Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Einführungsstunde der AG „Schule ohne Rassismus“ bei den fünften Klassen

Auch in diesem Jahr haben die 5. Klassen wieder eine Einführungsstunde der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten. Dabei thematisieren Teilnehmer der AG mit den Fünftklässlern verschiedene Aspekte rund um das Thema Rassismus und Zivilcourage auf kindgerechte Art. Was bedeutet eigentlich „Rassismus“? Was ist Zivilcourage? Welche Werte vertreten wir als Schulgemeinschaft mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“? Im nächsten Halbjahr erfolgt eine zweite Stunde zu dem Thema, in der durch den KiKa-Film „Die können doch woanders hin“ über die Arbeit des dbg mit dem benachbarten Flüchtlingsheim informiert wird. (Sh)

SoP (soziale Poolstunde): 9abc unterwegs mit der Obdachlosenhilfe

Am 21.11. und 28.11. waren die Klassen 9a, 9b und 9c mit Frau Brielmaier und Frau Schmitt in SoP auf Exkursion in Stuttgart, um mehr über das Leben der Obdachlosen zu erfahren. An der U-Bahn-Station „Charlottenplatz“ trafen wir Herrn Schuler (bzw. Frau Walter). Herr Schuler war sehr offen und erzählte uns alles über seine Zeit (5 Jahre) als Obdachloser in Stuttgart. Er nahm kein Blatt vor den Mund und schilderte uns seine verschiedenen Lebenssituationen. An verschiedenen Stationen in der Innenstadt Stuttgarts erzählte er uns etwas über die verschiedenen Hilfsangebote für Obdachlose, seine Erfahrungen damit aber auch über seine Arbeit als Stadtführer für die Zeitung „Trottwar“. Am Ende zeigte er uns noch seinen „Lieblingsschlafplatz“ aus früheren Zeiten. Zum Schluss besuchten wir noch Schwester Margret in der Franziskusstube, wo wir uns erstmal aufwärmten. Schwester Margret, die seit 35 Jahren täglich für Obdachlose ein Frühstück zubereitet, erzählte uns über ihre Arbeit mit den Obdachlosen und den Umgang mit ihnen. Sie sprach sehr wertschätzend und menschlich über die Gründe, obdachlos zu werden und darüber, wie sie ihnen begegnen möchte. Wir haben von dieser Führung mitgenommen, dass es wichtig ist, den obdachlosen Menschen zu helfen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen, zum Beispiel als Stadtführer wie Herr Schuler. Vielen Dank an unsere Begleiter, Herrn Schuler, Frau Walter und Schwester Margret und an den Förderverein, der uns diese Führung finanziert hat. Dankeschön! (Annika und Mona, Kl. 9a)

SoP (Soziale Poolstunde): Gäste im Unterricht

Mitte Oktober waren Gäste aus der Diakonie Stetten (Bereich Leben mit Behinderung), Altenhilfe (Tagesgruppe und ambulante Dienste aus Bonlanden) und die AG Asyl mit Flüchtlingen zu Gast bei den Klassen 9abc. Die Klassen trafen in 3 Themenzimmern auf die „Experten“. Dabei wurde viel Information weitergegeben und es entstanden gute Gespräche mit den Gästen. Danke an unsere Gäste! (Br/Sh)

Poolstunde zum Thema „Soziales Miteinander in der Gesellschaft“ in Klasse 9

Nach dem Beschluss der GLK und der Schulkonferenz findet 2017/18 zum 2. Mal die Poolstunde im 1. Halbjahr Klasse 9 statt. In vier Doppelstunden und an zwei Nachmittagen nehmen die Klassen 9 die Situation von Hilfe in der Gesellschaft in den Blick. Es geht dabei zunächst um grundlegende Theorie, wie Hilfe in der Gesellschaft in Deutschland organisiert ist. Ferner soll der Blick für Menschen in Not (Beispiel Großraum Stuttgart) geschärft werden. Gäste im Unterricht (Leben im Asyl, Leben mit Behinderung, Leben im Alter) und eine Exkursion mit der Obdachlosenhilfe Stuttgart (Trottwar) verdeutlichen die Theorie auf beeindruckende Weise. Im 2. Halbjahr schließt sich das Sozialpraktikum für alle Klassen an. Danke dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung und den Menschen, die mit uns ihre Erfahrungen geteilt haben. (Br)

Gesammelte Eindrücke aus den Klassen 9 vom Spaziergang durch Stuttgart mit Thomas Schuler von der Obdachlosenhilfe (Trottwar):

  • Es war beeindruckend, dass Herr Schuler so offen und ehrlich über seine schwere Zeit als Obdachloser gesprochen hat.
  • Wir haben viel über den Missbrauch von Drogen/Alkohol und die Folgen davon gelernt.
  • Wir haben Respekt vor Schwester Margret, die seit 30 Jahren täglich ein Frühstück für Obdachlose in der Franziskusstube bereitet und ihnen hilft.
  • Obdachlosigkeit ist wirklich hart, besonders im Winter.
  • Wir haben erfahren, dass es sich lohnt, selbst wenn man ganz unten ist, sich ins Leben zurück zu kämpfen.
  • Wir wissen jetzt, wo und wie Obdachlose in Stuttgart Hilfe finden können.

AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – Die Klassen 5 erhalten eine Einführung

Die Klassen 5 haben sich, betreut und durchgeführt von der AG unter Leitung von Frau Schmitt, mit dem Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beschäftigt. Dabei lag der Fokus auf der kindgerechten Erarbeitung verschiedener Fragen rund um das Thema Rassismus, z. B.: Wo und wie beginnt Rassismus im Alltag? Was können wir dagegen tun, wie können wir Rassismus verhindern, in der Schule und in unserem Umfeld? Im 2. Halbjahr informiert die AG – ausgehend vom Kikafilm „Die können doch woanders hin“ – über die Arbeit mit Flüchtlingen durch das dbg. (Br/Sh)

Projektnachmittag für alle Fünftklässler

Bereits zum dritten Mal erfuhren die jüngsten Mitglieder der Schulgemeinschaft des dbg, was sich hinter der Idee von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verbirgt. Schülerinnen aus der gleichnamigen AG haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Begriffe und deren Inhalte an einem Projektnachmittag an alle Fünftklässler weiterzugeben. Unter anderem wurde dabei auch geklärt, was der Unterschied zwischen Rassismus und Mobbing ist. Außerdem wissen nun alle Beteiligten, dass Courage mit Bedacht eingesetzt werden muss. Wo fängt Rassismus an und was kann man dagegen tun? Darauf haben die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen nun Antworten, die ihnen im Leben an der Schule und auch außerhalb weiterhelfen werden. (Fe)

Von innen sind wir alle gleich

Alle SchülerInnen der fünften Klassen des dbg konnten sich davon überzeugen: Unterschiede gibt es überall, sind aber meist völlig unerheblich. Mit Spielen, Texten und vielen eigenen Erlebnissen lernten diesen Herbst auch die jüngsten Mitglieder der dbg-Familie, was es heißt, einer „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ anzugehören. Die Schülerinnen der entsprechenden AG hatten ein informatives und unterhaltsames Paket geschnürt, dessen Ergebnis sich am Ende der Projektnachmittage in folgenden Äußerungen der Fünftklässler zeigen lässt: „Ich weiß jetzt, was Rassismus und Courage bedeutet.“ – „Es ist egal, wo jemand herkommt, im Inneren sind wir alle gleich.“ – „Ich werde helfen, wenn jemand neu in die Klasse kommt und sich noch nicht zurechtfindet.“ – „Ich wusste noch gar nicht, aus welchen unterschiedlichen Ländern meine Mitschüler kommen." – „Mir hat der Nachmittag total viel Spaß gemacht." (Fe)

"Krieg - Stell dir vor, er wäre hier"

Mit einem nachdenklichen Vortrag eröffneten Elisa Alvarez und Susanne Blümel aus der AG SoR-SmC am 9. Dezember den 2. Poetry Slam des dbg. Ihre gedankliche Reise – basierend auf dem Text "Krieg – Stell dir vor, er wäre hier" der Jugendbuchautorin Janne Teller – führte zwei Schwestern aus einem zerbombten Deutschland in das Sicherheit bietende Ägypten. Dieser Perspektivwechsel war aufrüttelnd und lässt die Erlebnisse und Gefühle der betroffenen Menschen in der aktuellen Flüchtlingskrise zumindest im Ansatz erkennen. (Fe)

Schüler unterrichten Schüler - SoR-SmC-Module in Klasse 5

Was hat es mit diesem Logo am Eingang der Schule auf sich? Damit alle SchülerInnen des dbg diese Frage nicht nur beantworten, sondern auch dafür einstehen können, haben die Mitglieder der AG "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" Unterrichtsmodule entwickelt, die sie am Ende des Schuljahres in den 5. Klassen durchgeführt haben.

Dabei lernten die Fünftklässler die Bedeutung der Begriffe Rassismus und Courage kennen und gestalteten dazu eine Mindmap mit ihren eigenen Erfahrungen. Sie erzählten, woher sie oder ihre Vorfahren stammen und zeigten es ihren Mitschülern auf einer Weltkarte. So bemerkten viele das erste Mal, dass die Vielfalt bereits in der eigenen Klasse beginnt. Bei einem Spiel wurde schnell klar, dass jeder zu irgendeiner Gruppe gehört und dass Ausgrenzung, selbst im Kleinen, unangenehm sein kann. Nicht zuletzt erarbeiteten die SchülerInnen Handlungsmöglichkeiten, um in solchen Situationen angemessen reagieren zu können.

