Am 17. Juni 2026 ging die Reise für den Geschichte-LK (dbg/ESG) gemeinsam auf die andere Seite des VVS-Gebietes nach Ludwigsburg zur Außenstelle des Bundesarchives und zur Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen. Wir wurden direkt empfangen von Bernd Kreß, dem „lebhaften Verwalter“ der riesigen Aktenanlage. Zunächst eingeteilt in kriminalpolizeiliche Einheiten wurde uns klar gemacht, inwiefern es schwierig ist, Verbrechen, von denen wir intuitiv wissen, dass diese solche sind, zu beweisen. Ausführlich wurden wir in juristisch sehr relevante Methoden eingearbeitet und wie man als Jurist vorgehen darf. Wir lernten, dass vorschnelle Urteile selbst bei NS-Verbrechen sehr schnell zu großen Fehlern führen können. Angetrieben von der lebhaften Vorstellung wurden wir durch die massiven Tore des Bundesarchives geführt (was an die Vergangenheit des Archives als Frauengefängnis erinnert) und vom Sicherheitsdienst (dem Archivwärter) begrüßt.

Innen wandten wir unseren juristischen Crashkurs anhand einer Gerichtsverhandlung an. Im Fall Wilhelm Boger arbeiteten wir mit Kopien von Zeugenbefragungen, Lebenslauf und Verhören. Alle fünf Gruppen untersuchten und präsentierten den aufgegebenen Teil des Gerichtsverfahrens und trugen somit zum gesamten Puzzle Stück für Stück bei. Am Ende konnten wir anhand von glaubwürdigen Beweisen die Schuld Bogers beurteilen.

Im Anschluss konnten wir noch im schönen barocken Ludwigsburg weilen und unseren Nachmittag ausklingen lassen. DANKE für die tolle Führung und den sehr interessanten Exkurs, stellvertretend für die Stimmen aus dem ganzen Kurs war die Exkursion sehr interessant. (Mika M., Kl. 11)