Am Montag ging es los. Nachdem wir noch ein paar Unterrichtsstunden hatten, machten wir uns auf dem Weg zum Flughafen. Ein wenig Aufregung war dabei, als wir ins Flugzeug Richtung Málaga stiegen. Doch nach knapp 2,5 h kamen wir im sonnigen Süden an, wurden von einem Bus abgeholt und direkt an die Schule in Lucena gefahren. Dort warteten bereits unsere Austauschschüler und wir wurden herzlichst empfangen. Die Aufregung war jetzt am Größten, doch wir wurden in den Familien gleich schnell aufgenommen und wir freuten uns auf das, was in der folgenden Woche noch so kommen sollte.
Am Dienstag begann unser Tag mit einem kurzen Besuch in der Schule. Danach haben wir die Stadt Lucena erkundet und dabei eine Art Geocaching-Tour gemacht. Im Anschluss waren wir erneut in der Schule und haben spanische Fächer besucht, was sehr interessant war, da sie sich von den deutschen Schulfächern sehr unterschieden. Am Nachmittag und Abend haben wir dann mit den Familien oder Freunden etwas unternommen.
Am Mittwoch haben wir einen Ausflug nach Granada gemacht. Morgens ging es zunächst mit dem Bus zur Alhambra, eine mittelalterliche Anlage, in der einst der Sultan lebte. Ein besonderes Highlight waren dort die Gärten mit verschiedensten Arten von Blumen und Wasserläufen. Anschließend sind wir durch die kleinen Gassen Granadas zu einem Aussichtspunkt und nach einer kleinen Verschnaufspause weiter zur großen Kathedrale Granadas gegangen. Nachmittags hatten wir dann noch einige Stunden Freizeit in Granada, bevor es wieder zurück nach Lucena ging.
Donnerstags nahmen wir an einer Art „Wander-Exkursions-Ausflugstag “ teil. Früh morgens ging es auf einen ca. 6 km entfernten Hügel, auf dem die Virgen Araceli steht, die Schutzpatronin von Lucena. Dort angekommen erledigten wir Aufgaben in den Fächern Englisch, Geographie, Biologie, Sport und Geschichte. Wir bekamen Einblick in die heiligste Stätte der Stadt und wir hatten einen grandiosen Ausblick bis zur Sierra Nevada. Der Rückweg unter praller Sonne bei 40 Grad war dann ein ganz besonderes Vergnügen, bevor jeder den Nachmittag individuell verbrachte.
Am Freitag unternahmen wir gemeinsam mit unseren spanischen Austauschpartnern einen Ausflug nach Córdoba. Dort angekommen haben wir die Mezquita-Catedral de Córdoba besichtigt und hatten anschließend Zeit, in Kleingruppen die Stadt zu erkunden. Zurück in Lucena haben wir den Rest des Nachmittags mit unseren Austauschschülern verbracht.
Den Samstag haben wir alle in unseren Gastfamilien verbracht. Viele waren in einer nahegelegenen Höhle und anschließend in einem Restaurant. Andere waren in Malaga, wo sie den Strand und die Stadt besucht haben.
Am Abend haben wir uns in einer großen Freundesgruppe getroffen und viel gelacht, geredet und Pizza gegessen.
Am Sonntag war eigentlich ein Tag, um Zeit in der Gastfamilie zu verbringen. Da allerdings ein besonderes Fest in Lucena stattgefunden hat, haben sich dort viele Familien miteinander getroffen. Bei dieser Prozession wurde die Statue der Araceli, der Schutzheiligen Lucenas, in einer Sänfte von der Bergkapelle in die Kirche in der Stadt getragen. Danach trafen wir uns in kleinen Gruppen und genossen den restlichen Tag die feierliche Stimmung der Stadt.
Nach der Verabschiedung von unseren Gastfamilien machten wir uns am Montag, unserem letzten Tag in Spanien, auf den Weg nach Málaga. Dort führten uns die spanischen Lehrer zu interessanten Sehenswürdigkeiten. Anschließend gingen wir zum Strand, wo einige Schüler im Meer schwammen. Dann gab es noch ein letztes Volleyballspiel bevor wir mit dem Bus zum Flughafen gebracht wurden. Mit vielen neuen Erfahrungen und Freunden sowie nassen Badeklamotten landeten wir spät abends in Stuttgart. (Teilnehmende des Spanienaustauschs 2026)

