Die Anspannung vor dem Haupteingang war am Montag, 28.09.2026 deutlich spürbar, als sich die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen mit ihren Koffern und Taschen dort versammelten und auf den großen Doppeldecker-Bus warteten. Für viele war es die erste Schullandheim-Fahrt und in den Gesichtern konnte man Sorge, Aufregung und Vorfreude zugleich erkennen, bei den Eltern ebenso wie bei den Schülerinnen und Schülern und sicherlich auch ein kleines bisschen bei den Lehrerinnen und Lehrern, die die Ausfahrt begleiteten. Als alles Gepäck verladen war und der Busfahrer erstaunt kommentiert hatte, dass er kaum fassen kann, wie man für nur fünf Tage so viel Gepäck mitbringen kann, startete für die 76 Schülerinnen und Schüler und die sechs Begleitlehrkräfte die eindrucksvolle Schullandheim-Ausfahrt.
Das sonnig-warme Herbstwetter war die ideale Voraussetzung, das tolle Gelände der Jugendherberge voll zu nutzen: am ersten Tag wurde direkt geklettert, wild geschaukelt, Tischtennis gespielt und das gesamte Gelände der Jugendherberge erkundet. Das Schöne daran war, dass hier die Stufe gut zusammenwachsen könnte, schließlich fanden sich oft Spielkameraden aus unterschiedlichen Klassen zusammen und so blieb zum Beispiel der Fußballplatz der Jugendherberge während der gesamten Woche keinen Moment ungenutzt. Die drei 6. Klassen erlebten die Woche über alle das gleiche Programm an unterschiedlichen Tagen. Hier nun stellvertretende für alle ein kurzer Bericht über das Programm der Klasse 6a:
Am Montag standen außer dem Bezug der Zimmer und der Erkundung der Jugendherberge, das gruppenbildende Gelände-Spiel Stratego, das in zwei Teams um die gegnerische Fahne kämpft, und das Chaos-Spiel auf dem Programm. Ein schöner Lagerfeuer-Abend mit Stockbrot und eine abenteuerliche Nachtwanderung auf die Burgruine bildeten den Abschluss. Liebevoll hatten einige Schüler der 6a die Nachwanderung vorbereitet und waren mit starken Taschenlampen, Nachsichtgerät und Walkie-Talkies bestens auf jede Situation bei Nacht vorbereitet. Der Plan, dass alle nach einem so aufregenden und auch sportlich aktiven Tag müde und brav ins Bett fallen würden, ging leider weder am ersten Abend noch an allen darauffolgenden Abenden auf. Wie schön, dass unsere Sechstklässler so voller Energie sind.
Gleich nach dem Frühstücksbuffet am Dienstag machte sich die 6a auf den Weg zu einem Tagesausflug in den Himmelgarten nach Schwäbisch Gmünd. Das Highlight des Tages bildete ein dreistündiger Besuch im Skypark, einem riesigen Waldkletterpark. Nach der ausführlichen Einweisung halfen sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitige in schwindelnder Höhe über die Übungen und Stationen des Klettergartens. Gemeinsam wurde angefeuert, wenn es jemanden viel Kraft kostete, sich durch die Bäume zu hangeln oder gut zugeredet, wenn die Angst vor dem nächsten Flying Fox doch zu groß war. Dabei wurden Frau Hofmann und Herr Schmidt genauso angefeuert und beraten, wie alle anderen aus der Klasse. Der Himmelsgarten mit seinen Flößen und dem Wasser, die Sonne und das tolle Wetter, die riesige Waldkugelbahn und die Lehrstationen im Wald sind vermutlich verantwortlich dafür, dass die 6a auf dem Rückweg den Bus verpasste. Zum Glück gibt es immer einen Plan B und so dass die Klasse doch noch am leckeren Abendessensbuffet in der Jugendherberge teilnehmen konnte.
Langersehnt bei allen 6. Klassen war der Ausflug zur Zachersmühle, der bei der 6a am Mittwoch stattfand. Gemeinsam mit den Eseln Jakob, Zac, Pipo, Lilly, Mojito und ihren Freunden startete eine erlebnisreiche Eselwanderung. Immer zu dritt durften die Schülerinnen und Schüler einen Esel führen oder sich je nach Gruppe von ihrem Esel führen lassen. Mehrere Stunden verbrachten wir mit den Eseln, lernten Spannendes und Wissenswertes über die schlauen und geduldigen Tiere und es bildeten sich enge Freundschaften. Gemeinsam in den Dreier-Teams wurde nach dem saftigsten Klee und dem besten Löwenzahn für die Vierbeiner gesucht. Quer durch den Wald und über Stock und Stein ging die Tour. Zum Abschluss durften die Schülerinnen und Schüler ihre neuen Freunde noch pflegen, striegeln und am Stall versorgen. Wie schade, dass man so einen Esel nicht einpacken und mit nach Hause nehmen kann.
Am Donnerstag, dem letzten vollen Tag vor der Rückfahrt am Freitag, stand bei der 6a der Bau einer großen Kugelbahn auf dem Programm. Der Pädagoge Frodo begleite diese Aktion bei allen drei Klassen und stellte die Aufgabe eine stabile Kugelbahn mit Looping, Schanze und Glockenspiel zu bauen. Dazu hatte er Holz, Rohre, Sägen, Akku-Schrauber und viele andere kreative Materialien mitgebracht. Im Team wurde gebaut, probiert, analysiert, repariert und geschraubt bis die Bahn kurz nach dem Mittagessen endlich bereit war und allen Testläufen der schweren Stahlkugel standhielt. Den Tagesabschluss bildete ein stufenübergreifender, gemeinsamer bunter Abend mit verschiedenen Möglichkeiten gemeinsam zu spielen oder das Deutschland-Spiel anzuschauen.
Am Freitag, den 2.10.2026 kehrten alle wieder wohlbehalten ans dbg zurück. Abschließend lässt sich sagen, die Nächte waren kurz und wild und die Tage lang, erlebnisreich und schön. Für die Lehrkräfte wie für die Schülerinnen und Schüler sicherlich eine unvergessliche Ausfahrt, die noch lange nachwirkt. An dieser Stelle vielen Dank für die gute Zusammenarbeit der begleitenden Kolleginnen und Kollegen: Herr Rausch, Herr Krug, Herr Schmidt, Frau Storm, Frau Tel und Frau Hofmann – erst das hat diese Ausfahrt so wunderbar gelingen lassen. (Hn)





