In der dritten Schulwoche waren unsere 12er auf Studienfahrten zu unterschiedlichen Zielen.

Studienfahrt nach Südspanien – eine Woche zwischen Kultur, Natur und Gemeinschaft

Vom 26. September bis zum 1. Oktober 2026 ging es für einen Teil der J2 auf Studienfahrt nach Südspanien. Unsere Reise führte uns von Málaga über Granada und Almería bis nach Roquetas de Mar und schließlich wieder zurück nach Málaga. Neben verschiedenen kulturellen und geographischen Programmpunkten blieb auch genügend Zeit, die Städte auf eigene Faust zu erkunden und gemeinsam als Gruppe eine spannende Woche zu verbringen.

Samstag – Ankommen in Málaga

Unser erster Tag begann sehr früh: Wir trafen uns mehr oder (ziemlich) weniger ausgeschlafen um 2:30 Uhr am Flughafen, da der Flieger nach Spanien bereits um 5:55 Uhr startete. Dementsprechend waren die meisten von uns noch ziemlich müde, sodass einige die Zeit im Flugzeug zum Schlafen nutzten.
Nach der Ankunft fuhren wir mit der Bahn zu unserem Hostel, das mitten in der Innenstadt von Málaga lag. Durch die zentrale Lage konnten wir viele Orte schnell zu Fuß erreichen. Nach einer kurzen Pause und etwas Freizeit zum Frühstücken stand mit der Alcazaba von Málaga bereits der erste kulturelle Programmpunkt auf dem Plan. Die historische Festungsanlage liegt oberhalb der Stadt und bot uns gleichzeitig einen ersten Eindruck von der Geschichte Málagas und einen schönen Blick über die Stadt.
Am Nachmittag hatten wir freie Zeit, die viele nutzten, um zum Strand zu gehen oder um die Innenstadt zu erkunden. Am Abend bestand die Möglichkeit, gemeinsam essen zu gehen und den ersten Abend in den trubeligen Straßen Málagas ausklingen zu lassen. Lustig war, dass genau an dem Abend inmitten der Stadt eine Fashion-Show stattfand und einige auf dem blauen Teppich ihr Glück versuchten.

Sonntag – Wanderung und Granada

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus weiter in Richtung Granada. Unterwegs machten wir Halt in Antequera, wo eine etwa dreistündige Wanderung auf uns wartete. Dabei konnten wir die besondere Landschaft und die verschiedenen Gesteinsformationen der Region kennenlernen. Die Wanderung war zwar teilweise anspruchsvoll, bot aber gleichzeitig viele interessante Eindrücke der andalusischen Landschaft und war auch dank eines lustigen Guides und zahlreichen ‚Cabras’ sehr unterhaltsam.
Anschließend ging es weiter nach Granada. Dort erkundeten wir zunächst in kleineren Gruppen die Stadt, bevor es dann gemeinsam durch enge, arabische Gassen hinauf zum Aussichtspunkt San Nicolas ging. Natürlich durfte dabei ein Blick auf die berühmte Alhambra nicht fehlen. Die historische Palast- und Festungsanlage prägt das Stadtbild Granadas und der Flair und die Menschen lassen diesen Ort einmalig wirken.

Montag – Weiter nach Almería und Roquetas de Mar

Am Montag setzten wir unsere Reise in Richtung Almería fort. Dort verbrachten wir zunächst etwas Zeit am Strand im Naturschutzgebiet „Cabo de Gata“. Nach einem kurzen Abstieg in FlipFlops sprangen wir wagemutig in die Wellen. Leider zeigte sich das Wetter an diesem Tag nicht von seiner besten Seite und es begann leicht zu nieseln. Trotzdem konnten wir einen Eindruck von der Küstenregion gewinnen und da wir sowieso nass waren, machten die kleinen Regentropfen niemandem etwas aus.
Danach ging es weiter nach Roquetas de Mar, wo wir unsere nächsten Appartments bezogen. Das Hotel unterschied sich deutlich von den anderen Unterkünften und bot unter anderem einen landschaftlich gestalteten Pool, der in der freien Zeit gerne genutzt wurde. Die Abende verbrachten wir mit gemeinsamem Kochen und Verkostung auf dem Rooftop, bevor es später noch in eine Karaokebar ging. Die Besitzerin hatte bereits den Schlüssel zum Absperren in der Hand, doch unsere spanischen Überredungskünste und unserem unglaublichen Charme zum Dank verbrachten wir einen (gesanglich weitestgehend ‚leider‘) unvergesslichen Abend, wobei sich nach den Fashion-Models nun auch das ein oder andere Gesangstalent zeigte.

Dienstag – Gewächshäuser und freie Zeit in Almería

Am Dienstag stand ein weiterer, besonderer Programmpunkt auf dem Plan: die Besichtigung der Gewächshäuser rund um Almería. Die riesigen Anbauflächen sind charakteristisch für die Region und ermöglichten uns einen Einblick in die landwirtschaftliche Nutzung der trockenen Landschaft Südspaniens. Neben der Aufzucht von Paprikasamen und dem Aufenthalt in sehr, sehr warmen Gewächshäusern führten uns die freundlichen Mitarbeiter durch die Sortier- und Verpackungsanlagen. Wir hatten sogar Paprikatüten in der Hand, die in unsere Region geliefert werden.
Den restlichen Tag konnten wir frei gestalten. Viele nutzten die Zeit, um noch einmal den Strand und die Wellen zu genießen, etwas essen zu gehen, einzukaufen oder einfach am Hotelpool zu entspannen. Gerade diese freien Zeit bot uns die Möglichkeit, die Städte und das spanische Alltagsleben auch unabhängig vom offiziellen Programm kennen und lieben zu lernen.

