara Kindermann, Verlegerin und Autorin von „Faust: nach Johann Wolfgang von Goethe“, konnten die insgesamt 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus verschiedenen Filderstädter Schulen rund um Faust und sein Gretchen nicht nur die wichtigsten Berufsbilder, die das Theater zu bieten hat, kennen lernen; unter professioneller Anleitung von Schauspielern, einem Regisseur, Maskenbildnerinnen und Bühnentechnikern erfuhren die Jugendlichen viel darüber, wie ein Stück Bühnenreife erlangt. Danach konnten sie sich in verschiedenen Workshops auch selbst ausprobieren. Als besonders beeindruckend dürften den Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrkräften die hochdramatischen Szenen-Variationen in Erinnerung bleiben, die das Schauspieler-Ehepaar Barbara und Jakob Nacken als Faust und Gretchen am Ende auf die Bühne brachte. (Fl)

Vom Modell zur Realität: BOSCH-Exkursion der Klasse 10b

Die letzten Wochen des NwT- und Geographie-Unterrichts der Klasse 10b widmeten sich dem Thema der effizienten Energienutzung. Während die Schülerinnen und Schüler in den NwT-Stunden alles zum Thema Wärmedämmung lernten und in diesem Zusammenhang ein eigenes Modellhaus konzipierten und bauten, lag der Fokus der Geographie auf einer nachhaltigen Energiegewinnung und deren Verbrauch. Folgen der aktuellen Energienutzung wurden diskutiert und verschiedene Perspektiven analysiert. Um die Umsetzung dieser Themen in der unternehmerischen Praxis zu erfahren, besuchten die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss der fächerübergreifenden Einheit am 17.07.2015 den Thermotechnik-Standort von BOSCH in Wernau. Vor Ort wurde die dbg-Gruppe sehr freundlich begrüßt und erhielt von Carolin Schmid (Leitung Regionales Produktmanagement) eine Einführung zum Unternehmen an sich und einen Überblick über firmenstrukturelle Hintergründe. Im Mittelpunkt der Exkursion stand eine Werksführung, bei der die Schülerinnen und Schüler in zwei Kleingruppen die einzelnen Schritte von der Entwicklung über die Modell-Erprobung bis hin zur Fertigung des hier produzierten „Wand-Heizkessels“ kennen lernten. Ein weiterer Vortrag zur Funktionsweise der Geräte und der Bedeutung einer energieeffizienten Thermotechnik im Sinne der Nachhaltigkeit rundeten den informativen und interessanten Vormittag ab. Ergänzend gab es für die persönliche langfristige Planung von Seiten der Personalabteilung einige Informationen zum Bewerbungs- und Einstiegsverfahren bei BOSCH. Wir bedanken uns bei BOSCH, insbesondere bei Frau Schmid, für die herzliche Betreuung und für die interessanten Informationen und Einblicke. Wir konnten die Anwendung theoretischer und praktischer Inhalte des Unterrichts alltagsnah, aber auch mit großer wirtschaftlicher sowie unternehmerischer Bedeutung erleben. (He)

Taizéfahrt 2015: Abheben oder auf dem Boden bleiben?

Vom 14. bis 19. Juli 2015 fuhren wir für vier Tage gemeinsam mit einer Gruppe aus dem Hölderlingymnasium Nürtingen „auf irdischen Wegen ins himmlische Taizé“. Motivation und Ziel waren Erholung vom Alltag, neue Erfahrungen machen („Erleuchtung“?), ein etwas anderes Leben in Gemeinschaft auszuprobieren und natürlich ein paar Tage ohne gewöhnlichen Unterricht. Um nicht gleich abzuheben, saßen wir vier Tage lang auf dem Boden (beim Essen, in der Kirche, vor den Zelten). Wir beschäftigten uns mit Bibeltexten, sangen die Gesänge aus Taizé und übten uns in der Stille. Wir hatten viel Spaß, in Kleingruppen zu arbeiten (Arbeitsdienste) und zu diskutieren, es gab viel zu lachen und die Atmosphäre war super. Der Abstand vom Alltag, das Leben unter sehr einfachen Bedingungen und die Auseinandersetzung mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen gab jedem ganz persönlich neue Einsichten über das eigene Leben und eigene Ziele. Uns ist oft nicht bewusst, wie privilegiert wir leben! In Diskussionen über das Leben wurde manchen wichtig: Wenn unser Leben ein Geschenk ist, hat das Folgen für den Umgang mit mir selber und anderen. Durch unsere neu gefundene Gelassenheit sind wir bestens vorbereitet für die („stressigen“) letzten Schultage.

