Auch in diesem Jahr hatte jede 8. Klasse die Möglichkeit, sich einen Vormittag intensiv mit dem Thema Suchtprävention auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung wurde von den Präventionslehrkräften gemeinsam mit vier Schülersuchtmultiplikatoren aus den Klassen 9 und 11 gestaltet und begleitet.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie süchtiges Verhalten entstehen kann und welche Dynamiken dabei eine Rolle spielen. Besonders betrachtet wurden Genuss- und Konsummittel, die im Alltag vieler Jugendlicher präsent sind. Vor allem Videospiele, verschiedene Handyfunktionen sowie Vapes wurden ausführlich diskutiert: Welche Rolle spielen sie an unserer Schule? Welche Risiken können mit ihrem Gebrauch verbunden sein? Welche Erfahrungen machen Jugendliche im Alltag und was bedeutet ein verantwortungsvoller Umgang? Diese und viele weitere Fragen sorgten für lebhafte und interessante Gespräche. Darüber hinaus wurden auch Alkohol und Cannabis thematisiert.
Aufgrund der hohen Temperaturen fanden mehrere Programmpunkte entspannt im Freien an schattigen Plätzen statt. Die angenehme Atmosphäre trug dazu bei, dass sich die Schülerinnen und Schüler aktiv an den Gesprächen beteiligten und ihre Erfahrungen einbringen konnten.
Gemeinsam wurde anschließend überlegt, wie die sogenannte Genussstufe beim Konsum nicht überschritten werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, das Risiko eines Missbrauchs zu verringern. Mit Schokolade wurde bewusster Genuss sogar praktisch erprobt. Dabei entstanden viele kreative Ideen, wie Genuss achtsam erlebt werden kann.
Zum Abschluss des Vormittags wurden mithilfe des Klaviermodells wichtige menschliche Bedürfnisse dargestellt, die für das Wohlbefinden von Bedeutung sind. Dabei konnten Zusammenhänge zwischen Bedürfnissen, Ausgleichsmöglichkeiten und der Entstehung von Sucht anschaulich aufgezeigt werden. (Dr)