Mittwoch – Die Höhlen von Nerja und zurück nach Málaga

Am Mittwoch machten wir uns auf den Rückweg nach Málaga. Nach kurzer Fahrt machten wir einen kurzen Stopp, um von einem geheimen Hügel aus auf das ‚Mar de plástico‘ zu schauen. Der Aufstieg über Felsen und Schotter war aufregend, doch der Ausblick belohnte uns. Nachdem wir im Fels auch noch Muschelreste aus der Vorzeit fanden, halfen wir uns gemeinsam beim Abstieg und fuhren weiter zur Höhle von Nerja. Dort konnten wir im Innern die beeindruckenden unterirdischen Gesteinsformationen erkunden und flogen mittels VR-Brillen über die Küste. Nach der Besichtigung ging es wieder zurück nach Málaga, wo wir unseren letzten gemeinsamen Abend verbrachten.
Der Abend bildete gleichzeitig den Abschluss unserer Studienfahrt. Gemeinsam gingen wir Tapas essen und ließen die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Dabei wurde deutlich, wie viele unterschiedliche Eindrücke wir innerhalb einer Woche gesammelt hatten und wie gut wir uns untereinander und auch die begleitenden Lehrer Herrn Schmolck und Herrn Hermann besser kennenlernen durften.

Donnerstag – Abschied und Rückreise

Am Donnerstag hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach dem Auschecken machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und kamen alle nach einer ereignisreichen Woche wieder sicher zu Hause an.

Fazit

Die Studienfahrt bot uns eine abwechslungsreiche Mischung aus Kultur, Natur, Geographie und gemeinsamer Freizeit. Besonders interessant war, dass wir innerhalb weniger Tage ganz unterschiedliche Seiten Andalusiens kennenlernen konnten – von den historischen Bauwerken in Málaga und Granada über die Landschaft rund um Antequera bis hin zu den Gewächshäusern bei Almería und der Küstenregion.
Neben dem offiziellen Programm waren vor allem die gemeinsamen Erlebnisse und die Zeit in der Gruppe prägend. So war die Studienfahrt nicht nur eine Möglichkeit, Südspanien und seine Besonderheiten kennenzulernen, sondern auch eine schöne gemeinsame Erfahrung, an die wir uns alle noch lange und sehr gerne erinnern werden.

Sorrent

Für uns ging es bereit am Samstagabend mit dem Bus los. 16 Stunden und zwei Ländergrenzen später waren wir im sonnigen Sorrent angekommen. Wir genossen den Nachmittag in unseren Bungalows, die direkt am Meer in einem Vorort von Sorrent lagen und fuhren schließlich abends in die Stadt. Am nächsten Morgen ging es schon früh los Richtung Vesuv. Dort erwartete uns ein Tourguide, der uns auf eine lustige Art und Weise auf dem Weg zum Krater viel Interessantes erzählte. Nachmittags besuchten wir Pompeji, eine Stadt, die vor rund zwei Jahrtausenden Opfer eines Vulkanausbruchs wurde. Am zweiten Ausflugstag machten wir uns auf, den Götterwanderweg nach Positano entlangzuwandern. Der Weg führte uns auf 600 Höhenmetern entlang der Amalfiküste. bot uns einen spektakulären Ausblick und endete nach über 1000 Stufen am Hafen von Positano. Wir verbrachten den Nachmittag in der Stadt und fuhren am frühen Abend mit dem Boot um die Halbinsel nach Sorrent. Am dritten Tag besuchten wir die meeresbiologische Schulungsstation Unimare. Dort bekamen wir Einblick in die Unterwasserwelt des Mittelmeers. Wir machten eindrückliche Schnorchelerfahrungen und durften sogar Organismen aus dem Meer holen und unter einer Kamera genauer betrachten. Donnerstags brachen wir am Nachmittag etwas erschöpft, aber voller neuer Erfahrungen und schöner Erinnerungen auf die lange Fahrt zurück nach Hause auf. (Emma und Vivienne für die gesamte Studienfahrtsgruppe)

Budapest

Eine von vier Studienfahrten des Abiturjahrgangs des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums führte in der dritten Schulwoche einige Schülerinnen und Schüler nach Budapest. Die ungarische Hauptstadt empfing die Gruppe mit schönem Wetter und bot beste Bedingungen, um die Stadt zu erkunden.

Zu den Höhepunkten gehörten die berühmten Wahrzeichen entlang der Donau: das imposante Parlamentsgebäude, die Kettenbrücke und der Burgpalast. Auch von der Fischerbastei aus eröffnete sich ein beeindruckender Blick über die Stadt und den Fluss. Weitere Stationen waren der Heldenplatz, die prächtige St.-Stephans-Basilika und der Gellertberg.

Neben den Sehenswürdigkeiten machte vor allem das besondere Flair Budapest aus. Historische Bauwerke, lebendige Straßen und die Lage an der Donau verliehen der Stadt eine einzigartige Atmosphäre. Bei sonnigem Wetter ließ sich das besondere Zusammenspiel aus Geschichte und modernem Großstadtleben besonders gut erleben.

Die Studienfahrt bot dem Jahrgang damit nicht nur spannende Eindrücke und neue Perspektiven, sondern auch die Gelegenheit, Budapest gemeinsam kennenzulernen. Die ungarische Hauptstadt hinterließ einen bleibenden Eindruck – als Stadt voller Geschichte, Schönheit und Lebensgefühl. (Bn, Mz)