Fazit: Motivation (s.o.) wurde zur Leidenschaft und unsere Ziele wurden erreicht. Wir, 35 Schülerinnen und Schüler aus Stufe 10 und 11, drei Betreuerinnen (Abitur 2015) und drei Lehrkräfte, blicken auf erfüllte Tage zurück. Es hat sich gelohnt. (Für die Taizégruppe: M. Takacs und A. Bolay)

Auf dem Weg zur Schule

Einen Ausschnitt aus dem gleichnamigen Dokumentarfilm stellte der Kenianer Elias Njiru in den Mittelpunkt seiner Doppelstunde über Schule und Schulsystem in seinem Heimatland, die er am Montag, 15.6.2015 in der Klasse 9c hielt. Der Film begleitet vier Kinder aus unterschiedlichen Kulturen auf ihren Schulwegen, die sich doch – vor allem, was die Länge und die Gefährlichkeit betrifft – erheblich von jenen Schulwegen unterscheiden, die man hier in Deutschland kennt. Herr Njiru wählte natürlich den Schulweg des 11-jährigen Jackson aus Kenia, der täglich innerhalb von zwei Stunden 15 km zur Schule zurücklegen muss – einfach, wohlgemerkt, und in ständiger Bedrohung durch wilde Tiere. Der Wille und Ehrgeiz, durch Bildung aufzusteigen, treiben ihn jedoch an – mit Erfolg, dank seiner guten Noten kann Jackson eine weiterführende Schule besuchen, sein großes Ziel lautet, Pilot zu werden und die Welt zu sehen. Ob Herrn Njirus Schulweg ähnlich hart gewesen sei, wollten die Schülerinnen und Schüler wissen. Nein, der sei nicht ganz vergleichbar gewesen. Ob er, ähnlich wie Jackson aus dem Film, sein Ziel erreicht habe? „Noch nicht ganz“, antwortete Herr Njiru, er habe in Deutschland studiert und seinen Abschluss gemacht, noch arbeite er aber in Teilzeit – sein Ziel sei eine Vollzeitstelle als Agrarökonom. Wir wünschen Herrn Njiru, dass dieser Wunsch bald in Erfüllung geht, und danken ihm herzlich für seinen offenen und lebhaften Unterricht. (Ru)

Exkursion zum SWR

Eine Exkursion im Rahmen einer GFS (Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) führte die Klasse 9c am 08.06.2015 zum SWR nach Stuttgart. Nach einer kurzen Einführung zu Stellung, Aufbau und Aufgaben des SWR wurden wir in zwei Gruppen durch die Räume geführt. Für die meisten war vermutlich die Besichtigung der Studios das Highlight, ebenso des – obwohl vielleicht zunächst als eher trocken vermutet – Archivs. Hier wurde uns ein Einblick in die Hörfunkdatenbank gegeben: Praktisch jeder beliebige Musiktitel kann in Sekundenschnelle abgerufen werden – welcher Schüler hätte nicht gerne Zugriff darauf? Zum Abschluss hatten die Schülerinnen und Schüler noch Gelegenheit, Sven Rex, Moderator der „Landesschau aktuell BW“, einige Fragen zu stellen, und zwar direkt nach der live verfolgten Sendung.

