Von Mittwoch, 08.07.  bis Freitag, 10.07.26 unternahm unser Geographie-Leistungskurs gemeinsam mit Herrn Schmolck und Frau Gaiser eine dreitägige Exkursion an den Bodensee. Neben spannenden geographischen Stationen standen auch das gemeinsame Erleben und der Zusammenhalt des Kurses im Mittelpunkt.
Mittwoch – Anreise und erste Exkursionsziele
Am Mittwochmorgen starteten wir gegen 8 Uhr am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Sielmingen und fuhren mit dem Reisebus in Richtung Bodensee.
Unsere erste Station war die Wimsener Höhle, die einzige mit einem Boot befahrbare Wasserhöhle Deutschlands. Sie entstand durch die Lösung des Kalkgesteins und ist ein typisches Beispiel für eine Karsthöhle. In drei Gruppen wurden wir mit kleinen Booten durch die Höhle gefahren und bekamen interessante Informationen über ihre Entstehung und Erforschung. Die Höhle war beeindruckend und sah sehr schön aus. Für einen lustigen Moment und einen die Exkursion begleitenden Running-Gag sorgte die Bootsführerin, als sie zu Mohamad sagte: „Reiß dich zamme, Bro.“
Danach besuchten wir die Donauversickerung bei Immendingen. Dort verschwindet die Donau im porösen Kalkgestein und fließt unterirdisch weiter. Das Wasser tritt viele Kilometer später am Aachtopf wieder aus. Dieses Naturphänomen zeigt eindrucksvoll die Besonderheiten der Karstlandschaft und wie Geologie den Verlauf von Flüssen beeinflussen kann.
Anschließend fuhren wir zu besagtem Aachtopf, der größten Karstquelle Deutschlands. Dort tritt ein großer Teil des zuvor versickerten Donauwassers wieder an die Oberfläche. So gelangt ein Teil des Wassers letztlich über den Rhein in die Nordsee und nicht über die Donau ins Schwarze Meer.
Danach ging es zum Vulkanpfad Hohentwiel im Hegau. Der Hohentwiel ist der Überrest eines ehemaligen Vulkans, dessen harter Vulkanschlot der Erosion standgehalten hat. Während unserer etwa zweistündigen Wanderung ging es überwiegend bergauf bis zur Burgruine Hohentwiel. Von dort hatten wir einen tollen Blick über den Hegau, Reste der Glaziallandschaft, den Bodensee und dank guten Wetters sogar bis zu den Alpen. Nach einem kurzen Fotoshooting von Herr Schmolck auf einer Felsspitze ging es dann wieder zurück. Auf dem Rückweg liefen wir wegen Gregor – Name wurde von der Redaktion bewusst nicht geändert 😉 – zunächst falsch und mussten deshalb noch einmal etwa 500 Meter bergauf laufen, während Herr Schmolck und Frau Gaiser uns dabei lachend zusahen.
Vor der Ankunft auf dem Campingplatz kauften wir noch Dinge für die kommenden Tage ein.
Gegen 17:30  Uhr erreichten wir schließlich den Campingplatz Hegne. Nachdem alle ihre Zelte aufgebaut beziehungsweise ihre Schlafplätze eingerichtet hatten, sprangen viele direkt in den Bodensee. Obwohl der See an dieser Stelle sehr flach war und das Wasser meist nur bis zu den Knien reichte, gab es immer wieder weiche Stellen im Boden, in denen man fast wie in Treibsand einsank. Setzte man sich jedoch hin, reichte das Wasser bis zu den Schultern – eine ziemlich entspannte Abkühlung. Wir veranstaltetem noch ein kleines Duell im Wasser, bei dem wir uns jeweils auf die Schultern von zwei Mitschülern setzten und versuchten, den anderen herunterzuschubsen. Dabei setzte sich Rafail gegen Mohamad durch, was für viele Lacher sorgte.
Am Abend grillten wir gemeinsam, saßen lange zusammen, aßen, tranken und hatten viel Spaß. Ein Dank geht da an den Grillmeister Mustafa, der echt vorzügliche Arbeit geleistet hat. Später spielten wir noch Fußball und ließen den Abend gemeinsam am See ausklingen, bevor nach und nach alle schlafen gingen. Vor allem ‚der Gründler‘ hatte da seinen Spaß, da ihm von Daniel mit der Zahnbürste nicht nur die Zähne geputzt wurden.
Donnerstag – Rheinfall und Konstanz
Am Donnerstagmorgen starteten einige von uns den Tag mit einem Sprung in den Bodensee, bevor wir gemeinsam frühstückten.
Danach fuhren wir mit Bus und Bahn zum Rheinfall bei Schaffhausen. Mit einer Breite von etwa 150 Metern und einer Höhe von 23 Metern ist er der größte Wasserfall Europas. Während einer etwa 15-minütigen Bootsfahrt konnten wir die Wassermassen aus nächster Nähe erleben.
Wieder auf dem Campingplatz angekommen, hielt Max seine GFS zum Thema Bodenseeregion & Trinkwasserversorgung. Selbst auf dem Spielplatz spielende und im Bodensee planschende Kinder samt Geschrei brachten ihn nicht aus der Ruhe und wir erfuhren unter anderem, dass die Quagga-Muschel eine Herausforderung für unsere Trinkwasserversorgung ist.
Am Nachmittag ging es weiter nach Konstanz, wo wir etwa zwei Stunden Freizeit hatten. Die meisten von uns verbrachten diese auf einem Tretboot.
Beim gemeinsamen Abendessen unseres Kurses mit Herrn Schmolck und Frau Gaiser herrschte eine sehr gute Stimmung und so machten wir uns gegen 22:15 Uhr auf den Weg zum Campingplatz. Dort versuchten wir noch, Frankreich gegen Marokko auf dem Handy zu schauen, was wegen der schlechten Internetverbindung allerdings nur eingeschränkt funktionierte. Anschließend saßen wir noch lange gemeinsam mit den Lehrkräften am See und auf dem Spielplatz zusammen. Es wurde viel gelacht und erzählt – anscheinend sogar so laut, dass man unsere Fröhlichkeit auf dem ganzen Campingplatz hören konnte.
Später fand noch das Finale unseres 1. Bobbycar-Rennens statt, das Rafail gegen Anna knapp gewann. Gegen halb vier gingen schließlich die Letzten schlafen.
Freitag – Heimreise
Am Freitagmorgen standen wir gegen 7:00 Uhr auf, packten unsere Sachen zusammen und frühstückten gemeinsam. Vor der Abreise setzten wir uns noch einmal an den Bodensee und genossen die ruhige Atmosphäre.
Anschließend traten wir die Heimreise an. Mit Bus und Bahn ging es zurück bis zum Bahnhof Bernhausen, von wo aus alle individuell nach Hause fuhren.
Zum Abschluss der Exkursion gab es noch eine kleine Besonderheit: Im Hans im Glück hatte Philipp Gründler ein Glas als Erinnerung „ausgeliehen“. Dieses unterschrieben anschließend alle als gemeinsames Andenken.
Fazit
Die Exkursion war eine gelungene Mischung aus geographischem Lernen – speziell in Bezug auf unsere Schwerpunktthemen im Abitur – und gemeinsamen Erlebnissen, die selbstverständlich fotographisch festgehalten wurden. Gleichzeitig sorgten das Camping, die gemeinsamen Abende, das Grillen, die Zeit in Konstanz und die vielen lustigen Momente dafür, dass diese drei Tage für unseren gesamten Kurs unvergesslich bleiben werden 🙂 (Geo-LK Kl. 11)