Am 04.02.2026 fand am dbg der Projekttag „Gedenken, Erinnern, Demokratie, Antisemitismus“ statt. Die gesamte Schülerschaft setzte sich in unterschiedlichen Projekten intensiv mit Erinnerungskultur und dem Schutz demokratischer Werte auseinander.

Die Klassen arbeiteten auf vielfältige Weise: Klasse 5 beschäftigte sich mit dem Lebenslauf von Dietrich Bonhoeffer und der Bedeutung seines Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt: „Jetzt wissen wir besser, wer Dietrich Bonhoeffer war und warum unsere Schule seinen Namen trägt“, schrieb eine Schülerin. Ein anderer Beitrag betonte: „Man sollte Menschen so achten, wie Bonhoeffer es getan hat.“ Dabei wurde deutlich, dass sein Handeln auch heute noch Orientierung geben kann: „Widerstand war möglich – und ist auch heute wichtig.“

Klasse 7 setzte sich mit dem Leben von Anne Frank auseinander und nutzte ihre Biografie als Ausgangspunkt für Gespräche über Ausgrenzung, Mut und Menschlichkeit. Die Auseinandersetzung hinterließ Spuren: „Es ist wichtig, an die Menschlichkeit zu glauben und anderen zu helfen“, hielt eine Schülerin fest. Zugleich wurde die historische Verantwortung klar benannt: „Die Zeit des Nationalsozialismus darf nicht vergessen werden.“

In den Klassen 8 stand das Thema „Rassismus in den Medien“ im Mittelpunkt. Dabei wurde untersucht, wie Vorurteile entstehen, wie sie durch Sprache und Bilder transportiert werden und wie wichtig ein kritischer Umgang mit Medien ist. Besonders eindrücklich war für viele die Erkenntnis, „wie Menschen durch Social Media oder Spiele auch heute negativ beeinflusst werden können“. Auch der bewusste Umgang mit Symbolen wurde thematisiert.

Die Jahrgangsstufe 2 arbeitete mit dem externen Gast Daniel Hildwein von der Gedenkstätte Grafeneck zusammen. In seinem Vortrag schilderte er die Ereignisse in Grafeneck während der Zeit des Nationalsozialismus, erläuterte die systematische Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderung und machte anhand konkreter Einzelschicksale das Ausmaß des Unrechts eindringlich deutlich.

Die Rückmeldungen zeigten, wie nachhaltig der Tag wirkte – beeindruckend, nachdenklich stimmend und sensibilisierend. Besonders deutlich wurde den Schülerinnen und Schülern, dass Diskriminierung oft subtil geschieht und es mehr Ausgrenzung gibt, als man im Alltag zunächst wahrnimmt.

Der Projekttag unterstreicht unser Leitbild als Schulgemeinschaft: Wir stehen für Respekt, Verantwortung und ein wertschätzendes Miteinander. Erinnerung ist für uns nicht nur Rückblick, sondern Auftrag – gemeinsam setzen wir uns für Demokratie, Vielfalt und ein solidarisches Zusammenleben ein. (Fz, Hk)