Eine sehr interessante und lohnenswerte Exkursion – ein herzlicher Dank geht an Annika Borkowski, die diese Besichtigung komplett eigenständig organisiert hatte. (Ru)

Patenschaft mit der WLB: Theaterbesuch „Abzählen“

Im Rahmen unseres musisch-interkulturellen Schwerpunktes pflegt das dbg eine Patenschaft mit der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB). In diesem Schuljahr ist die Klasse 9c, betreut von Deutschlehrerin Mareike Hümmer-Fuhr, die Patenklasse für das Jugendstück „Abzählen“, ein Stück mit einer anspruchsvollen und – nicht hier bei uns, aber leider in vielen Regionen der Welt – bedrückend aktuellen Thematik:

„Drei Tage im Leben zweier Mädchen. Leicht ist das nicht, das Leben kann so kompliziert sein, wenn man dreizehn Jahre alt ist. Die Freuden und Leiden der beginnenden Pubertät sind aber nicht das größte Problem der beiden Freundinnen. Krieg mag zwar angeblich eine Männersache sein, aber das Leben in einem Kriegsgebiet stellt alle vor schier unlösbare Herausforderungen. Da dürfen Mädchen nicht einfach nur Mädchen sein. Und doch finden die Freundinnen irgendwo zwischen der Pflege ihrer Großmutter, einem Flirt mit dem Wachposten und dem Versuch an Geld zu kommen noch Zeit für ein Tänzchen im leerstehenden Haus. „Abzählen“ katapultiert uns mitten hinein in eine Welt, in der nur noch die Alten und die Kinder, die Krüppel und die Schwangeren zu Hause sind, eine Konfliktregion, wie es sie überall auf der Welt gibt.“ (http://www.wlb-esslingen.de/stueck/abzaehlen/, 07.06.2015)

Nachdem die Klasse verschiedenen Proben beigewohnt und – in enger Kooperation mit der WLB – an theaterpädagogischen Übungen teilgenommen hatte, stand am Freitag vor den Pfingstferien der Besuch der für die Schülerinnen und Schüler sehr eindrucksvollen Aufführung auf dem Programm. Waren bereits die Entstehung und Proben des Stücks mit der Klasse intensiv diskutiert und reflektiert worden, so wird nun natürlich auch die Aufführung im Unterricht näher beleuchtet. Wir danken der WLB für die sehr offene und herzliche Kooperation. (Ru)

Tour XXL durch Filderstadt

Auch in diesem Jahr nahmen die 5. und 6. Klassen des dbg an der „Tour XXL“ durch Filderstadt teil. Bei diesem Stationen-Stadtspiel, das vom Sozialamt Filderstadt veranstaltet wird, lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise die Stadt Filderstadt und verschiedene Filderstädter Einrichtungen für Kinder und Jugendliche näher kennen. Bei schönem Maiwetter ging es in diesem Jahr am 08. Mai am dbg los zu den Spielstationen in den verschiedenen Filderstädter Stadtteilen. Ob beim Geräuschmemory, beim Bälletragen oder beim Hindernisparcours – hochmotiviert und mit viel Spaß erspielten und erwanderten sich die Klassen ihre Punkte. Viele Aufgaben ließen sich nur in der Gruppe lösen und so wurde dieser Vormittag für die Klassen auch zu einem tollen Gemeinschaftserlebnis. (Zl)

"Das Glück kommt wie ein Donnerschlag" - Theaterbesuch unserer 6b

Die Klasse 6b sah "Das Glück kommt wie ein Donnerschlag", die Bühnenfassung des gleichnamigen Jugendbuchs von Guus Kuijer, am 23. Februar 2015 im Jungen Ensemble Stuttgart (JES).

Die Kritiken einiger SchülerInnen stehen jetzt auf der Website des JES.

Auf die Bühne, fertig, los!