Zum Abschluss unterschrieben alle auf einem Stoffstück, das der großen Flagge von der Startveranstaltung vor knapp zwei Jahren hinzugefügt wird. Damit zeigten die jüngsten Mitglieder des dbg, dass sie sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen wollen - in und außerhalb der Schule. (Marla Weinmann und Marisa Schönfuß, Klasse 8c; Fe)

Projekttag zum Thema Rassismus und Diskriminierung

Am 29. Juni 2015 durften wir, die Klasse 8c des dbg, einen Projekttag zum Thema Rassismus und Diskriminierung erleben. Die zwei ehrenamtlichen Multiplikatorinnen Feli und Lena vom "Netzwerk für Demokratie und Courage" haben uns viele interessante Informationen dazu gegeben und auch unser eigenes Denken hinterfragt. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir selbst einige Vorurteile gegenüber bestimmten Gruppen haben. In zwei kurzen Filmen wurde gezeigt, mit welchen zum Teil demütigenden Situationen Ausländer zu kämpfen haben und wie widersprüchlich die Aussagen von Deutschen manchmal sind. Anhand von Rollenspielen haben wir erarbeitet, was man gegen Diskriminierung tun kann und was uns vielleicht daran hindert. Im Verlauf des Tages wurde uns bewusst, wie ungleich die Chancen im Leben verteilt sind. Der Projekttag hat großen Spaß gemacht und wir haben viel gelernt: Menschen lassen sich nicht nach ihrem Äußerem beurteilen und man sollte sich immer gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen! (Emma Hubrich und Marisa Schönfuß, Kl. 8c)

Bundesfachtagung SOR - SMC in Berlin

"Die Frage ist nicht, ob wir rassistisch sind, sondern wann und wo." Ein zum Nachdenken anregender Satz, der bei der jährlichen Bundesfachtagung des Courage-Netzwerks Ende Juni in Berlin gefallen ist. Zu diesem Netzwerk gehören alle, die sich offiziell zu einer Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage bekennen und für deren Umsetzung engagieren - also auch das dbg. Die drei intensiven Tage vom 25. bis 27. Juni begannen jeweils mit Vorträgen, so sprach u.a. der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger. Er stellte fest, dass Demokratie kein Erbgut sei, sondern immer wieder neu erarbeitet werden müsse. In diesem Sinne bildeten den Kern der Tagung zahlreiche von Experten geleitete Workshops, die sich mit den gesellschaftlichen Herausforderungen (z.B. Rechtspopulisten oder Muslimfeindlichkeit) sowie Handlungsfeldern (z.B. Homophobie) und Methoden für Schulen beschäftigten. Ein reger Austausch zwischen den etwa 200 Teilnehmern sorgte für viele neue Ideen, wie man das Konzept am dbg im kommenden Schuljahr noch stärker verankern und weiter mit Leben füllen kann. (Fe)

Auszeichnungsveranstaltung am 11.11.2013

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – ein Titel? Ein Zertifikat? Eine Urkunde? In erster Linie eine Haltung, die wir – die gesamte Schulgemeinschaft des dbg – unserem täglichen Schulleben zugrunde legen. Gleichwohl auch eine Auszeichnung für ein von der SMV initiiertes und einer großen Zahl unterstütztes Bestreben, die gelebte Praxis an unserer Schule auch zu dokumentieren, mithin ein Zeichen zu setzen: nach außen wie nach innen. Untrennbar verbunden damit sind der Anspruch und der Auftrag an uns selbst, diesem gesetzten Zeichen auch in Zukunft gerecht zu werden, Courage zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Die Verantwortung, die – um Dietrich Bonhoeffer zu zitieren – jedem Menschen in der Begegnung mit anderen Menschen auferlegt ist, betonten auch die Redebeiträge im Rahmen der Auszeichnung am 11.11.2013. Ob Schulleiter Peter Bizer, Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler (MdL), OB Gabriele Dönig-Poppensieker oder Claudia Sünder, Landeskoordinatorin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – alle lobten das große Engagement, das wir und ganz besonders die SMV bereits beim Thema gezeigt haben. Zugleich hoben alle Rednerinnen und Redner den Auftaktcharakter der Auszeichnungsveranstaltung hervor und wandten sich damit an die in der Sporthalle komplett versammelte Schulgemeinschaft: Es liegt an uns, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern (und natürlich auch Eltern), das „Siegel“ mit Leben zu füllen. Dass uns dies gelingen wird, daran bestehen wohl keine Zweifel: zumindest nahmen über 600 Schülerinnen und Schüler samt Lehrerinnen und Lehrern die Botschaft begeistert auf. Ein herzlicher Dank geht an unsere SMV und die Technik-AG für die perfekte Organisation der Veranstaltung, die Band und den Chor für ihre gelungenen musikalischen Beiträge und an Wolfgang Drexler, der bei diesem Projekt die Patenschaft für unsere Schule übernommen hat.

Übrigens: Noch am selben Abend konstituierte sich die Arbeitsgruppe "SOR - SMC - FELS: dbg", bestehend aus Schülern, Eltern und Lehrern, unter anderem mit dem Ziel, Ideen und Konzepte für einen offenen, konstruktiven Umgang mit dem neuen Asylbewerberheim unweit des dbg zu entwickeln: eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ eben! (Ru)

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