Im Rahmen ihrer Patenschaft zum Jugendstück „Abzählen“ verbrachte die Klasse 9c mit ihrer Lehrerin Frau Hümmer-Fuhr einen Vormittag an der Württembergischen Landesbühne in Esslingen. Zunächst stand der Besuch einer Probe auf dem Programm. Die Schüler sahen einen Ausschnitt aus dem Stück und diskutierten danach mit den Schauspielern und der Regie über die Umsetzung und das künstlerische Konzept: Wo gibt es Verständnisschwierigkeiten? Warum sitzt die Oma in der Badewanne? Und warum hat man plötzlich einen alten Computer auf dem Kopf?

Im Anschluss daran hieß es „auf die Bühne mit euch!“: In Kleingruppen wurden Kriegsbilder in kurze Szenen umgesetzt. Mit der Hilfe von Schauspielern, Dramaturgen und Musikern gelang es den Schülern, in nur 15 Minuten eine kurze Szene einzuüben: Hier wurde nicht nur gespielt, sondern auch musiziert.

Fazit: Die Zeit auf der Bühne war viel zu kurz! Die Schauspieler haben uns super Anregungen gegeben! Was man aus einem Bild auf der Bühne alles machen kann! In jedem von uns steckt ein Talent!(HF)

Unsere Fünfer auf dem Planetenweg

Alle Jahre wieder… verbringt die gesamte Stufe 5 einen Vormittag auf dem Planetenweg in Ludwigsburg, um im Rahmen des Mathematikunterrichts eine Vorstellung für die Abstände zwischen unseren Planeten, ihren Abstand zur Sonne und ihre Größe zu erlangen.

Am Mittwoch, den 8.10.14, war es in diesem Schuljahr so weit. Mit anfänglichem Regen und Verspätungen der S-Bahn starteten wir den gemeinsamen Ausflug, ließen uns davon aber die Laune nicht verderben. Auf dem Planetenweg brachten die 5er Daten der einzelnen Planeten in Erfahrung und begutachteten die zugehörigen Plastiken. Besonders faszinierend waren für die Schülerinnen und Schüler die maßstabsgetreuen Nachbildungen der Sonne und der Planeten – so hebt sich die Sonne mit einem Durchmesser von knapp 1,50 m in der Verkleinerung deutlich von der Erde ab, deren Kugel gerade mal einen Durchmesser von 1,3 cm besitzt.

Mit ein paar Sonnenstrahlen und leckeren Bonbons als kleiner Stärkung machten wir am Schloss Monrepos kehrt, um den Heimweg anzutreten. Ohne Verspätung der U-Bahn kamen wir gut gelaunt wieder in Filderstadt an. Auch die Eltern konnten noch am selben Tag beim Elternabend durch Fotos einen Eindruck bekommen, wie schön der gemeinsame Ausflug gewesen war. (Ba, Zl)

Wassertag im Fildorado - wir waren dabei!

Am 17. Juli 2014 fand der Wassertag im Fildorado statt. Die Klasse 7b nahm gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Bächle und der Sportlehrerin Frau Hagelstein an diesem Erlebnistag teil. Der Wassertag wird vier Mal im Jahr im Fildorado angeboten und ist Teil seines „Edutainment“-Programms für Schulklassen. Es geht darum, Schülerinnen und Schülern das Element „Wasser“, einerseits durch kleine Vorträge und andererseits im praktischen Erleben erfahrbar zu machen. Sehr interessant war eine Führung durch die Technik des Fildorado. In den Katakomben erfuhren wir, dass nahezu das gesamte Fildorado unterkellert ist und eine unwahrscheinlich ausgeklügelte Technik dafür sorgt, dass alles reibungslos funktioniert. UNICEF machte deutlich, wie viele Menschen mit sehr wenig Wasser pro Tag auskommen und dieses auch noch mehrere Kilometer tragen müssen. Dies durften die Schülerinnen und Schüler selbst ausprobieren, indem sie Wassereimer ein kurzes Stück von Hand transportierten. Im Wellenbecken waren Kajaks zum Ausprobieren ins Wasser gelassen. Ganz so einfach war es für die Schülerinnen und Schüler dann doch nicht, diese Art von Boot vorwärts und rückwärts zu lenken. Die Feuerwehr hatte eine Werf- und Löschstation aufgebaut, bei der man mit dem Wasserschlauch ein imaginär brennendes Haus löschen musste. Auch das Umweltbildungszentrum Listhof e.V. aus Reutlingen war vor Ort und schilderte in spannender Weise das Ökosystem Bach. Verdeutlicht wurde der interaktive Vortrag durch allerlei Demonstrationsobjekte, wie Libellenlarvenhäute, Aquarien mit verschiedenem Getier, mikroskopischen Beispielen, etc. Am lustigsten war für alle Teilnehmenden sicherlich die „Aqua Track“-Station. Dort musste man über mehrere schwimmende Platten laufen, die nur an zwei Punkten miteinander befestigt waren. Man transportierte einen Ball mit sich, den man dann am Ende in eine Art Torwand werfen sollte. Da war natürlich die individuelle Rückmeldung am deutlichsten zu spüren. Wer es nicht bis ganz nach vorne im Laufen schaffte, bewegte sich auch schon mal auf allen Vieren vorwärts. Alles in allem war es ein toller, informationsreicher Tag, an dem wir sowohl in der Theorie als auch in der Praxis so manches über das Element Wasser, aber auch über das Fildorado erfahren haben. Und natürlich blieb auch noch genug Zeit, um die restlichen Attraktionen des Fildorados zu nutzen.

Vielen Dank an das Fildorado für dieses tolle Angebot. Nächstes Jahr ist das dbg sicherlich wieder dabei. (Bl)

"Nach Schwaben, Kinder!"

Die bereits literarisch und filmisch verarbeitete Thematik der Schwabenkinder, die im 19. Jh. von armen Tiroler Familien an Bauern im Oberschwäbischen als billige Arbeitskräfte „ausgeliehen“ wurden, brachte am Fr., 18.07.2014 das Junge Ensemble Stuttgart (JES) auf die Bühne. Die Klasse 7c nutzte die Gelegenheit, sich das Stück gemeinsam mit Frau Feuer und Herrn Rau anzusehen – eine lohnende Entscheidung! Mögen manche Elemente der Inszenierung auf den einen oder anderen auch lustig gewirkt haben, so dominierte doch der Ernst, der sich hinter den dargestellten Schicksalen der Schwabenkinder verbirgt. In der Fremde auf sich allein gestellt, dem Wohlwollen der teilweise herrschsüchtigen Bauern ausgeliefert, konfrontiert mit einer Mundart, die sie nur schwer verstanden – das einfache und sehr harte Leben der Kinder kontrastiert stark mit dem spaßbetonten Skizirkus im Ischgl des 21. Jahrhunderts, dies verdeutlichte die Aufführung eindrucksvoll. Ein sehenswertes Stück, das den Zuschauer auch für die Errungenschaften unserer Zivilisation zu sensibilisieren vermag. (Ru)

Talente entdecken mit Christoph Metzelder

Am Mittwoch, 26.03., besuchte die Klasse 5d auf Einladung der Christoph-Metzelder-Stiftung die Bildungsmesse didacta. Die Freude war bei den Schülerinnen und Schülern natürlich groß, begegnete man doch dem ehemaligen Fußballnationalspieler Christoph Metzelder. „Gestern war ich noch in Madrid und habe Pepe interviewt, mit dem ich bei Real Madrid noch zusammen gespielt habe“, begrüßte er die Schülerinnen und Schüler, „und nun freue ich mich, dass ich heute bei euch sein kann.“

Nach einleitenden Worten zu seiner Person las er aus dem Kinderbuch „Jojo kommt ins Team“ vor, an dem er als Co-Autor mitgearbeitet hat. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu, wie die Hauptperson Johanna, genannt Jojo, eine Einladung auf Camp Castle erhält, wo sie zusammen mit anderen Kindern ihre Talente entdecken kann. Eifrig beantwortete die Klasse 5d die an sie gestellten Fragen.

Nach der Lesung gingen die Kinder auf Entdeckungsreise zu ihren Talenten. In Kleingruppen nahmen sie an Workshops zu den Talentbereichen Kreativität, Sprache und räumliches Denken teil. Hochmotiviert wurde Draht gebogen, ein Gruppenname nebst Schlachtruf und Plakat kreiert und Briefe an „Coach K.“ geschrieben. „So sahen meine Aufsätze in der Schule auch immer aus“, schmunzelte Christoph Metzelder beim Blick auf die zahlreichen Streichungen und Ausbesserungen der Briefe. Und dann hieß es: Bühne frei! Stolz präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse und erhielten viel Applaus und Lob vom Ex-Profi. Zum Abschluss des Talentworkshops erhielt jeder eine Urkunde und ein Buch, natürlich mit Autogramm.

Im Anschluss an diese tolle und interessante Begegnung wurde Christoph Metzelder als „didacta Bildungsbotschafter 2014“ ausgezeichnet. Der Preis wird jedes Jahr an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergeben, die sich in besonderem Maße für Bildung, Kinder und Jugendliche engagieren. „Er ist ein verhinderter Lehrer“, so der Präsident des didacta-Verbandes bei der Preisverleihung. Ein verhinderter Lehrer sei er zwar nicht, dennoch stecke hinter der scherzhaft gemeinten Bezeichnung ein Körnchen Wahrheit: „Ich komme aus einem Pädagogenhaushalt – beide Eltern sind Lehrer.“ Auf jeden Fall ist Christoph Metzelder jemand, der seine Talente und Begabungen nicht nur entdeckt, sondern sie auch immer eingesetzt hat. Davon konnte sich auch die 5d überzeugen und vergibt einstimmig die Auszeichnungen „Cool“ und „Weltklasse“! (Sr)

Exkursion nach Nürnberg

Pünktlich um sieben Uhr verließ unser Bus am 03.12.2013 das dbg, vollgepackt mit allen Zwölftklässlern. Unser Ziel: Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage. Knapp vier Stunden später begann der Rundgang über das weitläufige Gelände: Hierbei wurden uns die geplante, nie fertiggestellte Kongresshalle, die große Straße, das Zeppelinfeld (ein Paraden- und Appellplatz) sowie viele weitere monströse Nazi-Bauwerke gezeigt. Sehr klar erkennbar wurden dabei die undemokratische und menschenverachtende Ideologie sowie die Intention der NSDAP, die Hallen und Plätze für reinste Propaganda zu nutzen. Man muss rückblickend zugeben, dass dies in beängstigender Weise funktionierte: knapp 500.000 Besucher kamen jährlich, um die Reden Adolf Hitlers, die Veranstaltungen diverser nationalsozialistischer Gruppierungen und die großen militärischen Aufmärsche zu sehen. Anschließend besichtigten wir das große Museum, das sehr informativ und interessant war und spannende Einblicke in die damalige Zeit und Propaganda gewährte. Ein Ausflug, der sich definitiv gelohnt hat! (M. Bossert, L. Hauser, Kl. 12)

Exkursion ins Ruhrgebiet

Wir, die Erdkunde-Neigungskurse des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und des Eduard-Spranger-Gymnasiums unternahmen im Rahmen der Projekttage eine dreitägige Exkursion ins Ruhrgebiet. Los ging es am Morgen des 17. Juli mit drei Kleinbussen. Nach einem kurzen Stopp am Tetraeder in Bottrop mit anschließendem Currywurstessen kamen wir in unserem Hostel, „In Hostel Veritas“, in Oberhausen an. Nach Beziehen der Zimmer ging es weiter nach Duisburg. Dort besichtigten wir zuerst den Hafen, Europas größten Binnenhafen, woran der Strukturwandel des Ruhrgebiets gut erkennbar war. Anschließend schlenderten wir in Kleingruppen die Promenade entlang, um uns ein geeignetes Restaurant fürs Abendessen zu suchen. Ebenfalls in Duisburg besuchten wir den sogenannten Landschaftspark, in dem das Gelände eines ehemaligen Hochofens umgestaltet wurde und der heute viele Freizeitaktivitäten bietet. Auf den Hochofen konnten wir leider nicht gehen. Am Donnerstag fuhren wir frühmorgens nach Essen, der „Metropole“ des Ruhrgebiets. In der ehemaligen Zeche Zollverein durften wir mit Audioguides das Gelände erkunden und erfahren, wie früher die Steinkohle aus dem Erdinneren gefördert wurde. Diese ist eine von über 100 stillgelegten Zechen, die aufgrund des Zurneigegehens der Kohlevorkommen im südlichen Ruhrgebiet geschlossen wurde. Heute sind nur noch drei Bergwerke aktiv, welche jedoch bis 2018 nach und nach außer Betrieb genommen werden. Nach dem Mittagessen machten wir einen Abstecher in den Hügelpark. Dort befindet sich die heute für Besucher zugängige Villa Hügel, die früher im Besitz von Alfred Krupp war, welcher das namensgleiche Traditionsunternehmen gründete. Im Anschluss ging es zurück nach Oberhausen, wo wir den 120 Meter hohen Gasometer, einen ehemaligen Gasspeicher mühsam erklommen. Von oben hatte man einen guten Ausblick über das gesamte Ruhrgebiet. Im Inneren dient der Gasometer als Ausstellungshalle, wo zurzeit der berühmte Verhüllungskünstler Christo seine Werke präsentiert. Das Ruhrgebiet bietet seinen Besuchern jedoch nicht nur die Reste einer ehemaligen Industrieregion, sondern mit dem CentrO auch Europas größtes Shopping- und Freizeitcenter. Wie so oft ist auch hier der Strukturwandel mit der Ansiedlung des tertiären Sektors sichtbar geworden. Als Abrundung des letzten Abends gingen wir mit der kompletten Gruppe in ein Restaurant, das uns viele Spezialitäten der Region bot. Am meisten beeindruckt hat uns der Besuch des Trainingsbergwerkes Recklinghausen am letzten Tag. Dies ist eine Aus- und Weiterbildungsstätte für Bergleute. Dementsprechend wurden wir auch mit dem Bergmannsgruß „Glück auf“ willkommen geheißen. In einer Führung durften wir den Arbeitsalltag des „Kumpels“ erleben und selber viele Maschinen bedienen. Leider mussten wir uns danach auch schon wieder vom Ruhrgebiet verabschieden und machten uns auf den Heimweg. Diese Exkursion war sehr interessant und lehrreich für uns und wir konnten die im Unterricht gelernte Theorie in der Praxis erleben. Sarina (ESG) und Manuel (DBG)

Exkursion nach Weimar (Neigungskurs Geschichte, Kl. 11)

Eine Reise zu den Größen klassischer Dichtung – könnte man meinen. Als Geschichtskurs haben wir aber andere Schwerpunkte gesetzt. So stand im Zentrum ein Besuch der Gedenkstätte Buchenwald. Neben den schrecklichen Ereignissen im Nationalsozialismus wurde hier auch die Nutzung des Lagers durch die sowjetische Besatzungsmacht im Sinne des so deklarierten „antifaschistischen Neubeginns“, der aber mehr eine politische Säuberung war, deutlich. Außerdem haben wir uns mit dem Besuch des Bauhaus-Museums der Kultur der Weimarer Republik genähert und so deren eher politische und wirtschaftliche Betrachtung im Unterricht ergänzt. Abends sind wir dann aber doch auch ins Theater gegangen (Lessings „Emilia Galotti“) – ins Nationaltheater, in dem die Verfassung der Weimarer Republik erarbeitet wurde. Insgesamt war die Exkursion so historisch und kulturell bereichernd, hat aber auch die Kursgemeinschaft gestärkt, wie wir nicht zuletzt beim abschließenden gemeinsam Pizzaessen festgestellt haben (freilich wurde während der Tage auch die Thüringer Bratwurst genossen). (Hf)

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